Tigers-Boss nach Pleiten-Serie
«Das setzt auch mir zu – ich kann mich nur entschuldigen»

7 Spiele. 7 Pleiten. Angespanntes Publikum. Langnau kann in der Ilfishalle einfach nicht gewinnen.
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Hängende Köpfe: Zuhause gabs für Langnau bisher nichts zu holen.
Foto: Martin Meienberger/freshfocus
Angelo Rocchinotti

Die letzte Saison aus Langnauer Sicht? Ein Debakel! 52 Spiele, 42 Pleiten, abgeschlagen Letzter. Dazu die Kritik an Trainer Rikard Franzén, der, so Captain Pascal Berger, die Zügel seines Vorgängers Heinz Ehlers zu stark gelockert habe. «Eine solche Spielzeit können wir unseren treuen Fans nicht noch einmal zumuten», meinte Präsident Peter Jakob vor der neuen Saison. Doch jetzt wirkt das Publikum angespannt wie lange nicht mehr.

Sieben Heimspiele hat das Team des neuen Trainers Jason O’Leary bisher bestritten. Und alle verloren. Und das, obwohl die Tigers anders als vor einem Jahr sämtliche vier Ausländerpositionen von Beginn an besetzt haben und Sportchef Marc Eichmann stolz verkündete, man habe wieder mehr Spieler mit Leaderqualitäten.

«Es ist verständlich, dass die Zuschauer nicht glücklich sind, wenn man einen Monat spielt und kein einziges Heimspiel gewinnt», sagt Jakob und gesteht: «Das setzt auch mir zu. Jene Personen, die uns im letzten Jahr gerettet und viel für den Klub getan haben, kehrten mit viel Freude ins Stadion zurück. Wir möchten ihnen etwas zurückgeben, können aber nicht. Das ist alles andere als befriedigend. Ich kann mich nur entschuldigen.»

Klappt es im Derby?

Vor der Pandemie strömten rund 1000 Zuschauer mehr in die Ilfishalle. Mit im Schnitt 4387 Fans pro Spiel liege man aber dennoch über den budgetierten Zahlen. «Der Zuschaueraufmarsch wurde seit dem Saisonstart nicht schlechter.»

Verrückt? Auswärts verblüfften die Tigers immer wieder, siegten in Lugano, Davos, Biel und zuletzt bei den Lions. «Das ist doch schon mal was», sagt Jakob. Weshalb es zuhause nicht klappt, kann sich weder der Präsident noch der Sportchef erklären. «Es waren bis auf das Spiel gegen die Lakers keine schlechten Auftritte», sagt Eichmann. «Falsche Entscheidungen und Undiszipliniertheiten sind die Gründe, weshalb wir immer wieder Wege in die Niederlage fanden.»

Vielleicht klappts ja heute im Derby gegen Biel. Immerhin waren die Tigers das erste Team, das die Seeländer im neunten Spiel bezwingen konnten und dem EHCB den Startrekord vermasselten. Aber eben: Auswärts.

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National League 25/26
Mannschaft
SP
TD
PT
1
HC Davos
HC Davos
52
71
117
2
HC Fribourg-Gottéron
HC Fribourg-Gottéron
52
46
100
3
Genève-Servette HC
Genève-Servette HC
52
15
91
4
ZSC Lions
ZSC Lions
52
32
91
5
HC Lugano
HC Lugano
52
30
89
6
Lausanne HC
Lausanne HC
52
18
85
7
SC Rapperswil-Jona Lakers
SC Rapperswil-Jona Lakers
52
-4
81
8
EV Zug
EV Zug
52
-19
75
9
SC Bern
SC Bern
52
-10
68
10
EHC Biel
EHC Biel
52
-22
67
11
SCL Tigers
SCL Tigers
52
-7
64
12
EHC Kloten
EHC Kloten
52
-26
63
13
HC Ambri-Piotta
HC Ambri-Piotta
52
-49
59
14
HC Ajoie
HC Ajoie
52
-75
42
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