Die Lakers und Lugano wechseln sich ab mit ihrer Leistungskurve. Rappi legt einen dermassen starken Saisonstart hin, dass es trotz Niederlagenserien und Tiefs noch im Rennen um die direkte Playoff-Quali ist. Die Bianconeri hingegen geraten zunächst in einen Sinkflug und brauchen Zeit und Geduld, bis die neuen Mechanismen und Ideen des neuen Trainers Tomas Mitell (Sd) greifen. Er hat es geschafft, den Um- und Aufschwung einzuleiten.
Vor dem Duell gegen den SCRJ haben die Luganesi acht von zehn Partien gewonnen. Deshalb balgen sie sich aktuell gerade mit Rappi um den Eintritt in die Top6. Die besseren Chancen dafür haben aufgrund des Leistungsbarometers die Südtessiner. Ihre Woche ist bereits mit dem klaren 5:1-Derbysieg gegen Ambri geritzt.
Und die Lakers? Sie scheinen ein Disziplin- oder Geduldsproblem zu haben. Gegen Leader Davos, den sie souverän im Griff haben, lassen sie einen Punkt liegen, weil sie nach der 3:1-Führung (3:4 n.P.) unsägliche Strafen fassen. Gegen Lugano kassieren sie den ersten Gegentreffer in doppelter Unterzahl, weil Larsson in die von Moy schon besetzte Kühlbox muss. Der schwedische Verteidiger ist bezüglich Strafen (verhaltens)auffällig. Oft agiert er im guten Willen zu ungestüm. Auch den zweiten Gegentreffer sieht er von der Strafbank aus.
Was die Bianconeri besser machen: Sie überwinden die neutrale Zone mit wenigen, aber trotzdem präzisen Pässen, sind sattelfest im Spielaufbau, weil sie wissen, was zu tun ist. Das ist bei den Lakers zu oft nur in der Hälfte der Zeit der Fall. Erschwerende Umstände mit den namhaften Verletzten (Pilut, Honka, Jensen, Albrecht, Dufner, Capaul) sind zwar Tatsache, aber die Fehlerquote tief zu halten, sollte dennoch gelingen.
Die Lakers sind Spätzünder. Als sie einen Gang höher schalten, wirds auch mal gefährlich vor dem Kasten von Schlegel. Der Anschlusstreffer gelingt dank eines Laserpasses von Larsson, Zangger vollendet. Der Schwede macht seine Patzer mit den fatalen Strafen wett, er liefert auch das Zuspiel für den Ausgleich, der sie in die Verlängerung rettet. Dort ist Rappi zwingender, Schlegel rettet mit Big Saves. Dann glänzen die Lakers im Penaltyschiessen, Strömwall, Maillet und Moy treffen abgebrüht, die Luganesi versagen vor Nyffeler.
Fans: 5'798
Tore: 17. Sanford (Alatalo/PP2) 0:1. 28. Canonica (Sgarbossa/PP) 0:2. 44. Zangger (Larsson) 1:2. 56. Jelovac (Larsson, Moy) 2:2. – Penalties: Strömwall 1:0, Sekac –; Maillet 2:0, Sanford –; Graf –, Fazzini –; Moy 3:0.
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | 29 | 45 | 67 | ||
2 | 30 | 26 | 56 | ||
3 | 29 | 19 | 53 | ||
4 | 29 | -1 | 50 | ||
5 | 29 | -4 | 48 | ||
6 | 28 | 16 | 47 | ||
7 | 28 | 3 | 47 | ||
8 | 29 | 13 | 44 | ||
9 | 28 | -6 | 36 | ||
10 | 29 | -3 | 36 | ||
11 | 29 | -29 | 34 | ||
12 | 28 | -20 | 31 | ||
13 | 28 | -17 | 30 | ||
14 | 29 | -42 | 24 |




