«Nun gilt es die entstandene Angst zu überwinden»
Jetzt meldet sich Baggio nach Raubüberfall zu Wort

Roberto Baggio wurde am Donnerstagabend während des EM-Spiels zwischen Italien und Spanien überfallen. Dabei wurde der Ex-Fussballer verletzt und musste im Spital genäht werden. Nun spricht er erstmals über den Vorfall.
Publiziert: 22.06.2024 um 07:50 Uhr
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Aktualisiert: 22.06.2024 um 09:24 Uhr
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Roberto Baggio wurde in seiner Villa überfallen und ausgeraubt.
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Cédric HeebRedaktor Sport

Eigentlich wollte Roberto Baggio (57), 56-facher Nationalspieler Italiens, das EM-Spiel der Squadra Azzurra gegen Spanien (0:1) gemütlich mit seiner Familie in seiner Villa in Altavilla Vicentina (zwischen Venedig und Verona) schauen. Doch der Abend verkommt zum Horror.

Wie mehrere italienische Medien berichten, wurde die Fussball-Legende am Donnerstagabend gegen 22 Uhr von «mindestens fünf Personen» überfallen. Als Baggio die Eindringlinge zur Rede stellen wollte, sei es zu einem Handgemenge gekommen. Einer der Täter habe im Zuge dessen den Weltfussballer von 1993 mit einem Pistolengriff auf die Stirn geschlagen und den früheren Inter-, Milan- und Juve-Stürmer so verwundet.

Baggio musste an Stirn genäht werden

Daraufhin seien Baggio und seine Familie in ein Zimmer gesperrt worden, die Räuber stellten währenddessen die Villa auf den Kopf und klauten Uhren, Schmuck und Geld. Als sich die Eindringlinge aus dem Staub gemacht hatten, brach Baggio die Türe auf und verständigte die Polizei. Wie hoch der Schaden und die Summe der Beute sind, ist nicht bekannt.

«Ich und meine Familie möchten uns bei allen für die Anteilnahme bedanken», meldet sich Baggio via Nachrichtenagentur ANSA zu Wort. Er sei zum Glück nur leicht verletzt worden, die Wunde konnte im Spital mit wenigen Stichen genäht werden. «Nun gilt es vor allem die entstandene Angst zu überwinden», so der 57-Jährige. Von den Familienangehörigen sei niemand verletzt worden.

Baggio und seine Familie wurden bereits verhört, Material der Videoüberwachung wurde ebenfalls sichergestellt. Vittorio Penetrone, Manager des Vize-Weltmeisters von 1994 – sein verschossener Penalty im Final gegen Brasilien ging in die Geschichte ein –, zeigte sich überrascht über den Überfall: «Sämtliche Sicherheitssysteme haben nichts Auffälliges beobachtet. Die Villa ist eigentlich gut überwacht.»

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