SCB-Stürmer war 3-mal überzählig
Darf Problem-Bär(tschi) wieder ran?

Sven Bärtschi kehrte nach zehn Jahren als Hoffnungsträger in die Schweiz zurück, enttäuschte aber und erhielt eine Denkpause. Beim SCB hofft man nun auf eine Reaktion.
Publiziert: 14.02.2023 um 13:26 Uhr
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Darf Sven Bärtschi am Dienstag in Ambri wieder für den SCB auflaufen?
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Stephan RothStv. Eishockey-Chef

Es war ein drastischer Entscheid, den SCB-Coach Toni Söderholm vor der Nati-Pause fällte, als er Sven Bärtschi auf die Tribüne verbannte. Schliesslich ist die Rede von einem ehemaligen NHL-Stürmer, der als Königstransfer in die Schweiz zurückgekehrt war.

Es war ein Zeichen – sonst hätte man auch flunkern können, der Star sei angeschlagen. «Die Unterstützung von uns ist da. Wir wissen, was wir an Sven haben. Gemeinsam müssen wir eine Lösung finden, damit er besser spielt. Dramatischer ist es nicht», sagte Söderholm beschwichtigend.

Obwohl das erste Spiel ohne Bärtschi, das 1:4 zu Hause gegen Lausanne, ein Schlag ins Gesicht für alle war, die es mit dem SCB halten, blieb der 30-Jährige dann auch gegen Biel (4:0) und in Kloten (2:3) überzählig draussen.

Seit Saisonbeginn kämpfte der Oberaargauer mit seiner Form. In 34 Spielen erzielte er nur vier Tore. Das mag eine ansprechende Ausbeute für einen Hinterbänkler sein, nicht aber für einen, den man für die Top-Linie geholt hat und entsprechend bezahlt. «Ich habe schon andere Erwartungen an mich», sagte denn auch Bärtschi.

«Ich bin gespannt auf Bärtschis Reaktion»

Bei der Suche nach der Ursache für Bärtschis enttäuschenden Auftritte wurde man bald bei der mangelnden Fitness fündig. Der Mann, der die letzten zehn Jahre in Nordamerika verbracht hatte, ist nicht austrainiert. Dazu haben auch Verletzungsprobleme in der Vorbereitung beigetragen. Deshalb schiebt Bärtschi, der sich derzeit nicht zu seiner Situation äussern möchte, schon länger Sonderschichten mit Konditionstrainer Steven Lingenhag.

Weil sich körperliche Defizite aber nebenher nur bedingt aufholen lassen, hofft man beim SCB, Bärtschi im Sommer wieder auf Vordermann bringen zu können.

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Schon am Dienstag beim Strichkampf in Ambri dürfte er ins Team zurückkehren. Wie Captain Simon Moser, der seine Knöchelverletzung überstanden hat. Fraglich ist der Einsatz von Thierry Bader, der sich in der Nati aber nicht schwerwiegend verletzt hat. «Ich bin gespannt auf Bärtschis Reaktion», sagt Sportchef Andrew Ebbett. Nicht nur er.

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