Fiala verpasst Start in Kings-Trainingscamp
Der Heilungsprozess von Kevin Fiala (30) nach seiner Verletzung an den Olympischen Spielen im Februar dauert etwas länger: Nach einem weiteren Eingriff wird er den Start in die Saisonvorbereitung der Los Angeles Kings verpassen, wie die NHL-Franchise am Donnerstagabend Schweizer Zeit verkündet. Wann der Schweizer Stürmer wieder mittun kann, ist noch offen. Der Klub aus Kalifornien startet am 30. September in die neue NHL-Saison.
Fiala hat sich beim Olympia-Turnier in Mailand in der Partie gegen Kanada schwer am Unterschenkel verletzt und verpasste den Rest der NHL-Saison ebenso wie die Heim-WM im Mai. Einer ersten Operation hat er sich bereits einen Tag nach dem Vorfall in Mailand unterzogen.
Sperre für Lian Bichsel ist aufgehoben
Lian Bichsel (22) wurde wegen Missachtung eines Aufgebots für die U20-Nati intern für zwei Jahre gesperrt. Somit verpasste der Verteidiger der Dallas Stars Olympia wie auch die Heim-WM.
Nun ist die Sperre gegen den 22-Jährigen aufgehoben. Gegenüber «Schweiz heute» sagt der neue Director Sport von Swiss Ice Hockey, Patrick von Gunten (41): «Wir haben mit Lian Bichsel gesprochen und die Situation gemeinsam geklärt. Er ist wieder ein Kandidat für die A-Nationalmannschaft.»
Wann genau das lang ersehnte Pflichtspiel-Debüt von Bichsel in der A-Nati kommt, ist unklar und auch der Spieler selbst möchte sich derzeit noch nicht äussern. Mehr Infos könnte es bereits kommenden Dienstag geben, wenn von Gunten in seiner Rolle als Nachfolger von Lars Weibel, zusammen mit Nationaltrainer Jan Cadieux (46), das erste Mal vor die Medien tritt.
Gruppenphase der Schweizer Eishockey-Nati an der WM 2027
Am 13. Mai 2027 startet die Eishockey-Weltmeisterschaft in Deutschland. Dass die Schweizer Eishockey-Nati im Eröffnungsspiel gegen Deutschland antreten darf, ist seit längerer Zeit bekannt. Am Montag gab die IIHF den gesamten Spielplan bekannt. Das sind die Schweizer Gruppenspiele:
13. Mai: Schweiz – Deutschland (20.20 Uhr)
15. Mai: Schweiz – Slowenien (16.20 Uhr)
16. Mai: Schweiz – Finnland (16.20 Uhr)
18. Mai: Lettland – Schweiz (20.20 Uhr)
21. Mai: Schweden – Schweiz (20.20 Uhr)
23. Mai: Schweiz – Österreich (16.20 Uhr)
24. Mai: Ukraine – Schweiz (20.20 Uhr)
Rekord-Vertrag für Colorado-Star Makar
Cale Makar (27) bleibt langfristig bei Colorado Avalanche. Der Kanadier hat sich mit dem NHL-Klub auf eine Vertragsverlängerung von acht Jahren und über 163,2 Millionen US-Dollar geeinigt. Das neue Arbeitspapier, das ab der Saison 2027/28 gültig sein wird, hat somit einen durchschnittlichen Jahreswert von 20,4 Millionen US-Dollar. Mit dem Rekord-Vertrag ist der Star-Verteidiger künftig der bestbezahlte Spieler der NHL-Geschichte.
Makar hat in der vergangenen Saison mit seinen Leistungen überzeugt. In 75 Spielen erzielte der 27-Jährige 20 Tore und 59 Assists. Es war die dritte Saison in Folge, in der er mindestens 20 Tore verbuchte. Eine Leistung, die vor Makar zuletzt Phil Housley (62, 1986 bis 1992 sechs Spielzeiten in Folge bei den Buffalo Sabres und Winnipeg Jets) und Al MacInnis (63, im Jahr 1992 für die Calgary Flames) als Verteidiger vollbracht hatten. Mit Colorado gewann Makar 2022 den Stanley Cup und wurde mehrfach als bester Verteidiger der NHLausgezeichnet.
Mit der kanadischen Nationalmannschaft holte Makar im Februar bei den Olympischen Spielen in Mailand die Silbermedaille. Im Finalspiel gegen die USA (1:2-Niederlage) erzielte er den einzigen kanadischen Treffer. Bei Colorado steht Makar seit 2019 unter Vertrag – mit dem neuen Rekordkontrakt sichert sich der Klub noch fast ein Jahrzehnt lang die Dienste des Starspielers.
IIHF zeigt Russland die kalte Schulter
Der russische Eishockeyverband ist mit seinem Begehren, an fünf verschiedenen internationalen Turnieren wieder teilnehmen zu dürfen, bei der internationalen Eishockey-Föderation (IIHF) abgeblitzt.
Die Russen wollten 2027 für die Männer-WM, die Frauen-WM, die U20- und U18-Junioren-WM und die U18-Juniorinnen-WM eine Starterlaubnis. Abgesehen von der Teilnahmeberechtigung an der Frauen-WM, die im November separat geprüft wird, hat das IIHF Council alle russischen Begehren abgelehnt.
Der belarussische Verband stellte für dieselben Turniere ebenfalls Startanträge, allerdings teilweise für andere Divisionen. Das IIHF Council hat diesem nun die Teilnahme an der Männer-WM und der U20-Junioren-WM verweigert. Zu den übrigen belarussischen Gesuchen hat der Weltverband am Donnerstag keine Angaben gemacht.
Women's League schrumpft auf sieben Teams
Kein einziges Team der Women's League wird mit Abstiegssorgen in die kommende Saison steigen. Der Grund dafür ist simpel und aus sportlicher Sicht ernüchternd: Da sich Ambri-Piotta per sofort zurückzieht, besteht die höchste Liga des Schweizer Fraueneishockeys 2026/27 aus bloss sieben teilnehmenden Vereinen und die Ligaqualifikation am Ende der Saison entfällt, wie die Swiss Ice Hockey Federation mitteilt.
«Trotz der geleisteten Arbeit war es nicht möglich, eine ausreichende Anzahl von Spielerinnen zu finden, um einen angemessenen Kader zusammenzustellen», erklären die Tessinerinnen ihren Rückzug. Allerdings stelle die Nichtteilnahme an der kommenden Saison nicht das Ende des Projekts dar, sondern den Beginn einer Phase der Reflexion und des Wiederaufbaus. «Der Club wird sich umgehend an die Arbeit machen, um die sportlichen, organisatorischen und wirtschaftlichen Voraussetzungen zu prüfen, die für eine mögliche Rückkehr in die Nationalliga B ab der darauffolgenden Saison erforderlich sind.»
Das Team aus der Leventina beendete vergangene Saison die Qualifikation auf Rang drei und scheiterte danach im Playoff-Halbfinal an Bern. Im Spiel um Bronze musste sich Ambri-Piotta anschliessend mit 2:3 nach Verlängerung Fribourg-Gottéron geschlagen geben.
Mega-Vertrag für Macklin Celebrini
Die San Jose Sharks binden ihr Ausnahmetalent Macklin Celebrini (20) langfristig. Der Nummer-1-Draftpick von 2024 hat einen neuen Fünfjahresvertrag, der ab der Saison 2027/28 gültig ist, unterzeichnet. Mit einem dann durchschnittlichen Jahresgehalt von 18,8 Millionen US-Dollar wird der Kanadier laut Klub zum bestbezahlten Spieler der NHL-Geschichte.
Celebrini sammelte in seiner Rookie-Saison 63 Skorerpunkte (25 Tore, 38 Assists) in 70 Spielen und verdoppelte daraufhin diese Ausbeute 2025/26 beinahe mit 115 Zählern (45 Tore, 70 Assists). Der Olympia- und WM-Teilnehmer gilt als neues Gesicht der Sharks.
Die Schweiz bestreitet 2027 das WM-Eröffnungsspiel
Rund zehn Monate vor dem Eröffnungsspiel der Eishockey-WM 2027 haben die Organisatoren den Gegner von Gastgeber Deutschland bekannt gegeben: Die Schweiz wird am 13. Mai bereits bei erster Gelegenheit ins Turnier eingreifen. Und dies vor aussergewöhnlicher Kulisse: Wie schon 2010 wird das Turnier in Deutschland in der Veltins-Arena auf Schalke vor über 60'000 Zuschauerinnen und Zuschauern eröffnet.
Gleichzeitig gibt der Eishockey-Weltverband erste Informationen zum Ticketing bekannt: Bereits ab Donnerstag können Karten für das Eröffnungsspiel und die K.o.-Spiele bezogen werden. Das Turnier findet zwischen dem 13. und dem 30. Mai in Düsseldorf und Mannheim statt.
Owetschkin (bald 41) hat noch immer Appetit auf NHL-Tore
Im September wird Alexander Owetschkin 41 Jahre alt. Ans Aufhören denkt der Superstar aus Russland aber noch nicht. Owetschkin hängt eine 22. NHL-Saison an.
Die Washington Capitals geben am Donnerstag die Vertragsverlängerung um ein Jahr mit ihrem Captain bekannt. Der neue Kontrakt ist 4,25 Millionen Dollar wert.
Owetschkin ist mit 929 Goals (alle für die Capitals) der erfolgreichste Torschütze in der Regular Season der NHL-Geschichte. Vergangene Spielzeit traf der Stürmer in 82 Partien 32 Mal.
Schmid von Knights zu Panthers
Akira Schmid (26) wechselt nach zwei Saisons bei den Vegas Golden Knights innerhalb der NHL zu den Florida Panthers. Vegas erhält im Gegenzug einen Drittrunden-Pick beim Draft im Jahr 2028. «Akira ist ein talentierter und athletischer Goalie, der gezeigt hat, dass er auch unter Druck stilsicher bleibt», wird General Manager Bill Zito (61) auf der Webseite der Panthers zitiert. Damit wird Schmid Teamkollege von Simas Ignatavicius. Das 18-jährige Talent von Genf-Servette wurde letztes Wochenende an der 40. Position von den Panthers gedraftet.
Für Vegas hat Schmid in den letzten zwei Jahren 40 Spiele absolviert, in den Playoffs der vergangenen Saison allerdings kein einziges. 2018 hatte der Berner die SCL Tigers verlassen und wechselte nach Nordamerika. 2021 kam er dann für die New Jersey Devils zu seinem Debüt.
