Servette fehlt noch ein Sieg
Tömmernes: «Ich hoffe, nie mehr in Genf zu spielen»

Henrik Tömmernes wird Servette am Ende der Saison verlassen. Hat er sein letztes Spiel in Genf gespielt? Er wünscht es sich auf jeden Fall, denn wenn Genf am Dienstag in Biel gewinnt, ist er Meister.
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Henrik Tömmernes lässt sich von den Fans feiern.
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Grégory Beaud

Am Samstagabend, etwa 30 Minuten nach Spielschluss nach dem glorreichen 7:1-Sieg in Finalspiel 5 gegen Biel, nimmt sich Henrik Tömmernes Zeit, zahlreiche Trikots der überglücklichen Kinder zu signieren. Die Nummer 7 von Servette geniesst diesen Moment. Sonst wirkt er immer so ruhig und besonnen, aber dieser Moment scheint ihn zu rühren.

War Servettes samstägliche Gala der letzte Auftritt von «King Henrik» in Les Vernets? Im Falle eines weiteren Sieges am Dienstag im Seeland wäre dies der Fall. «Ich versuche nicht so zu denken, aber es ist klar, dass ich jeden Moment dieses Spiels genossen habe», sagt er.

Servette gegen desaströses Biel im Torrausch
6:05
Genf-Servette – EHC Biel 7:1:Servette gegen desaströses Biel im Torrausch

Die Tatsache, dass das Spiel schon vorbei war, ermöglicht es ihm, die Atmosphäre wirklich aufzusaugen. «Es ist komisch, das so zu sagen, aber ich hoffe wirklich, dass ich nie wieder in Les Vernets spielen werde», grinst er. «Denn das würde bedeuten, dass wir am Dienstag den Titel gewinnen.» Scherzhaft fügt er hinzu: «Und sollte ich eines Tages dennoch nach Genf zurückkehren, hat der Verein dann vielleicht auch ein anderes Stadion.»

Schon seinen ersten Titel holte er auswärts

Auch wenn die Stimmung nach dem klaren Erfolg gut ist, weiss Servettes Starverteidiger, dass dieses 7:1 letztlich nicht mehr wert ist als ein 1:0. Der 32-jährige schwedische Verteidiger hat bereits mehrere Playoff-Serien erlebt, darunter auch einen Titelgewinn mit Frölunda 2016. «Das sind besondere Momente in einer Karriere», stellt er klar. «Ich erinnere mich noch gut an die entscheidenden Momente während dieser Serie und daran, wie wichtig es war, nicht übermütig zu werden.» Mit Gedanken an den Titelgewinn in Schweden sagt er: «In der Mannschaft hatte ich das Glück, auf Joel Lundqvist zählen zu können, der ein hervorragender Anführer war. Wir konnten uns auf seine Erfahrung verlassen, um in heissen Phasen die Ruhe zu bewahren.»

«Hauptsach, mir hend eis Goal meh uf dere huere Tafele da obe»
1:24
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Damals hatte Tömmernes den Titel auswärts auf dem Eis von Skelleftea gewonnen. Selbiges nun in der Bieler Tissot Arena zu wiederholen, ist das Ziel. «Die gesammelten Erfahrungen sollen mir dabei helfen, konzentriert zu bleiben», fährt er fort. «Ich weiss, dass wir eine Gruppe mit vielen Spielern sind, die solche Situationen bereits erlebt haben. Und auch ich werde versuchen, etwas von meinem Erfahrungsschatz einzubringen.»

National League 25/26
Mannschaft
SP
TD
PT
1
HC Davos
HC Davos
38
45
81
2
HC Fribourg-Gottéron
HC Fribourg-Gottéron
38
29
69
3
Lausanne HC
Lausanne HC
38
30
68
4
HC Lugano
HC Lugano
37
27
65
5
Genève-Servette HC
Genève-Servette HC
38
4
65
6
ZSC Lions
ZSC Lions
37
19
61
7
SC Rapperswil-Jona Lakers
SC Rapperswil-Jona Lakers
37
-8
58
8
EV Zug
EV Zug
36
-7
56
9
SCL Tigers
SCL Tigers
37
3
51
10
SC Bern
SC Bern
37
-11
47
11
EHC Biel
EHC Biel
37
-16
46
12
EHC Kloten
EHC Kloten
37
-17
46
13
HC Ambri-Piotta
HC Ambri-Piotta
37
-38
41
14
HC Ajoie
HC Ajoie
38
-60
29
Playoffs
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