Frick bedient sich bei Ex-Klub
Droht jetzt ein Vaduzer Ausverkauf nach Luzern?

Erst geht Erfolgstrainer Mario Frick, dann nimmt dieser auch noch Abwehr-Haudegen Denis Simani mit. Challenge-League-Leader Vaduz erleidet vor dem Aufstiegsrennen in der Rückrunde herbe Verluste. Die Reaktion folgt aber postwendend.
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Bei ihm laufen die Drähte heiss: FCV-Sportchef Franz Burgmeier.
Foto: EDDY RISCH
Marco Pescio

Viel Wirbel im Fürstentum! Franz Burgmeier erlebt gerade ziemlich stressige Tage. Vor dem Abflug ins Trainingslager in die Türkei eilt der FCV-Sportchef von Termin zu Termin.

Er musste vor Weihnachten nach dem Abgang von Trainer Mario Frick (47) in Richtung Luzern bereits einen neuen Trainer aus dem Hut zaubern: Ex-YB-U21-Coach Alessandro Mangiarratti (43) ist es geworden. Nun brennts auch noch an der Transfer-Front. Frick hat Verteidiger Denis Simani (30) gleich in die Innerschweiz mitgenommen. Burgmeier verliert innert weniger Tage also nicht nur seinen Erfolgscoach, sondern auch einen echten «Mentalitätsspieler», wie er sagt. Ein Aggressivleader. Einer, der nicht auf die Schnelle ersetzbar ist.

Von Ärger oder Frust darüber, dass sich Frick gleich bei Vaduz bedient hat, will Burgmeier aber explizit nix wissen: «Wir wussten, dass dies passieren könnte. Ich habe da eine offene und ehrliche Beziehung mit Mario und hatte im Hinterkopf, dass er so etwas bereits angedeutet hatte.» Aber der Vaduzer Sportchef stellt auch klar: «Damit wir das zuliessen, mussten die Rahmenbedingungen stimmen.» Ein allzu hoher sechsstelliger Betrag dürfte nicht geflossen sein – dennoch kann der kleine Klub, der in den letzten Jahren immer wieder Budgetkürzungen vornehmen musste, das Geld gut gebrauchen.

Einnahmen hin oder her. Droht jetzt ein Vaduzer Ausverkauf nach Luzern, indem Frick noch weitere Spieler abziehen könnte? «Nein», sagt Burgmeier. Er gehe «nicht davon aus, dass noch was passiert».

In Österreich und bei GC: Vaduz schlägt doppelt zu

«Burgi» betont: «Wir sind nach wie vor ambitioniert. Wir wollen unseren Platz verteidigen – und können ohne den Druck aufspielen, unbedingt aufsteigen zu müssen. Aber wir sind uns schon auch bewusst, dass wir aktuell Tabellenführer einer Liga sind, deren Abstände sehr, sehr klein sind. Da kann viel geschehen.»

Für die Mission Wiederaufstieg hat der FCV-Sportchef prompt reagiert. Mit Ex-Aston-Villa-Talent und 1,90-m-Hüne Anes Omerovic (23) von Dornbirn hat Vaduz bereits einen Simani-Ersatz für die Abwehr geholt. Zudem kommt von GC auch Aussenläufer Fabio Fehr (21), der zuletzt an Schaffhausen ausgeliehen war.

Challenge League 25/26
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Vaduz
FC Vaduz
20
24
48
2
FC Aarau
FC Aarau
20
15
48
3
Yverdon Sport FC
Yverdon Sport FC
20
11
36
4
FC Stade-Lausanne-Ouchy
FC Stade-Lausanne-Ouchy
20
11
32
5
Neuchatel Xamax FCS
Neuchatel Xamax FCS
20
-5
25
6
FC Rapperswil-Jona
FC Rapperswil-Jona
20
-8
22
7
FC Stade Nyonnais
FC Stade Nyonnais
19
-6
19
8
FC Wil
FC Wil
19
-14
19
9
FC Etoile Carouge
FC Etoile Carouge
20
-10
17
10
AC Bellinzona
AC Bellinzona
20
-18
13
Aufstieg
Aufstiegsspiel
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