Erste Bilanz nach drei Testtagen
Mercedes souverän – Cadillac und Audi im Elend?

Weltmeister Norris durfte am Mittwoch erstmals in den McLaren MCL40. Das Auto im Tarnkleid stand aber stundenlang in der Garage – wie der Audi. Dort löste Hülkenberg schon nach fünf Runden eine rote Flagge aus, später drehte er noch rund 50 Runden.
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Nach drei Tagen lässt sich festhalten:

Darum gehts

  • Über 60 Prozent der Sauber-Fans unterstützen Audis Formel-1-Einstieg in Hinwil
  • Mercedes überzeugt mit 183 Runden, während Audi und Cadillac Probleme haben
  • Ferrari pausiert am Mittwoch, Red Bull fehlen Ersatzteile
Die künstliche Intelligenz von Blick lernt noch und macht vielleicht Fehler.
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Roger BenoitFormel-1-Experte

Der deutsche GP-Einsteiger steht natürlich im Brennpunkt, da bei einer Blick-Umfrage über 60 Prozent der früheren Sauber-Fans ihre Sympathien zu Hinwil auch bei Audi ausleben möchten.

Neulinge tun sich schwer

Beim Teststart am Montag hatte Bortoleto gerade mal 27 Runden drehen können – Ocon schaffte im Haas 154. Dann traten bei Audi einige technische Probleme auf. Natürlich wird kein Team den genauen «Tatort» des Geschehens öffentlich machen. Man lenkt überall mit positiven Plattitüden von den wahren Sorgen ab.

Noch mehr Probleme scheint Neuling Cadillac zu haben. Auch wenn Bottas von einem «ausgezeichneten Start» am Montag sprach. Nun, die zwei nächsten Tage fehlte das US-Team in der Boxengasse!

Schnelle Zeiten vergessen

Bis jetzt machte ganz klar Mercedes (wie 2014 bei der Hybrid-Einführung) den besten Eindruck, auch wenn die Bestzeiten von Antonelli und Russell weiterhin über fünf Sekunden hinter der letztjährigen Pole-Zeit in Barcelona (1:11,546 von Piastri) liegen. Mercedes dreht allein am Mittwoch 183 Runden. Aber das neue Reglement sah sowieso nie vor, dass die schmaleren, leichteren und kleineren Boliden schneller werden.

Die inoffiziellen Testzeiten am Mittwoch

1. Kimi Antonelli (Mercedes): 1:17,382 (91 Runden)

2. George Russell (Mercedes): 1:17,580 (92)

3. Lando Norris (McLaren): 1:18,725 (62)

4. Franco Colapinto (Alpine): 1:19,150 (56)

5. Oliver Bearman (Haas): 1:19,314 (42)

6. Arvid Lindblad (Racing Bulls): 1,19: 420 (111)

7. Pierre Gasly (Alpine): 1:20,413 (51)

8. Nico Hülkenberg (Audi): 1:21,010 (60)

Hinweis: Die Zeiten beruhen auf Angaben von f1ingenerale und sind nicht offiziell.

1. Kimi Antonelli (Mercedes): 1:17,382 (91 Runden)

2. George Russell (Mercedes): 1:17,580 (92)

3. Lando Norris (McLaren): 1:18,725 (62)

4. Franco Colapinto (Alpine): 1:19,150 (56)

5. Oliver Bearman (Haas): 1:19,314 (42)

6. Arvid Lindblad (Racing Bulls): 1,19: 420 (111)

7. Pierre Gasly (Alpine): 1:20,413 (51)

8. Nico Hülkenberg (Audi): 1:21,010 (60)

Hinweis: Die Zeiten beruhen auf Angaben von f1ingenerale und sind nicht offiziell.

Die Frage ist nicht neu: Warum präpariert die Formel 1 ihre neuen Autos meistens in Barcelona? Eine Strecke, die zwar alle kennen, die aber im Januar mit kaum 12 Grad und meist mit viel Regen einlädt?

Warum zuerst Barcelona?

Die Antwort ist einfach: Sollten grössere Probleme auftauchen, wie jetzt bei einigen Teams, ist das Werk in England, Italien oder der Schweiz nicht so weit weg. Mit Privatjets können Ersatzteile meist noch am gleichen Tag oder in der Nacht eingeflogen werden. Oder sogar mit dem Auto transportiert werden.

Dies wäre in der Wüste von Bahrain nicht so einfach. Da würde man im schlimmsten Fall fast zwei Tage verlieren, müsste ein neuer Frontflügel oder sogar ein ganzes Chassis die lange Reise an den Golf antreten. So sind diese Vortests über fünf Tage (von denen jedes Team nur drei nutzen darf) eben in Europa angesetzt.

Wann kommt das «Wunderauto»?

Am dritten Tag sahen wir nur sechs Autos in Aktion. Williams hatte schon lange abgesagt und jetzt endlich die nötigen Crashtests bei der FIA erfolgreich absolviert. Dafür mussten die Strukturen verstärkt werden – und jetzt soll das Auto rund 15 Kilo zu schwer sein (Mindestgewicht 770 Kilo mit Pilot). Natürlich wird auch hier dementiert.

Interessant ist jetzt nur noch die Frage, ob das «Wunderauto» des legendären Aero-Gurus Adrian Newey (67) am Donnerstag endlich auf die Strecke geht? Oder versteckt es Newey bis Bahrain? Alonso und Stroll warten ungeduldig auf ihr neues grünes Spielzeug – AM26.

Ferrari ist zufrieden, Red Bull fehlen Teile

Die Geheimniskrämerei wird auch die letzten zwei Tage in Spanien prägen. Denn kein Team lässt die Katze vor dem ersten WM-Training am 6. März in Melbourne aus dem Sack. Auch nicht bei den zwei warmen Bahrain-Tests vom 11. bis 13. und 18. bis 20. Februar. Begleitet von den Olympischen Winterspielen in Italien.

Nachdem Ferrari und Red Bull am Dienstag allein unterwegs waren, verzichteten beide Teams auf den Mittwoch. Bei Ferrari will man den «soliden Start» (Zitat Hamilton) genau untersuchen. Und Red Bull fehlten nach dem Hadjar-Crash einige Ersatzteile.

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