Zum Trainerwechsel in Zürich
Crawford ist Leuenbergers letzte Chance

In Zürich bezahlt der Trainer die Zeche, Sportchef Leuenberger darf trotz durchwachsener Bilanz einen Nachfolger suchen.
Kommentieren
1/6
Lions-Sportchef Sven Leuenberger: In Zürich ziemlich erfolglos.
Foto: Sven Thomann
RMS_Portrait_AUTOR_504.JPG
Dino KesslerLeiter Eishockey-Ressort

Der Rettungsanker. Die letzte Patrone, und die muss sitzen. Sven Leuenberger durfte als überschaubar erfolgreicher Sportchef eines vor seiner Zeit ziemlich erfolgreichen Klubs nochmals einen Trainer suchen.

Streng nach den Gesetzen der Leistungskultur hätte er keine weitere Chance verdient. In seiner sechsten Saison als Sportchef blickt er auf drei gescheiterte Trainer (Aubin, Del Curto, Grönborg), einen Meistertitel (mit der Mannschaft seines Vorgängers) und eine spektakulär vergeigte Finalserie zurück. Die Diskussionen um die Verweigerung des Konzepts der Nachwuchsintegration verfolgen Leuenberger seit seinem Amtsantritt, begleitet von Gerüchten über fehlende Distanz und angespannte Beziehungen zu seinen Trainern.

«
«Leuenberger war schon in seiner Zeit beim SC Bern stets aufs Ganze gegangen.»
Dino Kessler, Leiter Eishockey Blick
»

Leuenberger war schon in seiner Zeit beim SC Bern stets aufs Ganze gegangen, eine Strategie, die in Bern aufgrund der wirtschaftlichen Ausrichtung und einer wenig tragfähigen Nachwuchsbewegung alternativlos war. Die Rechnung begleichen heute seine Nachfolger.

Die ZSC Lions wissen mit seiner Philosophie bisher nicht viel anzufangen, zahlreiche kostspielige Topspieler, scheinbar beliebig verpflichtet, deuten auf eine einfache Rechnung hin: Eine gute Mannschaft ist einfach nur die Summe ihrer Einzelteile. Ein Konzept, das im Profisport nicht breit abgestützt ist. Marc Crawford muss nun den Gegenbeweis antreten, der Titel ist Pflicht. Eine weitere Chance wird Leuenberger nicht bekommen.

Externe Inhalte
Möchtest du diesen ergänzenden Inhalt (Tweet, Instagram etc.) sehen? Falls du damit einverstanden bist, dass Cookies gesetzt und dadurch Daten an externe Anbieter übermittelt werden, kannst du alle Cookies zulassen und externe Inhalte direkt anzeigen lassen.
National League 25/26
Mannschaft
SP
TD
PT
1
HC Davos
HC Davos
46
61
102
2
HC Fribourg-Gottéron
HC Fribourg-Gottéron
47
42
88
3
HC Lugano
HC Lugano
46
34
81
4
ZSC Lions
ZSC Lions
46
27
80
5
Genève-Servette HC
Genève-Servette HC
46
3
77
6
Lausanne HC
Lausanne HC
46
21
76
7
SC Rapperswil-Jona Lakers
SC Rapperswil-Jona Lakers
46
-14
67
8
EV Zug
EV Zug
46
-16
67
9
SC Bern
SC Bern
46
-4
64
10
SCL Tigers
SCL Tigers
46
4
64
11
EHC Biel
EHC Biel
46
-22
59
12
EHC Kloten
EHC Kloten
46
-23
53
13
HC Ambri-Piotta
HC Ambri-Piotta
46
-44
52
14
HC Ajoie
HC Ajoie
47
-69
39
Playoffs
Qualifikationsspiele
Relegation Play-Offs
Was sagst du dazu?
Heiss diskutiert
    Meistgelesen