Roundup der 45. NL-Runde
Davoser kommen gegen die Lakers zum viertem Sieg in Serie

Nach der Niederlagen-Serie setzt SCRJ-Trainer Lundskog Topskorer Strömwall auf die Tribüne. Der HC Ambri-Piotta feiert im Tessinerderby einen emotionalen 3:2-Erfolg gegen Lugano und Fribourg dominiert Genf-Servette.
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Im ersten Drittel jubeln nur die Rapperswil-Jona Lakers.
Foto: keystone-sda.ch

SCRJ Lakers – Davos 3:4

Stransky-Hammer leitet Wende ein
4:33
SCRJ Lakers – Davos 3:4:Stransky-Hammer leitet Wende ein

Die Lakers drohen langsam aber sicher den Anschluss an die Top6 zu verpassen. Dabei haben sie vor zehn Runden vom 4. Platz gegrüsst. Doch mit sechs Pleiten aus den letzten acht Partien manövrieren sie sich in den Strichkampf.

Aufgrund dieses Sinkflugs hat SCRJ-Trainer Lundskog reagiert: Gegen Davos verbannt er Topskorer Strömwall unter die Wolldecke. Der Schwede ist überzählig, nachdem er seit acht Spielen – oder seit kurz vor der Vertragsunterzeichnung beim ZSC – auf ein Tor wartet. Sein letzter Treffer ist der Gamewinner gegen Ajoie (3. Januar).

Ohne ihn machen die Lakers gegen den Leader zunächst mächtig Druck. Jensen trifft zur Führung, indem er beim Vorstoss Kollege Rask für einen Pass anvisiert und damit HCD-Goalie Hollenstein erfolgreich täuscht. Die Top-Chancen der Davoser sind überschaubar. Sie drehen das Spiel, weil SCRJ-Verteidiger Larsson in zwei Szenen nicht auf der Höhe ist. Beim Ausgleichstreffer vergisst er vor Keeper Punnenovs, dass HCD-Topskorer Stransky noch hinter ihm steht. Dessen Powerplay-Tor sieht er dann von der Strafbank aus, weil er den Tschechen ungeschickt gelegt hat. Stransky ist kürzlich in den Gerüchte-Fokus gerückt, weil Medien aus seiner Heimat eine Rückkehr ankünden – trotz Vertrag bis 2027. Er antwortet darauf mit Toren, der HCD kommentiert Spekulationen nicht.

Weil Larsson auf seinen Ausgleichstreffer noch eine fatale Strafe folgen lässt und Capaul den Puck leichtfertig vom Stock gibt, verlieren die Lakers das Spiel doch noch. Sie schnuppern zwar an der Wende mit hochkarätigen Chancen in den Schlusssekunden mit zwei Mann mehr, doch die Zeit läuft ihnen genau so davon wie der Vorsprung auf ihre Play-In-Konkurrenten schmilzt.

Fans: 6025
Tore: 5. Jensen 1:0. 26. Stransky (Lemieux, Andersson) 1:1. 37. Stransky (Andersson/PP) 1:2. 46. Larsson (Maillet/PP) 2:2. 53. Nussbaumer (Kessler/PP) 2:3. 55. Zadina (Andersson) 2:4. 57. Jensen (Honka, Larsson) 3:4.

HC Ambri-Piotta – HC Lugano 3:2

Simion-Anschlusstreffer kommt für Lugano gegen Ambri zu spät
2:55
Ambri-Piotta – HC Lugano 3:2:Simion-Anschlusstreffer kommt für Lugano gegen Ambri zu spät

Der HC Ambri-Piotta gewinnt das Tessiner Derby gegen den HC Lugano mit 3:2 und feiert damit einen geglückten Einstand von Neucoach Jussi Tapola – ausgerechnet gegen den Erzrivalen. In der Gottardo Arena zeigt Ambri über weite Strecken eine leidenschaftliche und dominante Leistung und revanchiert sich für die klare 1:5-Niederlage von vor zwei Monaten.

Die Partie beginnt turbulent. Ambri übersteht zu Beginn vier Minuten Unterzahl unbeschadet und schlägt kurz darauf eiskalt zu: DiDomenico zieht in die Zone und bedient Müller, der früh zur 1:0-Führung trifft. Die Freude währt jedoch nur kurz, denn Luganos Emanuelsson gleicht nur eine Minute später mit einem platzierten Handgelenkschuss wieder aus. Das Startdrittel bleibt ausgeglichen, beide Teams begegnen sich auf Augenhöhe.

Im zweiten Abschnitt übernimmt Ambri klar das Kommando. Mit hohem Tempo und aggressivem Forechecking schnüren die Biancoblu den Rivalen immer wieder ein. Der verdiente Lohn folgt in der 24. Minute: Nach einem herrlichen Querpass von Terraneo vollendet DiDomenico sehenswert zum 2:1. Ambri drückt weiter, scheitert aber mehrfach am starken Schlegel und an der eigenen Effizienz. Die Führung fällt zur zweiten Pause eher zu knapp aus.

Im Schlussdrittel verwaltet Ambri die Führung mit viel Disziplin, während Lugano zunehmend Druck aufbaut. Zwei Minuten vor Schluss wird der Mut der Leventiner belohnt: Formenton trifft ins leere Tor zum 3:1. Zwar kommt Lugano 30 Sekunden vor Schluss durch Simion nochmals heran, doch der Ausgleich bleibt aus – auch weil Simion nach dem Timeout die Riesenchance vergibt.

Mit dem Sieg holt Ambri drei enorm wichtige Punkte, überholt den EHC Kloten und verlässt den vorletzten Tabellenrang. Für Tapola ist es ein Start nach Mass.

Fans: 6'775
Tore: 5. Müller Miles (DiDomenico) 1:0; 6. Emanuelsson (Müller) 1:1; 24. DiDomenico (Terraneo, Formenton) 2:1; 58. Formenton (DiDomenico/EN, GWG) 3:1; 60. Simion (Thürkauf) 3:2.

Genf-Servette – Fribourg-Gottéron 3:5

Servette-Goalie Mayer wirft die Scheibe ins eigene Tor
3:15
Servette – Fribourg 3:5:Servette-Goalie Mayer wirft die Scheibe ins eigene Tor

Fribourg-Gottéron startet im Romand-Derby in Genf explosiv und führt nach nur 20 Minuten bereits mit 4:1. Die Gäste übernehmen von Beginn weg das Spieldiktat, setzen Servette mit aggressivem Spiel unter Druck und lassen den Hausherren kaum Zeit für geordneten Spielaufbau. Bereits in der 5. Minute erzielt Biasca die Führung für Fribourg, nachdem Sprunger den Weg zum Tor freimacht. Servette antwortet umgehend: Manninen lenkt Bozons Schuss entscheidend ab – 1:1. Doch Fribourg bleibt unbeeindruckt. Rattie trifft unglücklich auf Mayer, dessen Fanghand die Scheibe durchrutscht, ins Tor – 1:2. In Unterzahl erhöht Bertschy auf 1:3, bevor Borgström kurz vor Drittelende auf 1:4 stellt. Ein bitterer Auftakt für Servette, das die erste Pause mit grossem Rückstand erreicht.

Im zweiten Drittel fallen keine Tore. Servette steigert sich, übernimmt phasenweise das Spiel, bleibt offensiv aber zu wenig zwingend. Fribourg verteidigt kompakt und übersteht alle Unterzahlphasen ohne Gegentor. Zahlreiche Strafen prägen den Mittelabschnitt, darunter eine kurze fünf-gegen-drei-Situation für die Gäste, die jedoch harmlos bleibt.

Im Schlussdrittel zeigt Servette nochmals Moral. Verboon trifft zum 2:4, Bozon später zum 3:5 – doch die Aufholjagd kommt zu spät. Fribourg kontrolliert das Geschehen und sichert sich in der 58. Minute mit einem Empty-Netter von Bertschy den 5:2-Endstand, bevor Servette den letzten Treffer erzielt.

Mit dem Sieg hat Fribourg-Gottéron nun 86 Punkte auf dem Konto und festigt den zweiten Tabellenplatz hinter dem HC Davos. Servette bleibt trotz Kampfgeist auf Rang vier mit 77 Zählern, knapp hinter Lugano. Nach der letzten Direktbegegnung in Fribourg, die Servette mit 5:2 gewann, revanchieren sich die Drachen nun eindrucksvoll und bestätigen ihre beeindruckende Form.

Fans: 7'135
Tore: 5. Biasca (Sprunger) 0:1; 7. Manninen (Bozon, Praplan) 1:1; 8. Rattie 1:2; 16. Bertschy (Borgström/SH) 1:3; 19. Borgström (Biasca) 1:4; 50. Verboon (Miranda) 2:4; 58. Bertschy (EN) 2:5; 60. Bozon (Akeson) 3:5.

National League 25/26
Mannschaft
SP
TD
PT
1
HC Davos
HC Davos
44
57
96
2
HC Fribourg-Gottéron
HC Fribourg-Gottéron
45
44
86
3
HC Lugano
HC Lugano
45
30
78
4
ZSC Lions
ZSC Lions
44
25
77
5
Genève-Servette HC
Genève-Servette HC
45
7
77
6
Lausanne HC
Lausanne HC
45
18
73
7
EV Zug
EV Zug
44
-15
64
8
SC Rapperswil-Jona Lakers
SC Rapperswil-Jona Lakers
45
-17
64
9
SC Bern
SC Bern
44
-8
61
10
SCL Tigers
SCL Tigers
45
1
61
11
EHC Biel
EHC Biel
44
-17
58
12
HC Ambri-Piotta
HC Ambri-Piotta
45
-41
52
13
EHC Kloten
EHC Kloten
44
-23
50
14
HC Ajoie
HC Ajoie
45
-61
39
Playoffs
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