Round-up der National League vom 2. Januar
HCD büsst für Spengler-Cup-Effort – SCB löst Ajoie-Rätsel

Der Spengler-Cup-Marathon fordert beim HCD seinen Tribut – er unterliegt bei Kloten 1:4. Auch die ZSC Lions verlieren gegen Servette, während der SCB seinen Ajoie-Komplex überwindet.
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Davos verliert das erste Spiel nach dem Triumph am Spengler Cup – die Bündner unterliegen auswärts Kloten 1:4.
Foto: keystone-sda.ch

Kloten – Davos 4:1

Aeschlimann lässt Gignac-Schuss ins 2026 durchrutschen
4:24
EHC Kloten – HC Davos 4:1:Aeschlimann lässt Gignac-Schuss ins 2026 durchrutschen

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«Wir haben sowieso schon nicht so viel Energie – wir müssen aufhören, Strafen zu nehmen», klagt HCD-Stürmer Simon Knak in der zweiten Pause gegenüber Mysports. Die Davoser, die sich beim Spengler Cup die volle Packung mit fünf Spielen innerhalb von viereinhalb Tagen inklusive Titel gegeben haben, machen sich das Leben in Kloten zusätzlich schwer.

Klas Dahlbeck sitzt jeweils draussen, als Kloten im Mitteldrittel durch Max Lindroth zum 1:0 und durch Keanu Derungs zum 2:0 trifft. Immerhin aus Sicht des National-League-Leaders, bei dem die Teamstützen Michael Fora, Enzo Corvi und Matej Stransky als überzählige Spieler fehlen: Brendan Lemieux verkürzt fünf Sekunden vor dem zweiten Seitenwechsel in Überzahl.

Die Gäste aus dem Landwassertal bleiben zwar im Schlussdrittel von der Strafbank fern, jedoch können sie das Blatt nicht mehr wenden. Im Gegenteil: Tyler Morley und Brandon Gignac entscheiden mit ihren Treffern die Partie zu Gunsten der Zürcher Unterländer. HCD-Goalie Sandro Aeschlimann sieht bei Gignacs Schuss aus einigermassen spitzem Winkel nicht gut aus.

Fans: 7161.
Tore: 21. Lindroth (Simic, Leino/PP) 1:0. 35. Derungs (Gignac, Meyer/PP) 2:0. 40. Lemieux (Tambellini, Ryfors/PP) 2:1. 42. Morley (Derungs, Smirnovs) 3:1. 47. Gignac 4:1.

Servette – ZSC Lions 5:3

Baechler zum Jahresstart mit Backhand-Kunststück
3:04
Servette – ZSC Lions 5:3:Baechler zum Jahresstart mit Backhand-Kunststück

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Es ist eine alte Leier im neuen Jahr. Die ZSC Lions zeigen eigentlich ein gutes Auswärtsspiel, belohnen sich dafür aber nicht und stehen am Ende mit leeren Händen da. Im Kampf um die direkte Playoff-Qualifikation wird dies für den Meister immer mehr zum Problem. Servette gewinnt damit auch das dritte Spiel diese Saison gegen Zürich. Die erspielten neun Punkte gegen einen direkten Konkurrenten im Kampf um einen Platz an der Sonne, könnten für die Westschweizer Gold wert sein.

Die 6696 Fans sehen eine ausgeglichene Startphase – und trotzdem führen die Genfer nach 20 Minuten mit 2:0. Im Powerplay drückt Vesey den Puck zur Führung über die Linie, beim 2:0 lenkt Riedi einen eigentlich missglückten Schuss von Jooris unglücklich ins eigene Tor ab. Doch der ZSC ist in der Lage, die Kadenz zu erhöhen und gleicht die Partie bis zur 30. Minute wieder aus. Balcers reagiert nach einem Puck-Abpraller an der Bande am schnellsten und anschliessend gelingt Baechler ein Kunststück, indem er backhand zum 2:2 trifft.

Es ist dann ZSC-Keeper Zumbühl, der den erkrankten Stammgoalie Hrubec zwischen den Pfosten ersetzt und mit einer missglückten Aktion die neuerliche Genfer Führung ermöglicht. Zumbühl kann einen Schuss von Le Coultre nicht behändigen. Für den eine bärenstarke Saison spielenden Genfer Nati-Verteidiger ist es bereits das zehnte Tor in dieser Spielzeit. Ein heftiger Zürcher Eigenfehler ist anschliessend auch für das 4:2 verantwortlich. Gruber will mit einem zu risikoreichen Pass Schwendeler anspielen, der läuft dem Puck nicht entgegen – dafür aber Manninen, der profitiert und trifft.

Riedi, dieses Mal mit einem Ablenker ins richtige Tor nach einem Malgin-Schuss, sorgt zwar nochmals für den Anschluss. Doch die zuvor eingehandelte Hypothek wiegt zu schwer – Puljujärvi macht mit dem 5:3 ins leere Tor alles klar. Vor dem Samstags-Heimspiel gegen Lausanne steht der ZSC damit bereits wieder massiv unter Druck. Um zum Jahresanfang nicht gleich in Teufels Küche zu geraten, muss ein Sieg her.

Fans: 6696.
Tore: 4. Vesey (Manninen, Puljujärvi/PP) 1:0. 20. Jooris (Berni) 2:0. 22. Balcers (Grant, Marti) 2:1. 30. Baechler (Frödén) 2:2. 35. Le Coultre (Granlund, Miranda) 3:2. 51. Manninen 4:2. 54. Riedi (Malgin) 4:3. 60. Puljujärvi (Granlund) 5:3 (ins leere Tor).

ZSC-Captain Geering schiesst Genf-Pendant Rod vom Eis
0:47
Schmerzhafter Einsatz:ZSC-Captain Geering schiesst Genf-Pendant Rod vom Eis

Ajoie – Bern 3:4

SCB-Ejdsell erwischt Ciaccio in der nahen Ecke
2:57
HC Ajoie – SC Bern 3:4:SCB-Ejdsell erwischt Ciaccio in der nahen Ecke

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Nachdem der SCB in den beiden ersten Saisonduellen gegen Ajoie Blamagen einstecken musste, sieht man der Mannschaft von Heinz Ehlers an, dass sie sich fürs neue Jahr viel vorgenommen hat. Schon nach wenigen Sekunden hat Victor Ejdsell das 1:0 auf dem Stock. Weitere Möglichkeiten folgen, doch es bleibt beim 0:0.

Nach der ersten Pause sieht es dann aber so aus, als ob der Preis für die am schnellsten beendeten Neujahrsvorsätze an die Berner gehen würde. Die Jurassier, die im ersten Drittel gerade mal drei Schüsse aufs Tor von Adam Reideborn gebracht haben, sind jetzt auch im Jahr 2026 angekommen und legen entschlossen los. Christophe Cavalleri bringt Ajoie mit seinem ersten Saisontor in Führung, als er per Abstauber trifft. Und es kommt noch schlimmer für die Berner: Jonathan Hazen erhöht nach einer herrlichen Aktion von Antoni Honka. Nach einer schönen Vorarbeit von Marc Marchon kann Alain Graf aber verkürzen.

Ehlers stellt darauf seine Sturmreihen um. So rückt Topskorer Waltteri Merelä in die Linie mit Ejdsell und Miro Aaltonen. So hat der SCB, bei dem man befürchtet, dass der Schwede Emil Bemström sechs bis acht Wochen ausfallen wird, wieder einen Ausländer-Sturm. Und genau der sorgt im Schlussdrittel für die Wende. Aaltonen und Ejdsell setzen sich im Bandenkampf durch und Letzter bedient Merelä mustergültig. Der Finne lässt sich nicht zweimal bitten. Wenig später hat Merelä alleine vor Damiano Ciaccio die nächste Chance, vergibt sie aber.

Dafür trifft Ejdsell zweieinhalb Minuten vor Schluss. Er erwischt mit seinem Schuss Goalie Ciaccio in der nahen Ecke. Weil Ramon Untersander kurz darauf ins leere Tor trifft, können die Berner das Gegentor durch Jerry Turkulainen verkraften und reihen zum ersten Mal in dieser Saison drei Siege aneinander. Für einmal kommen sie gegen Ajoie mit dem Schrecken davon.

Fans: 5276.
Tore: 25. Cavalleri (Berthoud, Cormier) 1:0. 36. Hazen (Honka, Bozon) 2:0. 37. Graf (Marchon, Loeffel) 2:1. 51. Merelä (Ejdsell, Aaltonen) 2:2. 58. Ejdsell (Merelä, Loeffel) 2:3. 59. Untersander 2:4 (ins leere Tor). 60. Turkulainen (Honka, Nättinen/ohne Goalie) 3:4.

Ambri-Piotta – SCL Tigers 0:3

Salzgeber pfeffert den Puck in den Netzhimmel
3:04
Ambri-Piotta – SCL Tigers 0:3:Salzgeber pfeffert den Puck in den Netzhimmel

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Auch ohne Captain Harri Pesonen (krank) und Hannes Björninnen (mit Knieverletzung 6 bis 8 Wochen out) und mit nur vier Ausländern holen sich die SCL Tigers den wichtigen Sieg in Ambri. Ihnen gelingt der siebte in Serie gegen die Tessiner.

Es ist Joel Salzgeber, der mit seinem ersten Saisontor die Weichen stellt. Gegen seinen satten Hocheckschuss ist Goalie Philip Wüthrich machtlos. Ihrem Keeper verdanken es die Biancoblù vielmehr, dass die Emmentaler zu Beginn des zweiten Abschnitts nicht weiter davonziehen, als sie aufs Tempo drücken und Druck machen.

Ambri findet erst gegen Spielmitte besser ins Spiel. Doch auch Luca Boltshauser im Tor der Tigers macht keine Fehler. Ambri spielt zwar mit sechs Ausländern und drei von ihnen bilden einen Sturm. Doch von Topskorer Chris Di Domenico, Alex Formenton und Chris Tierney kommt viel zu wenig. Immer wieder verheddern sie sich in der gut organisierten Defensive der Gäste.

Als Verteidiger Juuso Riikola kurz vor Schluss Dario Allenspach herrlich mit einem Steilpass lanciert und der Appenzeller cool zum 2:0 trifft, ist die fünfte Niederlage in Serie von Ambri perfekt. Der Treffer ins leere Tor von André Petersson ist dann noch Zugabe. Boltshauser lässt sich dabei neben dem Shutout auch noch einen Assist gutschreiben.

Fans: 6447.
Tore: 11. Salzgeber (Lapinskis) 0:1. 58. Allenspach (Riikola) 0:2. 59. Petersson (Kinnunen, Boltshauser) 0:3 (ins leere Tor).

Biel – Lugano 3:1

Sylvegaard mit goldenem Spektakel-Tor
3:51
EHC Biel – HC Lugano 3:1:Sylvegaard mit goldenem Spektakel-Tor

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Aus den letzten acht Spielen im Jahr 2025 bezog der EHC Biel sechs Niederlagen. Da bedarf es im neuen Jahr eine deutliche Steigerung, wenn die Seeländer bei der entscheidenden Meisterschaftsphase nicht zum zweiten Mal in Folge nur Zuschauer sein wollen. Im schlimmsten Fall könnte mit einer solchen Ausbeute gar noch eine höchst ungemütliche Playout-Serie gegen Ajoie auf sie zukommen. Der Wille, eine Schippe draufzulegen, ist im ersten Spiel 2026 deutlich zu erkennen.

Kneubuehler bringt Biel in Führung, als er einen Burren-Schuss in der Luft perfekt ablenkt. Doch diese wird wieder hergegeben, als Torschütze Kneubuehler eine Witz-Strafe erhält und Thürkauf das geschenkte Powerplay sogleich ausnutzt. Die Bieler verlieren dadurch ein wenig den Faden, aber erholen sich wieder. Und dann schlägt das Duo Sallinen/Sylvegaard mit einer Kombination aus Kampfkraft (Sallinen) und Brillanz (Sylvegaard) zu, orchestriert das 2:1. Die Ausländerfraktion wurde zuletzt in Biel auch durchaus kritisch beäugt, da die Leistungen in den letzten Wochen öfters nicht mit den Ansprüchen standhalten konnten.

Bertaggia fährt Biel-Goalie ungebremst über den Haufen
3:03
Kurz vor Ende der Partie:Bertaggia fährt Biel-Goalie ungebremst über den Haufen

Lugano erhöht danach den Druck, scheitert aber immer wieder am glänzend aufspielenden Janett, der den erkrankten Stammgoalie Säteri ersetzt. Unlängst wurde bekannt, dass Janett nächste Saison dem neu verpflichteten ChdF-Keeper Östlund weichen muss. Doch den Kopf steckt dieser dadurch offensichtlich nicht in den Sand, sondern ist bestrebt, sich woanders zu empfehlen. Selbst als ihn Bertaggia ungebremst über den Haufen fährt, kann dies Janett nichts anhaben. Und vorne können sich die Bieler an diesem Abend auf Kneubuehler verlassen, der in Überzahl erneut zuschlägt und das 3:1 markiert.

Fans: 6556.
Tore: 8. Kneubuehler (Burren, Zryd) 1:0. 15. Thürkauf (Fazzini, Simion/PP) 1:1. 26. Sylvegaard (Sallinen) 2:1. 46. Kneubuehler (Rajala, Hultström/PP) 3:1.

Lausanne – Zug 7:0

Brännström und Riat vernaschen Zug sogar in Unterzahl
2:51
Lausanne – EV Zug 7:0:Brännström und Riat vernaschen Zug sogar in Unterzahl

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Man mag es aufgrund des krassen Schlussresultates kaum glauben, aber der EVZ zeigt sich in den ersten 23 Minuten auswärts in Lausanne von einer guten Seite, hat ordentliche Spielanteile und auch Torchancen. Doch dann kassieren die Zentralschweizer einen Shorthander, bei dem sie von Brännström und Riat vernascht werden und dann brechen bei ihnen alle Dämme. Innert 14 Minuten kassieren sie sechs Gegentore. Es hat den Charakter eines Cupspiels, als wäre da ein Unterklassiger mit hoffnungslos überforderten Amateuren gegen Profis am Werk.

Rochette kann seelenruhig einen Doppelpack schnüren, Brännström die Gegenspieler bei seinem Sololauf zum 4:0 wie lästige Fliegen abschütteln und sogar Holdener erstmals seit über einem Jahr wieder ein Tor erzielen. Auf Zuger Seite macht dann Ersatzgoalie Wolf nach dem 0:5 Stammkeeper Genoni Platz, aber auch dieser findet in Rochette rasch seinen Bezwinger. Derweil fräst sich Zugs slowakischer Starstürmer Tomas Tatar eine -4-Bilanz rein.

Gut ist für Zug, dass dann auch Lausanne irgendwann nicht mehr alles gelingt. So leistet sich Caggiula den Luxus, einen Penalty zu verdaddeln und zweimal rettet der Pfosten für den geschlagenen Genoni. Bezwungen wird er dann doch noch mal – und dies von Youngster Kelyan Barry (20), der gegen den Nati-Goalie zu Beginn des Olympia-Jahrs beim 7:0 seinen ersten Treffer in der National League erzielt.

Das einzige Gute ist für den EVZ, dass sich bereits am Samstag beim Heimspiel gegen Kloten die Chance zur Reaktion bietet. Wenn diese nicht genutzt wird, ist allerdings ein heftiger Neujahrs-Kater mit unangenehmen Fragen an Trainer Michael Liniger Tatsache.

Fans: 9600.
Tore: 24. Riat (Brännström, Rochette/SH) 1:0. 25. Fiedler (Caggiula, Czarnik) 2:0. 30. Rochette (Oksanen, Riat) 3:0. 33. Brännström (Oksanen) 4:0. 34. Holdener (Fuchs, Zehnder) 5:0. 38. Rochette (Riat, Oksanen) 6:0. 56. Barry (Bougro, Hügli) 7:0.

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National League 25/26
Mannschaft
SP
TD
PT
1
HC Davos
HC Davos
36
42
77
2
Lausanne HC
Lausanne HC
36
34
68
3
HC Fribourg-Gottéron
HC Fribourg-Gottéron
36
29
67
4
HC Lugano
HC Lugano
35
23
59
5
Genève-Servette HC
Genève-Servette HC
36
-1
59
6
SC Rapperswil-Jona Lakers
SC Rapperswil-Jona Lakers
35
-7
56
7
EV Zug
EV Zug
34
-2
55
8
ZSC Lions
ZSC Lions
35
16
55
9
SCL Tigers
SCL Tigers
35
0
47
10
EHC Kloten
EHC Kloten
35
-17
44
11
EHC Biel
EHC Biel
35
-13
44
12
SC Bern
SC Bern
35
-9
44
13
HC Ambri-Piotta
HC Ambri-Piotta
35
-38
38
14
HC Ajoie
HC Ajoie
36
-57
28
Playoffs
Qualifikationsspiele
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