Brendan Lemieux schwärmt im Interview nach Hattrick
1:43
«Ich liebe Davos»:Brendan Lemieux schwärmt im Interview nach Hattrick

Roundup der Freitagsspiele
Bern verliert Play-In-Platz an Kantonsrivalen

In den Freitagsspielen haben Biel und der HCD Grund zu jubeln. Die Davoser schlagen Lausanne – auch dank eines Hattricks von Lemieux – deutlich. Biel überholt den SCB, der gegen Ambri verliert.
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Der SCB bringt in 65 Minuten gegen Ambri kein Tor zustande.
Foto: Claudio de Capitani/freshfocus

Bern – Ambri 0:1 n.P.

Altmeister Bürgler im Penaltyschiessen eiskalt
2:57
SC Bern – Ambri 0:1 n.P.Altmeister Bürgler im Penaltyschiessen eiskalt

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Kein Berner Marsch, keine Choreo und keine Gesänge vor der Partie. Das Spiel steht im Zeichen des nationalen Trauertages nach der Tragödie von Crans-Montana und wird mit einer bewegenden Schweigeminute eröffnet. Danach ist drin, was draufsteht: Strichkampf.

Die Angst regiert. Beide Teams meiden das Risiko wie der Teufel das Weihwasser. Das heisst aber nicht, dass keine Fehler passieren. So ermöglicht ein Bock von Kreis Ambris Kanadier Formenton die Chance zum Führungstreffer. Später kommen auch De Luca im Powerplay und DiDomenico, Ambris Topskorer mit nur drei Saisontoren, zu sehr guten Möglichkeiten. Doch SCB-Goalie Reideborn lässt sich nicht bezwingen.

Die Berner haben auch einige Möglichkeiten, können aber ihren ehemaligen Keeper Wüthrich nicht überwinden. In der Schlussphase, als sich das Heimteam durchringt, das Angsthasen-Hockey über Bord zu werfen und doch noch mit Nachdruck ein Tor anzustreben, küsst der Puck zweimal den Pfosten.

«Wünsch dir was!» von den Toten Hosen dröhnt über den Lautsprecher. Doch der Wunsch der Fans wird nicht erfüllt. Auch in der Overtime nicht, als der SCB in Überzahl spielen kann und Ehlers seine drei ausländischen Stürmer Merelä, Aaltonen und Ejdsell zwei Minuten durchspielen lässt. Ein Himmelreich für ein Tor!

Im Penaltyschiessen ist es dann endlich soweit. De Luca und Bürgler versenken die ersten Versuche für Ambri. Und weil alle Berner scheitern, holen sich die Tessiner den Sieg. Der SCB verliert derweil nach vier Siegen erstmals ein Penaltyschiessen, fällt wieder unter den Strich und erntet Pfiffe. Am Samstag geht es in Biel mit dem nächsten Strich-Duell weiter.

Fans: 15’087

Tore: -

Penaltyschiessen: De Luca 0:1, Ejdsell -; Bürgler 0:2, Aaltonen -; Jolly -, Lehmann -; DiDomenico -, Häman Aktell -.

Davos – Lausanne 5:1

Gredig trocknet Vouardoux bei seinem Solo-Tor ab
4:17
HC Davos – Lausanne HC 5:1:Gredig trocknet Vouardoux bei seinem Solo-Tor ab

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Davos gewinnt das Spitzenspiel gegen Lausanne mit 5:1. Die Bündner holen damit nach der kleinen Baisse nach dem Spengler-Cup-Triumph den zweiten Sieg im vierten Spiel im neuen Jahr. 13 Runden vor Schluss führt das Team von Trainer Josh Holden die Tabelle mit 13 Punkten vor Fribourg an. Lausanne kämpft nach der dritten Pleite in Serie dahinter um Position zwei – der Abstand auf Platz sieben beträgt aber nur sieben Zähler. 

Der HCD ist von Beginn weg das gefährlichere Team. Zur ersten Pause steht es verdient 1:0. Die besondere Geschichte zum Führungstor: Aggressivleader Lemieux, der einen Schuss von Barandun geschickt ins Tor ablenkt, trifft im sechsten Ligaspiel in Folge. Nach drei Assists auf dem Weg zum Sieg am Spengler Cup, macht er seit dem Jahreswechsel wieder mit dem Toreschiessen ernst. Assists verbuchte er in all diesen Partien nicht. 

Im zweiten Abschnitt erhöht Zadina auf 2:0. Der HCD-Topskorer fasst sich ein Herz und trifft aus mittlerer Distanz mit einem Handgelenkschuss unter die Latte – eine starke Aktion des Tschechen. Auch das 3:0 fällt nach einer starken Einzelaktion. Youngster Gredig zieht aus der eigenen Zone mit Tempo los und trifft ansatzlos in die weite rechte Ecke. 

Aber das Schlussdrittel hat eine neue Wendung parat. Statt nur einem Tor trifft der HCD dreimal. Lemieux markiert den Hattrick. Der Kanadier steht vor dem Tor zweimal goldrichtig. Zunächst stochert er einen Abpraller seines eigenen Schusses über die Linie, dann verwertet er eine Vorlage von Asplund aus nächster Distanz. Damit trifft Lemieux in seiner Tor-Serie erstmals mehrfach in einem Spiel. 

Und auch Lausanne sorgt noch für einen Höhepunkt. Baragano bezwingt HCD-Goalie Hollenstein per Buebetrickli zum zwischenzeitlichen 1:4. Nützen tuts am Ende nichts. 

Fans: 6547

Tore: 14. Lemieux (Barandun, Asplund) 1:0. 38. Zadina (Barandun, Fora) 2:0. 47. Gredig 3:0. 52. Lemieux 4:0. 54. Baragano 4:1. 59. Lemieux (Asplund) 5:1. 

Ajoie – Biel 1:2

Andersson-Buebetrickli bringt Biel Big Points
2:42
HC Ajoie – EHC Biel 1:2:Andersson-Buebetrickli bringt Biel Big Points

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Biel punktet im Strichkampf erneut. Nach dem überraschenden 4:3-Sieg nach Penaltyschiessen gegen Leader Davos holen die Seeländer den Pflichtsieg bei Schlusslicht Ajoie – müssen dabei aber lange zittern. Weil der SCB parallel gegen Ambri nur einen Punkt holt, überholt Biel den Kantonsrivalen und steht 14 Runden vor Saisonende auf Play-In-Platz zehn. 

Die Bieler haben in Pruntrut in einem ereignisarmen Startdrittel durch Andersson, der der Verteidigung entwischt und im Eins gegen Eins an Goalie Ciaccio scheitert, die beste Chance in den ersten 20 Minuten. Das Heimteam kommt nach dem ersten Seitenwechsel etwas besser in die Partie, muss dann aber bald doch den ersten Gegentreffer hinnehmen. Huuhtanen lässt Ciaccio mit einer Täuschung aussteigen und schiebt zur Bieler Führung ein – das erste Tor im sechsten Spiel auf Schweizer Eis für den 22-jährigen Finnen.

Allzu lange hält diese aber nicht. Zunächst trifft Hazen bei angezeigter Strafe im sechs gegen fünf nur die Latte, dann trifft Devos im Powerplay, nachdem die Strafe ausgesprochen wurde. Biel-Keeper Säteri schiebt die Scheibe unglücklich selbst über die Linie. 

Nach einem Wechselfehler kann Ajoie bald erneut in Überzahl agieren, bleibt dieses Mal aber torlos. Und so sorgt Andersson auf der anderen Seite für die erneute Führung. Der Schwede trifft frech per Buebetrickli. 

Im Schlussdrittel stemmt sich der Tabellenletzte bis zum Schluss gegen die Niederlage, doch Säteri lässt sich kein zweites Mal überwinden. 

Fans: 5021

Tore: 25. Huuhtanen (Neuenschwander) 0:1. 34. Devos (Hazen, Sopa) 1:1. 38. Andersson (Sever) 1:2. 

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National League 25/26
Mannschaft
SP
TD
PT
1
HC Davos
HC Davos
39
49
84
2
HC Fribourg-Gottéron
HC Fribourg-Gottéron
39
30
71
3
Lausanne HC
Lausanne HC
39
26
68
4
Genève-Servette HC
Genève-Servette HC
39
5
67
5
HC Lugano
HC Lugano
38
26
66
6
ZSC Lions
ZSC Lions
37
19
61
7
SC Rapperswil-Jona Lakers
SC Rapperswil-Jona Lakers
38
-7
61
8
EV Zug
EV Zug
37
-8
57
9
SCL Tigers
SCL Tigers
38
2
51
10
EHC Biel
EHC Biel
38
-15
49
11
SC Bern
SC Bern
38
-12
48
12
EHC Kloten
EHC Kloten
37
-17
46
13
HC Ambri-Piotta
HC Ambri-Piotta
38
-37
43
14
HC Ajoie
HC Ajoie
39
-61
29
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