Es ist eine alte Leier im neuen Jahr. Die ZSC Lions zeigen eigentlich ein gutes Auswärtsspiel, belohnen sich dafür aber nicht und stehen am Ende mit leeren Händen da. Im Kampf um die direkte Playoff-Qualifikation wird dies für den Meister immer mehr zum Problem. Servette gewinnt damit auch das dritte Spiel diese Saison gegen Zürich. Die erspielten neun Punkte gegen einen direkten Konkurrenten im Kampf um einen Platz an der Sonne könnten für die Westschweizer Gold wert sein.
Die 6696 Fans sehen eine ausgeglichene Startphase – und trotzdem führen die Genfer nach 20 Minuten mit 2:0. Im Powerplay drückt Vesey den Puck zur Führung über die Linie, beim 2:0 lenkt Riedi einen eigentlich missglückten Schuss von Jooris unglücklich ins eigene Tor ab. Doch der ZSC ist in der Lage, die Kadenz zu erhöhen und gleicht die Partie bis zur 30. Minute wieder aus. Balcers reagiert nach einem Puck-Abpraller an der Bande am schnellsten und anschliessend gelingt Baechler ein Kunststück, indem er backhand zum 2:2 trifft.
Es ist dann ZSC-Keeper Zumbühl, der den erkrankten Stammgoalie Hrubec zwischen den Pfosten ersetzt und mit einer missglückten Aktion die neuerliche Genfer Führung ermöglicht. Zumbühl kann einen Schuss von Le Coultre nicht behändigen. Für den eine bärenstarke Saison spielenden Genfer Nati-Verteidiger ist es bereits das zehnte Tor in dieser Spielzeit. Ein heftiger Zürcher Eigenfehler ist anschliessend auch für das 4:2 verantwortlich. Gruber will mit einem zu risikoreichen Pass Schwendeler anspielen, der läuft dem Puck nicht entgegen – dafür aber Manninen, der profitiert und trifft.
Riedi, dieses Mal mit einem Ablenker ins richtige Tor nach einem Malgin-Schuss, sorgt zwar nochmals für den Anschluss. Doch die zuvor eingehandelte Hypothek wiegt zu schwer – Puljujärvi macht mit dem 5:3 ins leere Tor alles klar. Vor dem Samstags-Heimspiel gegen Lausanne steht der ZSC damit bereits wieder massiv unter Druck. Um zum Jahresanfang nicht gleich in Teufels Küche zu geraten, muss ein Sieg her.
6696 Fans.
Tore: 4. Vesey (Manninen, Puljujärvi/PP) 1:0. 20. Jooris (Berni) 2:0. 22. Balcers (Grant, Marti) 2:1. 30. Baechler (Frödén) 2:2. 35. Le Coultre (Granlund, Miranda) 3:2. 51. Manninen 4:2. 54. Riedi (Malgin) 4:3. 60. Puljujärvi (Granlund) 5:3 (ins leere Tor).
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | HC Davos | 46 | 61 | 102 | |
2 | HC Fribourg-Gottéron | 47 | 42 | 88 | |
3 | HC Lugano | 46 | 34 | 81 | |
4 | ZSC Lions | 46 | 27 | 80 | |
5 | Genève-Servette HC | 46 | 3 | 77 | |
6 | Lausanne HC | 46 | 21 | 76 | |
7 | SC Rapperswil-Jona Lakers | 46 | -14 | 67 | |
8 | EV Zug | 46 | -16 | 67 | |
9 | SC Bern | 46 | -4 | 64 | |
10 | SCL Tigers | 46 | 4 | 64 | |
11 | EHC Biel | 46 | -22 | 59 | |
12 | EHC Kloten | 46 | -23 | 53 | |
13 | HC Ambri-Piotta | 46 | -44 | 52 | |
14 | HC Ajoie | 47 | -69 | 39 |



