So dröhnen die F1-Boliden in Barcelona
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Sie geben wieder Gas:So dröhnen die F1-Boliden in Barcelona

Mini-Tests im Barcelona-Regen
Nur zwei Teams drehen ihre Runden – Hadjar crasht

Der Formel-1-Zirkus wurde am Dienstag in Barcelona seinem Namen gerecht. Nur Ferrari und Red Bull tummelten sich acht Stunden auf der 4,657 km langen (oft nassen) Strecke. Bis kurz vor Schluss Hajdar seinen Red Bull in die Mauer setzt und ziemlich zerstört.
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Charles Leclerc steuert seinen Ferrari über die verregnete Strecke in Barcelona.
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Roger BenoitFormel-1-Experte

Beim Mini-Test kamen jeweils beide Fahrer zum Einsatz. Über die Zeiten wird – wie über die auftauchenden Probleme oder eben Unfälle – weiter der Mantel des Schweigens gehüllt. Spione ausserhalb der Rennanlage werden sofort vertrieben. Nur hausinterne Fotografen sind zugelassen. Und die knipsen vor allem die anderen Boliden.

Warten auf Weltmeister McLaren

Die Geheimniskrämerei mit vielen Fragezeichen und ungelösten Problemen werden alle Teams in die Wüste von Bahrain mitnehmen, wo es am 11. Februar losgeht. Bis dann wird an allen Fronten eine gute Stimmung und eine positive Entwicklung vorgegaukelt.

Die Zirkusspiele im kalten Barcelona gehen bis Freitag weiter. Jedes Team darf insgesamt drei Tage für das Kennenlernen der neuen Autos nutzen. Weltmeister McLaren, der am Dienstag wegen des schlechten Wetters seine Premiere verschoben hat, muss am Mittwoch antreten, will man die drei erlaubten Tage noch nutzen. Wie Aston Martin, aber dort hält Aero-Guru Newey seine «Geheimwaffe» noch zurück.

Ocon drehte 154 Runden!

Bei Audi sind nach dem ersten Tag mit nur 27 Runden einige Fragen offen. Doch der GP-Einsteiger will darüber nicht sprechen. Nun, zum Vergleich: Am Montag drehte allein Ocon im Haas-Ferrari 154 Runden. Und Antonelli und Russell glänzten im Mercedes mit 149 Runden.

Audi muss jetzt am Mittwoch die Karten mit dem neuen Motor auf den Tisch legen. Altstar Nico Hülkenberg (38) ist gespannt: «Endlich geht es richtig los.»

Cadillac mit Problemen

Neueinsteiger Cadillac, wie Audi noch fünf Sekunden hinter den schnellsten Zeiten, muss die Probleme am eigenen Chassis suchen. Denn der Antriebsstrang von Ferrari (bis Ende 2028) hat bis jetzt die ersten Prüfungen bestanden.

Auch beim Werksteam aus Maranello. Leclerc nach 84 Runden: «Noch geht es zeitmässig eher gemütlich zu. Wir versuchen zuerst einmal alle Test-Programme abzuspulen. Und da sind wir im Fahrplan. Unser Ziel bleibt der WM-Titel.» Nach fast 20 Jahren …

Nur Teamkollege zählt

Teamkollege Hamilton, am Nachmittag – zwischen den Regenunterbrüchen – 47 Runden (bis zum Hadjar-Unfall) unterwegs, weiss, dass er Leclerc so schnell wie möglich den Kampf ansagen muss. Spätestens in Bahrain, wenn die Stoppuhr die Spreu vom Weizen trennt.

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Denn echte Vergleiche wird es auch 2026 beim Start in ein neues Regel-Zeitalter nur zwischen den beiden Partnern mit dem gleichen Overall geben. Ob es Lewis dieses Jahr packt, wissen wir erst, wenn es am 8. März in Melbourne losgeht. Alles andere ist Kaffeesatzlesen – wie bei den laufenden Tests.

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