Bis jetzt hat noch keiner der fünf Versuche richtig funktioniert. Weder am letzten Freitag noch am Mittwochabend. Am Donnerstag sahen wir vor der Mittagspause nur noch vier Autos beim Start.
Blitzstart mit Ferrari-Power
Und ausgerechnet Weltmeister Norris blieb da bei seinen beiden Anläufen stehen. Peinlicher gehts nicht. Vor allem, wenn man Kritiker Verstappen mit den Worten «Dann soll er halt zurücktreten» angegriffen hatte.
Hamilton, extra aus der Garage geholt, fuhr am Mittag im Ferrari zweimal locker davon. Am Abend waren es dann wenigstens neun Boliden, die unter Flutlicht an den Start gingen.
Vorne der Tagessieger Antonelli und Verstappen. Doch kaum waren die Lichter aus, stürmten von hinten wieder Hamilton und vor allem Ocon im Haas (mit Ferrari-Power) an die Spitze. Während sich der Rest eher gemütlich Richtung erste Kurve bewegte.
Piastri warnt vor Heim-GP
Das Problem scheint erkannt, alle Piloten rollen mit einer unterschiedlich aufgeladenen Batterie auf ihre Startpositionen. Das wird man auch bis zum WM-Start in Melbourne am 8. März (5 Uhr MEZ, TV live) kaum ändern können.
«Es droht ein Chaos», sagt selbst der WM-Dritte und Lokalheld Oscar Piastri (24), der am 6. April 2001 einen Kilometer neben dem Albert Park aufgewachsen ist. Einen Monat früher war dort ein gewisser Fernando Alonso (44) gerade sein erstes Formel-1-Rennen auf Minardi gefahren.
Jos: «Wo bleibt der Spass?»
Vor allem McLaren-Teamchef Andrea Stella hatte die Start-Alarmglocken ausgelöst. Jetzt sucht man nach fairen Lösungen, die es kaum gibt. Vorschlag: Zwei Einführungsrunden vor dem Start.
Mit Sorge blickt auch Jos Verstappen (53) auf die nähere Zukunft. «Zum Glück hat Max seine Bedenken wieder angemeldet oder sie nach zwei Jahren wiederholt. So macht die Formel 1 tatsächlich keinen Spass mehr. Die Fahrer sind mehr am Laden. Die Batterie ist viel zu klein. Die Fans werden vieles nicht verstehen!»
Vier Topteams liegen vorne
Im ersten Training am Donnerstag lieferte sich Norris und Verstappen lange ein «Duell» an der Spitze – fast vier Sekunden langsamer als die Pole-Zeit hier von Piastri (McLaren) mit 1:29,841.
1. Antonelli (Mercedes) 1:32,803
2. Piastri (McLaren) 1:32,861
3. Verstappen (Red Bull) 1:33,162
4. Hamilton (Ferrari) 1:33,408
5. Norris (McLaren) 1:33,453
6. Colapinto (Alpine) 1:33,818
7. Hülkenberg (Audi) 1:33,987
8. Russell (Mercedes) 1:34,111
9. Ocon (Haas) 1:34,201
10. Lawson (Racing Bulls) 1:34,532
11. Albon (Williams) 1:34,555
12. Bortoleto (Audi) 1;35,263
13. Bearman (Haas) 1:35,279
14. Pérez (Cadillac) 1:35,369
15. Alonso (Aston Martin) 1:37,472
16. Bottas (Cadillac) 1:40,193
***
Testsieger 2025:
Sainz (Williams) 1:29,841
1. Antonelli (Mercedes) 1:32,803
2. Piastri (McLaren) 1:32,861
3. Verstappen (Red Bull) 1:33,162
4. Hamilton (Ferrari) 1:33,408
5. Norris (McLaren) 1:33,453
6. Colapinto (Alpine) 1:33,818
7. Hülkenberg (Audi) 1:33,987
8. Russell (Mercedes) 1:34,111
9. Ocon (Haas) 1:34,201
10. Lawson (Racing Bulls) 1:34,532
11. Albon (Williams) 1:34,555
12. Bortoleto (Audi) 1;35,263
13. Bearman (Haas) 1:35,279
14. Pérez (Cadillac) 1:35,369
15. Alonso (Aston Martin) 1:37,472
16. Bottas (Cadillac) 1:40,193
***
Testsieger 2025:
Sainz (Williams) 1:29,841
Am Nachmittag schlug Super-Max gegen Piastri zurück. Der Australier riss als erster Fahrer die 1:32er-Grenze nieder. Antonelli, der Testsieger der ersten Woche konterte eine Stunde vor Schluss und war um 0,058 schneller.
Startsorgen bei Cadillac
Dagegen kämpft Neuling Cadillac weiter. Hätte das US-Team nicht den Motor und das Getriebe von Ferrari würde es düster aussehen. Frühestens 2028 kommt dann der eigene Motor von General Motors. Dieser wird schon jetzt auch vom Bündner PS-Hexer Mario Illien (76) vorbereitet.
Frust bei Aston Martin…
Weiter durch das Tal des Elends schreitet Aston. Guru Adrian Newey (66) muss sich als Teamchef und Aerodynamiker einbringen – eine Doppelrolle, die noch mehr Verwirrung ins Team des frustrierten Milliardärs Lawrence Stroll bringt.
… Aufatmen bei Audi
Beim Sauber-Nachfolger Audi geht es ruhiger und gesitteter zu. Und endlich war ein Sprung nach vorne zu erkennen. Aber Vergleiche sind in den Zeiten des unseligen Energie-Managements fast verboten.
Hamilton: Vom Ärger zur Lust
Bei Ferrari hatte man erstmals ein echtes Problem (kaputter Sensor, Motor ausbauen). Und ausgerechnet jetzt tauchte mit Piero Lardi (80) der uneheliche Sohn von Firmengründer Enzo Ferrari (starb am 14. August 1988) auf.
Gegen Abend wurde der Brite immer schneller, schlug als Vierter Hülkenberg (7.) um eine halbe Sekunde.