Sauber-Mitarbeiter schockt Fans
«Die Schweiz war nicht wichtig für uns»

Die Formel 1 verneigt sich in einer Woche in Abu Dhabi nach 617 Rennen vor Sauber. Ein emotionaler Abschied. Roger Benoit, der die Hinwiler 33 Jahre begleitete, zieht die erste Bilanz.
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Der Wendlinger-Crash 1994 in Monte-Carlo war der grösste Sauber-Schock.
Foto: Getty Images
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Roger BenoitFormel-1-Experte

Es ist die Woche des Abschieds von Sauber. Das viertälteste Team nach Ferrari, McLaren und Williams verschwindet. Nach 33 Saisons wird aus Hinwil «Audi-Town». Nichts soll mehr an Sauber erinnern. So wollen es die Einsteiger aus Deutschland.

Das wichtigste Detail, auch für den Teamgründer Peter Sauber (82): Kein Fahrer musste in einem seiner Autos das Leben lassen. Pikant: Die drei schwersten Unfälle passierten ausgerechnet an den drei Orten, wo die Schweizer ihre grössten Erfolge feierten!

Die unheimliche Crash-Serie

Da war Monte-Carlo. 1994 überlebte Karl Wendlinger dort in der Hafenschikane einen Horror-Crash, blieb 19 Tage im Koma. 1996 jubelten im Fürstentum Herbert und Frentzen über die Plätze drei und vier!

Da war Montreal. 2007 waren beim Kubica-Drama alle Schutzengel vor Ort. Ein Jahr später schenkte der Pole in Kanada dem Team mit BMW-Power den einzigen Sieg.

Da war São Paulo. 2025 zerlegte Bortoleto vor der Haustüre den Sauber in alle Einzelteile. 2019 hatte man dort die meisten Punkte (22) mit der neuen Wertung geholt: 4. Räikkönen, 5. Giovinazzi.

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Das traurigste Kapitel

Das traurigste Kapitel schrieb in Monza 2025 ein Sauber-Mitarbeiter, der es nie nach ganz oben schaffte. Dass nur Blick fast täglich über die Ära von Sauber berichtete, begründete der Mann, der jetzt auch die treuesten Fans schockieren muss, so: «Die Schweiz war nicht wichtig für uns! Auch aus Sicht der Sponsoren!» Päng.

Das ganze Daumendrücken der Zehntausenden von Anhängern mit einem Satz beerdigt. Und auch die frühere Credit Suisse sagt für den Satz nochmals Danke. Denn es war diese Bank, die Sauber vor 25 Jahren den Arsch gerettet hat.

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