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HC Davos – SCL Tigers 6:3: Wo ist der Puck? Ambühl überlistet alle(06:49)
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SCB gewinnt hitziges Derby – Zug steckt im Tief
So lief die 46. Runde der National League

Bern entscheidet ein emotionales Derby gegen Biel mit 4:0 für sich. Doppeltorschütze DiDomenico hat vorzeitig Feierabend. Zug rutscht nach der Niederlage in Rapperswil auf Rang acht ab. Die spielfreien Genfer sind fix für die Playoffs qualifiziert.
Publiziert: 04.02.2023 um 22:07 Uhr
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Aktualisiert: 05.02.2023 um 16:57 Uhr

Bern – Biel 4:0

SC Bern – EHC Biel 4:0: Lööv fällt auf den Trick von Schlitzohr DiDomenico rein(04:57)

Das Spiel zum Nachlesen im Liveticker.

Schnell sind Emotionen im Derby. Als SCB-Stürmer Kahun mit Van Pottelberghe kollidiert, geht es rund. Dass der Deutsche von Schläpfer in den Bieler Goalie geschoben wurde, kümmert Künzle nicht. Er drückt Kahun aufs Eis. Dies kommt einer Einladung zu einer Rauferei gleich. SCB-Aggressivleader Scherwey lässt sich da nicht zweimal bitten und lässt Künzle durch die Luft fliegen. Kaum ist dieser wieder auf den Beinen, revanchiert er sich und befördert Scherwey aufs Eis.

Das Scharmützel scheint genau das gewesen zu sein, was der SCB gebraucht hat, um die negativen Gedanken und den Druck nach sieben Niederlagen in acht Spielen wegzuwischen. Kaum herrscht wieder Vollbestand auf dem Eis, geht Bern in Führung. Vollstrecker ist DiDomenico. Der Kanadier hatte zuletzt in sechs Spielen nicht mehr getroffen und war von Blick zum Flop des Monats gewählt worden. Der SCB doppelt gleich nach. Goloubef lässt beim 2:0 mit seiner Einzelaktion die Bieler Abwehr inklusive Van Pottelberghe schlecht aussehen.

Da haben sich zwei gefunden: SCB-DiDomenico und Biel-Rathgeb geben sich Saures(01:14)

Der SCB, bei dem die Verteidiger Loeffel und Henauer ihr Comeback geben und Bärtschi erneut überzählig ist, spielt nun mit einer Furchtlosigkeit und Intensität, wie man sie von ihm schon lange nicht mehr gesehen hat. Und wenn nötig, ist Goalie Wüthrich zur Stelle. Am Ende macht DiDomenico mit seinem zweiten Tor alles klar. Der Kanadier provoziert danach noch die Bieler Fans, als er sich vor der Gästekurve stellt und die Hände hinter die Ohren hält. Das passt den Seeländern nicht. Rathgeb prügelt sich wenig später mit DiDo. Der SCB-Topskorer ist geladen – wiederholt die Jubel-Geste. Und auf dem Weg in die Kabine geraten die beiden Streithähne im Innenbereich noch einmal aneinander. Den Berner Fans gefällts. (sr)

Fans: 16'194.

Tore: 9. DiDomenico (Pinana. Lindberg) 1:0. 9. Goloubef (Ennis, Fuss) 2:0. 57. DiDomenico 3:0. 59. Lindberg (Sceviour, Kahun) 4:0.

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SCRJ Lakers – Zug 3:0

SCRJ – EV Zug 3:0: Laker Rowe schüttelt alle Zuger ab und netzt ein(05:04)

Die Lakers haben das Duell von A wie Aberg bis Z wie Zangger im Griff und laufen nie Gefahr, den Vorsprung aus der Hand zu geben. Der EVZ geht mit der vierten Pleite in Serie in die Nati-Pause. Der entscheidende Treffer zum 3:0 ist ein sogenanntes technisches Tor, weil Klingberg Djuse vor dem verlassenen Gehäuse von den Beinen holt.

Die allgemeine Verunsicherung wirkt sich dermassen auf die Passqualität aus beim Meister, dass geordnete Vorstösse kaum möglich sind. Die von EVZ-Trainer Tangnes nach der 1:4-Niederlage gegen Lugano angesprochenen Zweifel zeigen sich dabei deutlich: Das Spiel der Zuger ist voller Verzögerungen, ihre Entscheidungen am Puck fällen sie spät. Zu Chancen kommen sie hauptsächlich, wenn den Lakers ein Patzer unterläuft. So wird Goalie Nyffeler fast bestraft für einen Ausflug hinter seinen Kasten (4.). Am Ende aber feiert er seinen fünften Shutout der Saison.

Auch in den Zweikämpfen machen die Zuger zu selten eine gute Falle. Es kommt vor, dass ein Laker selbst bei aussichtslosen Situationen gegen zwei oder drei Zuger mit dem Puck aus der Ecke kommt. Wie Rowe vor seinem 2:0: Da kniet der Lakers-Stürmer umringt von Kovar und Djoos sogar auf dem Eis und sichert sich die Scheibe. (N.V.)

Fans: 5235.

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Tore: 7. Aberg (Cervenka) 1:0. 19. Rowe 2:0. 57. Djuse 3:0 (leeres Tor).

Lugano – Kloten 5:3

HC Lugano – EHC Kloten 5:3: «Was ist das für eine Kiste!» – Kommentator feiert Klok(07:01)

Das Spiel zum Nachlesen im Liveticker.

Der HC Lugano feiert einen wichtigen Sieg im Direktduell mit dem EHC Kloten um die Pre-Playoffs. Die Klotener dagegen kassieren ihre sechste Niederlage in Serie.

Das grosse Risiko geht im ersten Drittel kein Team ein, zu viel steht auf dem Spiel. Im zweiten Drittel geht es dann allerdings Schlag auf Schlag. In der 25. Minute erzielt Ruotsalainen den Führungstreffer für Kloten. Lugano reagiert allerdings nur zwei Minuten nach dem Rückstand. Klok trifft mit einer feinen Einzelleistung zum Ausgleich. Fünf Minuten vor der Drittelspause gehen die Tessiner dann durch Fazzini verdient in Führung.

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Im letzten Drittel nimmt Lugano den Gästen direkt die Luft weg. Morini trifft und baut die Führung für die Tessiner aus. Die Klotener bewerkstelligen fünf Minuten später zwar den Anschlusstreffer, können sich danach allerdings kaum Chancen zum Ausgleich herausspielen. Und so ist Kloks zweites Goal des Abends gleichbedeutend mit der Vorentscheidung. (dmm)

Fans: 4988.

Tore: 25. Ruotsalainen (Aaltonen/PP) 0:1. 27. Klok (Granlund) 1:1. 35. Fazzini (Alatalo) 2:1. 42. Morini (Arcobello, Connolly) 3:1. 47. Nodari (Ang) 3:2. 53. Klok (Ma. Müller) 4:2. 60. Carr (Kloten ohne Goalie) 5:2. 60. Schreiber (D. Meyer) 5:3.

Davos – SCL Tigers 6:3

HC Davos – SCL Tigers 6:3: Wo ist der Puck? Ambühl überlistet alle(06:49)

Die Comeback- und Überzeit-Spezialisten des HC Davos verzeichnen 25:3 Torschüsse nach dem ersten Drittel und deren 45:8 nach zwei Dritteln. Dennoch liegen die Bündner nach fünf Minuten mit 0:2 zurück. Doch mit drei Toren innerhalb von weniger als sechs Minuten wendet der Rekordmeister das Blatt.

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Verteidiger Claude-Curdin Paschoud beendet mit dem 2:2 eine persönliche Torflaute von 70 Liga-Spielen. Die Top-Goalgetter Matej Stransky (Davos) und Aleksi Saarela (SCL Tigers) erzielen in dieser Partie ihr jeweils 23. Tor in der laufenden Meisterschaft. (SDA)

Fans: 6547.

Tore: 1. Michaelis (Weibel) 0:1. 6. Rohrbach (Saarela) 0:2. 11. Ambühl (Wellinger, Wieser) 1:2. 15. Paschoud (Barandun, Rasmussen) 2:2. 17. Sturny (C. Egli, D. Egli) 3:2. 30. Rasmussen (Stransky, Knak) 4:2. 30. Saarela (Lepistö) 4:3. 32. Nordström (Stransky/PP) 5:3. 48. Stransky (Rasmussen) 6:3.

Ajoie – Lausanne 2:1 n.V.

Ajoie – Lausanne 2:1 n.V. Frossard-Abstauber versenkt Lausanne(03:43)

Ajoie reiht dank eines 2:1 nach Verlängerung gegen Lausanne erstmals in dieser Saison drei Siege am Stück aneinander, während Lausanne nach fünf Siegen in Folge ausgebremst wird. Siegtorschütze ist Thibault Frossard.

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Das letzte Heim-Duell gegen Lausanne verlor Ajoie mit 5:6 nach Verlängerung. Damals avancierte ausgerechnet der Jurassier Marco Pedretti als Doppeltorschütze zum Matchwinner für die Waadtländer. Pedretti ist eben erst von Lausanne als verletzt bis Saisonende gemeldet worden. (SDA)

Fans: 4878.

Tore: 24. Asselin (Brennan/PP) 1:0. 26. Bozon (Genazzi) 1:1. 62. Frossard 2:1.

1/8
Sechs Mal ging er leer aus, jetzt trifft er wieder und das gleich doppelt: Chris DiDomenico vom SC Bern.
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