Es gibt mehrere Gründe, warum der FC Vaduz eine Bereicherung für die Super League wäre. Die wunderbare Aussicht vom Rheinpark-Stadion auf den Alpstein zum Beispiel. Oder die Liechtensteiner Fürstenhütchen aus Schoggi.
Auch sportlich gesehen könnten die Ländle-Kicker im Oberhaus für Farbtupfer sorgen. Wer in 18 Spielen bloss einmal verliert, der klopft zu Recht an die Tür zur Super League. Zehn Spiele in Folge hat die Elf von Coach Marc Schneider gewonnen. Beeindruckend.
Weniger sexy ist der Fakt, dass der FC Vaduz trotz Siegesserie bloss 1560 Fans ins Stadion lockt. Und dass der Klub bei einem allfälligen Aufstieg bloss um die goldene Ananas spielt. Anders als der FC Thun, der als Aufsteiger die Liga aufmischt, dürfen die Ländle-Kicker nicht Schweizer Meister werden. Und das, obwohl der Verein seit 1932 Mitglied des Schweizerischen Fussballverbandes (SFV) ist.
Burgmeier will nicht vom Aufstieg reden
Franz Burgmeier, der Sportchef des FC Vaduz und mit 372 Pflichteinsätzen Rekordspieler des Vereins, spricht von «einer speziellen Situation.» Mit dem Aufstieg aber will er sich noch nicht beschäftigen: «Es ist erst Halbzeit. Wir befinden uns zwar in einer guten Ausgangslage, aber wir müssen demütig sein.»
Bloss 4,5 Millionen Franken haben die Ländle-Kicker für den gesamten Verein zur Verfügung. Damit liegt man budget-mässig hinter Yverdon, Aarau und Xamax auf Platz 4. Aarau, der härteste Konkurrent im Aufstiegsrennen, hat im Sturm mit Shkelqim Vladi einen super-league-erprobten Spieler mit Qualität verpflichtet. Bei Vaduz spielt mit Marcel Monsberger ein Österreicher im Angriff, der zuletzt bei Schwarz-Weiss Bregenz kickte. Aarau hat einen Kaderwert von 7,25 Millionen Franken, Vaduz hinkt mit knapp 5 Millionen hinterher.
Dass der FCV seine einzige Saisonniederlage gegen Aarau kassierte, ist deshalb logisch. Drei Punkte trennen die beiden Vereine. Sollten am Ende die Rüebliländer statt die Ländle-Kicker das Rennen machen, würde man im Rheinpark aber wohl nicht in Tränen ausbrechen.
Vaduz wäre der Bettler der Liga
Zumal ein Aufstieg für die Liechtensteiner mit Kosten verbunden ist. Rund eine Million Franken soll die Antrittsgebühr kosten. Burgmeier will den Betrag zwar nicht verraten, spricht aber von einer «beträchtlichen Summe.»
Es ist Geld, das der FCV eigentlich nicht hat. «Bei einem Aufstieg würden wir mit einem Budget von sechs Millionen planen», sagt Burgmeier. Zum Vergleich: Der FC Winterthur, der Bettler der Super League, operiert mit einem Budget von geschätzten 16 Millionen Franken.
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | FC Vaduz | 18 | 25 | 45 | |
2 | FC Aarau | 18 | 13 | 42 | |
3 | Yverdon Sport FC | 18 | 11 | 33 | |
4 | FC Stade-Lausanne-Ouchy | 18 | 9 | 29 | |
5 | Neuchatel Xamax FCS | 18 | 1 | 25 | |
6 | FC Rapperswil-Jona | 18 | -8 | 19 | |
7 | FC Wil | 18 | -12 | 19 | |
8 | FC Stade Nyonnais | 18 | -6 | 18 | |
9 | FC Etoile Carouge | 18 | -11 | 13 | |
10 | AC Bellinzona | 18 | -22 | 10 |


