Nach Akanji patzt auch Kobel
Die Nati-Stars erleben bittere Tage

Eine bittere Woche für die Schweizer Cracks in der Champions League. Nach Manuel Akanji am Dienstag patzt auch Nati-Keeper Gregor Kobel und steht mit seinem Fehler am Ursprung des bitteren Ausscheidens von Borussia Dortmund.
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Bitterer Abend für Gregor Kobel.
Foto: Borussia Dortmund via Getty Images
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Christian FinkbeinerStv. Fussballchef

Es läuft die 94. Minute im New Balance Stadion in Bergamo, als Gregor Kobel (28) der verhängnisvolle Fehler unterläuft. Anstatt den Ball auf die Tribüne zu dreschen, versucht der Nati-Keeper auch tief in der Nachspielzeit und beim Gesamtskore von 3:3 noch einmal, das Spiel von hinten aufzubauen. Doch das Vorhaben misslingt, Kobel spielt den Ball in die Füsse von Pasalic. Und nach dessen Flanke über Kobel hinweg, rammt BVB-Verteidiger Bensebaini etwas ungestüm seinem heranfliegenden Gegenspieler den Absatz ins Gesicht.

Da der spanische Schiri nicht auf den Punkt zeigt, greift der VAR ein. Der Entscheid wird gekippt, Samarzdic trifft in der 98. Minute für den Europa-League-Sieger von 2024 mit dem eingewechselten Berat Djimsiti (Ex-FCZ) souverän und rettet die Ehre der Serie A. Die Bergamasken sind als einziges italienisches Team noch in der Runde der letzten 16 vertreten, nachdem Juve trotz heroischer Aufholjagd in Unterzahl gegen Galatasaray in der Verlängerung die Luft ausging.

«Klar, es war mein Fehler»

Kobel selbst versucht nach dem Spiel gar nicht erst, die Szene schönzureden. «Klar, es war mein Fehler am Ende. Es tut mir super leid für meine Jungs. Fussball ist manchmal hart. Das ist ein Bruchteil einer Sekunde, da denkst du nicht: einfach irgendwie weg. Ich war im Spiel drin und habe versucht, eine Lösung zu finden.» Kobel als Sündenbock? Eine absolute Ausnahme. Auch in Bergamo zeigt er einige starke Interventionen. Gerade in der Champions League hat der Nati-Keeper dem BVB schon viele Punkte und Siege gerettet – allen voran in der Saison 2023/24, als die Dortmunder sensationell in den Final vorstiessen.

Für den BVB ist nach dem frühen Aus im DFB-Pokal damit bereits der zweite Wettbewerb beendet – und das ausgerechnet vier Tage vor dem Klassiker in der Bundesliga gegen Bayern München. Dann könnten die Schwarz-Gelben auch den letzten Titel endgültig verspielen, würden die Bayern bei einem Sieg in Dortmund doch zehn Runden vor Schluss auf elf Punkte davonziehen.

Titelverteidiger kommt mit blauem Auge davon

Doch nicht nur für Manuel Akanji – nach gut einer Stunde unterläuft dem Inter-Spieler ein Mega-Bock, der Bodö zur Führung einlädt – und Kobel endeten die Playoffs der Königsklasse bitter. Denis Zakaria als Captain und Abwehrchef und Torhüter Philipp Köhn schnupperten beim 2:2 mit Monaco im Ligue-1-Duell gegen Titelverteidiger PSG an einer faustdicken Überraschung. Nachdem sie das Hinspiel zu Hause 2:3 verloren hatten, lagen sie im Parc des Princes 1:0 vorne, als eine umstrittene Gelb-Rote Karte gegen die Monegassen die Wende brachte.

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