Monster-Parade gegen Mbappé: Yann Sommer sichert mit dem Kopf den Bayern-Sieg gegen PSG(00:27)

Trotz Sieg in Paris
Champions-League-Alarm bei Bayern

Bayern München feiert im Achtelfinal-Hinspiel einen knappen Sieg. Gegen PSG ist die Sache damit noch nicht gelaufen, etwa weil den Deutschen im Rückspiel ein Schlüsselspieler fehlen wird und ein Routinier für Diskussionen sorgt.
Publiziert: 15.02.2023 um 13:55 Uhr
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Aktualisiert: 15.02.2023 um 15:17 Uhr
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Die Bayern jubeln nach dem Achtelfinal-Hinspiel in Paris.

Bayern München gewinnt das Achtelfinal-Hinspiel gegen Paris Saint-Germain 1:0. Entschieden ist das Gigantenduell damit aber noch lange nicht.

«Das zweite Spiel wird kein Spaziergang sein, auf keinen Fall», sagt denn auch Bayern-Keeper Yann Sommer. Sein Team dominiert über weite Strecken, schwimmt aber vor allem in der Schlussphase. Der Grund dafür hat einen Namen: Kylian Mbappé. Der Weltmeister 2018 muss nach auskurierter Verletzung zunächst auf der Bank schmoren, darf erst ab der 57. Minute ran. Und bringt dann aber richtig Schwung ins Pariser Spiel.

Mbappé heiss auf Revanche

Das erfährt auch Sommer. 70 Minuten lang kaum beschäftigt, muss er gegen Mbappé sein ganzes Können auspacken, etwa mit einer grandiosen Kopf-Parade (73.). Er gewöhne sich langsam ans Spiel, das er in München habe, meint er nach der Partie. Und lässt es sich nicht nehmen, die Teamkollegen zu loben. «Ich finde, wir haben in der Defensive enorm viel weg verteidigt, einmal mehr. Und das ist natürlich ein Geschenk als Torwart, wenn die Vorderleute so verteidigen.»

Nur: Schafft das die Bayern-Defensive auch, wenn Mbappé von Anfang an spielt? 90 Minuten dem Druck aus der Schlussphase standhalten, das dürfte schwierig sein – auch mit einem starken Sommer zwischen den Pfosten. Mbappé ist bestimmt heiss auf die Revanche – auch weil sein vermeintlicher Ausgleich wegen einer ultraknappen Abseitsposition von Passgeber Nuno Mendes nicht zählte. Nagelsmann weiss um die Gefahr, die von Mbappé ausgeht: «Mit ihm hat Paris eben den Speed vorne. Dann ist es immer ein Ritt auf der Rasierklinge.»

Brillantes Spiel von Gelb-Rot getrübt

Bayern kommt erschwerend hinzu, dass im Rückspiel Benjamin Pavard gesperrt fehlt. In der Nachspielzeit geht er ungestüm in den Zweikampf mit Messi und fliegt mit Gelb-Rot vom Platz. Ausgerechnet Pavard, der in der Dreierkette einen ganz starken Auftritt zeigt und die PSG-Offensive ein ums andere Mal zum Verzweifeln bringt. «Das ist nicht gut fürs Rückspiel», sagt Trainer Julian Nagelsmann. Vor allem, weil Pavard «ein brillantes Spiel gemacht hat».

Ein anderes Problem des Bayern-Coachs ist Thomas Müller. Der Routinier muss in Paris zunächst auf der Bank Platz nehmen. «Wir haben lange diskutiert im Trainerteam», erklärt Nagelsmann bei «Amazon Prime». «Die Entscheidung war eher pro Choupo. Wir wollten einen klassischen Stürmer haben und dahinter zwingend Musiala.»

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Ein Entscheid, der für Diskussionen sorgt. Auch wenn am Ende der Plan aufgeht. Ob sich Nagelsmann auch im Rückspiel (8. März) erlauben kann, auf so viel Routine (139 Spiele in der Königsklasse) zu verzichten, wird sich zeigen.

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