Sierre-Fuhrer stoppt aufmüpfiges Olten
Visper SCB-Leihgabe beendet Overtime-Krimi in der 93. Minute

In den Playoff-Halbfinals der Swiss League existiert der Heimvorteil nicht mehr. In allen vier bisherigen Spielen siegte das Auswärtsteam, in den jeweiligen Serien steht es 1:1. Sierre gewinnt in Olten 3:1, Visp besiegt La Chaux-de-Fonds mit 3:2 nach Verlängerung.
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Visp-Center Noah Fuss entscheidet die Partie in La Chaux-de-Fonds mit seinem Tor in der 93. Minute. (Archiv)
Foto: Pascal Muller/freshfocus
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Marcel AllemannReporter Eishockey

Quali-Sieger Sierre stoppt den Lauf von Olten. Der Siebte der Qualifikation hatte zuvor Thurgau in den Viertelfinals mit einem 4:1-Sieg in der Serie überrascht und in Halbfinalspiel 1 mit einem 3:2-Sieg auswärts den nächsten Coup gelandet. Sierre-Stürmer Léonardo Fuhrer hatte dann aber mal genug von den aufmüpfigen Powermäusen und wies sie vor deren Anhang (4126 Fans) mit einem Doppelpack in die Schranken.

Die Walliser kommen zu einem 3:1-Sieg und holen sich so den Heimvorteil zurück – sofern es diesen überhaupt noch gibt. Mitentscheidend ist ein umstrittenes Tor zum 2:0. Bei diesem liefern sich Olten-Verteidiger Pastori und Sierre-Stürmer Asselin vor dem Tor einen Zweikampf, bei dem Pastori ausgehebelt wird und auf seinen Goalie Rötheli fliegt. Dieser ist in der Folge handlungsunfähig und kann bei Fuhrers erstem Streich nicht mehr intervenieren. Auch die Coaches Challenge von Olten-Trainer Wohlwend ist erfolglos. Riatsch bringt mit dem Anschlusstreffer zum 1:2 die Hoffnung für die Solothurner nochmals zurück, aber Fuhrer sorgt mit dem 3:1 für Sierre wieder für klare Verhältnisse.

Eine äusserst umkämpfte Auseinandersetzung liefern sich La Chaux-de-Fonds und Visp, bei der sich Visp in der zweiten Verlängerung mit 3:2 durchsetzt. Die Neuenburger, die Spiel 1 im Oberwallis mit 4:1 zu ihren Gunsten entscheiden konnten, haben aufgrund ihrer Tiefe im Kader während der regulären Spielzeit insgesamt mehr vom Spiel. Sie gehen durch einen Sonntagsschuss von Jaquet sowie Böhler zweimal in Führung, Visp kann aber durch Gähler und Lurati jeweils wieder ausgleichen und sich in die Verlängerung retten.

Dort bietet sich den nun dominanter auftretenden Vispern durch Sandro Forrer in der 68. Minute mittels Penalty die erste grosse Chance zum Sieg, der frühere Rappi-Stürmer lässt diese aber liegen. Die 5068 Fans müssen sich bis zur 93. Minute gedulden, bis sie in diesem Thriller die Entscheidung sehen. Und diese fällt nicht so aus, wie sich dies die meisten in La Chaux-de-Fonds wünschen. SCB-Leihgabe Noah Fuss gelingt aus der Drehung heraus das 3:2 und das Break für Visp.

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Swiss League 25/26
Mannschaft
SP
TD
PT
1
HC Sierre
HC Sierre
50
103
108
2
HC Thurgau
HC Thurgau
50
38
93
3
EHC Visp
EHC Visp
50
29
93
4
HC La Chaux-de-Fonds
HC La Chaux-de-Fonds
50
23
92
5
EHC Chur
EHC Chur
50
37
91
6
EHC Basel
EHC Basel
50
28
91
7
EHC Olten
EHC Olten
50
35
75
8
GCK Lions
GCK Lions
50
0
71
9
EHC Winterthur
EHC Winterthur
50
-52
52
10
Bellinzona Snakes
Bellinzona Snakes
50
-111
34
11
EHC Arosa
EHC Arosa
50
-130
25
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