Nach 1:3-Pleite in Salzburg
Das sind die schallendsten FCB-Ohrfeigen auf internationalem Parkett

Der FCB hat schon für manche internationale Sternstunde gesorgt. Nach dem enttäuschenden 1:3 in Salzburg sind diese allerdings in weite Ferne gerückt. Der desaströse Auftritt in Halbzeit 1 lässt eher Erinnerungen an bittere Niederlagen wach werden.
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Darum gehts

  • 1:3 von Basel in Salzburg erinnert an andere Ohrfeigen im Europacup
  • Die zwölf bittersten FCB-Niederlagen auf internationalem Parkett seit 1963
  • Klatschen gegen Barça, Real, Donezk oder Bayern
Die künstliche Intelligenz von Blick lernt noch und macht vielleicht Fehler.
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Lino DieterleRedaktor Online Sport

Januar 2026: Basel geht in Salzburg baden

1:3 in Salzburg klingt nicht wie eine schallende Ohrfeige, doch es ist die Art und Weise, wie die Basler in der ersten Halbzeit vorgeführt werden, die den Auftritt blamabel macht. Ein Spiel, das man unbedingt gewinnen wollte, ist bereits nach 35 Minuten entschieden, die Chancen auf ein Weiterkommen in der Europa League gegen null gesunken. So wird das FCZ-Spiel für Trainer Magnin zum Schicksalsspiel.

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Juli 2023: Kasachen-Katastrophe

Nichts bringt das FCB-Missverständnis um den deutschen Trainer Timo Schultz besser auf den Punkt als die 1:3-Heimniederlage gegen Tobol Kostanay. Thierno Barry bringt den FCB noch in Führung, sieht danach aber für ein Handspiel direkt Rot. In Unterzahl blamieren sich die Basler bis auf die Knochen. Eine Woche später kann das Out in der Conference League trotz 2:1-Sieg nicht abgewendet werden. Timo Schultz ist da aber bereits nicht mehr FCB-Trainer.

Was ging schief? Timo Schultz und der heutige Arsenal-Söldner Calafiori tauschen sich nach der Kostanay-Pleite aus.
Foto: Pius Koller

Oktober 2020: Sofia-Gate für Sforza

Wegen Terminengpässen nach dem Corona-Sommer wird die Europa-Qualifikation ohne Hin- und Rückspiele durchgeführt. Basel muss deshalb «nur» sein Heimspiel gegen CSKA Sofia gewinnen. Nach einem Tor von Arthur Cabral in der 54. Minute sieht es auch gut aus für das Team von Ciriaco Sforza. Doch ab der 72. Minute erlebt Sforza sein Sofia-Gate und die Basler verabschieden sich nach einer 1:3-Heimpleite aus Europa.

Ciriaco Sforza an der Seitenlinie beim Spiel zwischen Basel und Sofia.
Foto: freshfocus

August 2018: wirkungslose Wicky-Entlassung

Gäbe es eine FCB-Chronik der bitteren Heimpleiten, das 0:3 gegen Paok Thessaloniki wäre wohl weit oben zu finden. Nach einer 1:2-Auswärtsniederlage – eigentlich eine ordentliche Ausgangslage – wird Cheftrainer Raphael Wicky entlassen. Mit Interimscoach Alex Frei geht im Rückspiel aber gar nichts. Bereits nach sieben Minuten gerät der FCB in Rückstand. Das 0:2 kurz nach der Pause durch den in St. Gallen geborenen Serben Aleksandar Prijovic besiegelt das Champions-League-Out.

Raphael Wicky verliert seinen FCB-Job nach einer 1:2-Auswärtsniederlage gegen Thessaloniki – ohne ihn geht das Rückspiel im eigenen Stadion mit 0:3 verloren.
Foto: Keystone

September 2014: Vertrauensfrage in Madrid

Paulo Sousa ist erst wenige Monate Chef beim FC Basel. Nach einer 1:5-Niederlage im Santiago Bernabeu gegen Real Madrid stellt er seiner Mannschaft aber bereits die Vertrauensfrage, dermassen enttäuscht zeigt er sich über den Auftritt des Basler Teams, das Reals BBC-Angriff (Bale-Benzema-CR7) nichts entgegenzusetzen hat. Nach 37 Minuten stehts 4:0 für die Königlichen, dann erzielt Derlis Gonzalez noch das Basler Ehrentor.

Bedienter Paulo Sousa: Der FCB-Trainer stellte seinem Team nach wenigen Monaten im Amt die Vertrauensfrage.
Foto: TOTO MARTI

April 2014: Packung statt Halbfinal-Ticket

Nach einem 3:0-Sieg im Hinspiel steht der FCB mit einem Bein bereits im Europa-League-Halbfinal. Doch dann geht das Team von Coach Murat Yakin im Mestalla komplett unter – Valencia rettet sich mit drei Toren in die Verlängerung und schickt die Basler schliesslich mit einer 5:0-Packung statt des Halbfinal-Tickets nach Hause. Ein gewisser Paco Alcacer trifft dreifach für Valencia, und beim FCB sehen in der Verlängerung noch Marcelo Diaz und Gaston Sauro den roten Karton.

Paco Alcacer bleibt für einmal an FCB-Keeper Sommer hängen.
Foto: Keystone

März 2012: Lehrstunde in München

Nach einem 1:0-Sieg im Hinspiel darf der FC Basel ganz leise von einem Viertelfinaleinzug in der Königsklasse träumen. Die Bayern zerschlagen diese Träume aber mit Pauken und Trompeten. Bis zur 42. Minute hält der FCB mit Mann und Maus dagegen, nachdem Thomas Müller allerdings das zweite Bayern-Tor markiert, ist der Bann gebrochen. Allen voran bei Mario Gomez, der auf dem Weg zum 7:0-Endstand ein Viererpack schnürt.

Enttäuschte Basler und jubelnde Bayern nach dem vierten Tor des versteckten Mario Gomez.
Foto: Blicksport

November 2008: Ergics Donezk-Scham

In der Saison 2008/09 übersteht der FCB zwei Quali-Runden, um in die Gruppenphase einzuziehen. Dort haben die Bebbi dann aber wenig bis gar nichts zu melden, holen in einer Gruppe mit Schachtar Donezk, Sporting Lissabon und Barcelona nur einen Punkt. Am zweitletzten Spieltag gehen die Basler auswärts gleich mit 0:5 unter – neben Hattrick-Held Jadson traf an jenem Abend auch Willian, der später noch für Chelsea spielen und zweimal die Premier League gewinnen würde. Teamleader Ivan Ergic meint danach zum Auftritt nur: «Ich schäme mich.»

Oktober 2008: Höchste CL-Heimpleite

Es war nicht das einzige 0:5, das Basel in jener Champions-League-Kampagne über sich ergehen lassen musste. Auch Barcelona – mit einem jungen Messi und hochtalentierten Bojan Krkic – schiesst die Basler in jenem Herbst mit fünf Buden aus dem Stadion. Erwähnenswert ist das vor allem deshalb, weil es bis heute die höchste Heimniederlage in der Champions-League-Historie des FCB darstellt.

Bojan Krkic (unten) jubelt über ein Tor beim 5:0-Sieg Barcelonas – damals galt er noch als Star der Zukunft.
Foto: Toto Marti

April 2006: Mit Halbfinal vor Augen eingebrochen

Nach einem 2:0-Heimspielsieg geht der FC Basel auch in England gegen Middlesbrough in Führung. Dank Auswärtstorregel ist der Halbfinal zum Greifen nah – doch dann bricht das Team mit dem heutigen FCB-Präsident David Degen im rechten Mittelfeld ein. Das entscheidende 4:1 kassieren die Basler erst in der 90. Minute – wie bitter!

Der heutige FCB-Präsident David Degen erlebt das bittere Viertelfinal-Out gegen Middlesbrough als Spieler mit.
Foto: Keystone

Oktober 2002: 28 Horror-Minuten in Valencia

Bevor die Basler in der Champions-League-Kampagne mit dem 3:3 gegen Liverpool und dem Einzug in die nächste Runde für eine Sternstunde gesorgt haben, setzt es auswärts in Valencia eine Klatsche der heftigeren Sorte ab. Das Team um Abwehrchef Murat Yakin liegt bereits nach 28 Minuten mit 0:4 im Rückstand – am Ende stehts auch dank der Resultatkosmetik von Hakan Yakin und Julio Hernan Rossi 2:6. Doch auch hier gelingt dem FCB eine Reaktion: Zwei Wochen später ringt man demselben Gegner ein 2:2 ab.

Die legendäre Basler Champions-League-Kampagne 2002/03 beinhaltet auch eine 2:6-Klatsche in Valencia.
Foto: Blicksport

Oktober 1963: Celtic führt Odermatt und Co. vor

Tief in der Vergangenheit hatte der FC Basel im damaligen Europacup der Cupsieger von Celtic Glasgow eine Lehrstunde erhalten. Nach Hin- und Rückspiel wurde das Team, in dem FCB-Legende Karli Odermatt (83) spielte, gleich mit 1:10 vorgeführt. Nach der 1:5-Heimniederlage geht in Glasgow auch das Rückspiel mit 5:0 verloren.


Europa League 25/26
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Olympique Lyon
Olympique Lyon
7
11
18
2
Aston Villa
Aston Villa
7
7
18
3
SC Freiburg
SC Freiburg
7
7
17
4
FC Midtjylland
FC Midtjylland
7
8
16
5
SC Braga
SC Braga
7
6
16
6
AS Rom
AS Rom
7
7
15
7
Ferencvaros Budapest
Ferencvaros Budapest
7
5
15
8
Real Betis Balompie
Real Betis Balompie
7
5
14
9
FC Porto
FC Porto
7
4
14
10
KRC Genk
KRC Genk
7
3
13
11
FK Crvena Zvezda Belgrade
FK Crvena Zvezda Belgrade
7
1
13
12
PAOK Thessaloniki
PAOK Thessaloniki
7
5
12
13
VfB Stuttgart
VfB Stuttgart
7
5
12
14
RC Celta de Vigo
RC Celta de Vigo
7
4
12
15
Bologna FC
Bologna FC
7
4
12
16
Nottingham Forest
Nottingham Forest
7
4
11
17
FC Viktoria Pilsen
FC Viktoria Pilsen
7
4
11
18
Fenerbahce Istanbul
Fenerbahce Istanbul
7
3
11
19
Panathinaikos Athen
Panathinaikos Athen
7
2
11
20
GNK Dinamo Zagreb
GNK Dinamo Zagreb
7
-2
10
21
OSC Lille
OSC Lille
7
2
9
22
SK Brann
SK Brann
7
-1
9
23
BSC Young Boys
BSC Young Boys
7
-5
9
24
Celtic Glasgow
Celtic Glasgow
7
-4
8
25
Ludogorets 1945 Razgrad
Ludogorets 1945 Razgrad
7
-4
7
26
Feyenoord Rotterdam
Feyenoord Rotterdam
7
-3
6
27
FC Basel
FC Basel
7
-3
6
28
FC Salzburg
FC Salzburg
7
-4
6
29
Fotbal Club FCSB
Fotbal Club FCSB
7
-7
6
30
Go Ahead Eagles
Go Ahead Eagles
7
-8
6
31
Glasgow Rangers
Glasgow Rangers
7
-7
4
31
SK Sturm Graz
SK Sturm Graz
7
-7
4
33
OGC Nizza
OGC Nizza
7
-7
3
34
FC Utrecht
FC Utrecht
7
-8
1
35
Malmö FF
Malmö FF
7
-10
1
36
Maccabi Tel Aviv FC
Maccabi Tel Aviv FC
7
-17
1
Playoffs
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