Unser letztes Eisen im Europacup
Die Fussball-Schweiz muss Lausanne die Daumen drücken

Lausanne bestreitet im Playoff-Hinspiel der K.o.-Runde der Conference League bei Sigma Olomouc ein historisches Spiel. Wegen des Uefa-Rankings drückt die ganze Fussball-Schweiz den Waadtländern die Daumen.
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Lausanne ist der letzte im Europacup verbliebene Super-League-Klub.
Foto: Claudio de Capitani/freshfocus
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Christian FinkbeinerStv. Fussballchef

Wintereinbruch auch in Mähren. Am Tag vor dem Playoff-Hinspiel zwischen Sigma Olomouc und Lausanne schneit es, weswegen der Zustand des Rasens dem Lausanner Captain Olivier Custodio (31) etwas Sorgen bereitet. «Wir haben gesehen, dass der Platz unter den Wetterbedingungen gelitten hat. Aber in der Schweiz sind wir an Winter, Kälte und Schnee gewöhnt. Das wird auf keinen Fall eine Ausrede sein.»

Für die Waadtländer ist es ein historisches Spiel. Es ist die erste Europacup-Partie im Frühjahr seit 1965 und dem verlorenen Viertelfinal gegen West Ham im Cup der Cupsieger. «Wir haben uns sogar besser auf diese Auswärtspartie vorbereitet als auf ein Spiel in der Super League, wo wir den Gegner gut kennen», sagt Trainer Peter Zeidler vor dem ersten von zwei Duellen gegen den Tabellenachten der tschechischen Liga.

«Wir sind uns der Verantwortung bewusst»

Nur um ein Haar verpasste Lausanne den direkten Einzug in die Achtelfinals, während Olomouc als 24. und letztes Team in die Playoffs der K.o.-Phase rutschte, weshalb der Super Ligist durchaus zu favorisieren ist, auch wenn Zeidler von einer 50:50-Partie spricht. In Anbetracht der im Wettbewerb verbliebenen Teams darf sich der Super Ligist durchaus auch Chancen ausrechnen, weit vorzustossen. Strassburg, Rayo Vallecano, Mainz, Crystal Palace und Fiorentina sind die Teams aus den Top-5-Ligen.

Auch deshalb drückt die Fussball-Schweiz dem Zeidler-Team die Daumen. Denn Lausanne ist der letzte verbliebene Super-League-Klub im Europacup – und somit das einzige Team, das noch Punkte sammeln kann im Uefa-Ranking. «Das ist eine zusätzliche Verantwortung, dessen sind wir uns bewusst», so Custodio.

Die Schweiz liegt derzeit auf Platz 16, womit auch in der Saison 2027/28 nur vier Teams europäisch spielen dürften. Das Problem: Das auf Rang 15 liegende Zypern hat mit Omonia Nikosia und AEK Larnaca noch zwei in er Conference League verbliebene Teams.

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