Weil Genoni hinten dicht hält
Zuger kämpfen sich aus der Krise

Der Trainerwechsel-Effekt hält beim EV Zug an. Auch das zweite Spiel unter dem Kanadier Benoît Groulx wird gewonnen. Und zum ersten Mal in diesem Jahr schiessen die Zuger mehr als zwei Tore in einem Match.
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Der EV Zug feiert gegen die SCL Tigers den zweiten Sieg in Folge.
Foto: keystone-sda.ch
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Nicole VandenbrouckReporterin Eishockey

Spiel zwei unter dem neuen Trainer Benoît Groulx, und der EVZ zeigt ähnlich vielversprechende Ansätze wie schon am Vorabend in Kloten. Gegen die SCL Tigers sind die Vorstösse kraftvoll und auf direktem Weg Richtung gegnerischen Kasten. Dort sorgen die Zuger für Verkehr und Unruhe. Es läuft nach dem Gusto des neuen Headcoaches, der von seinen Akteuren das druckvolle Spiel mit dem Puck verlangt und gerne auch ein gewisses Tempo sieht. Dinge, die noch nicht vor allzu langer Zeit zur Zuger DNA gehört haben.

Ein Manko aber bleibt: Die Effizienz in der Offensive. Die Führung entsteht nicht nach einem Schaulaufen, sondern aus einem Gewühl und ist eines dieser dreckigen Tore, die nicht zur Lieblingsdisziplin der Zuger gehören. Am Ende der Szene steht Langnau-Goalie Boltshauser schulterzuckend vor seinem Gehäuse, das aus den Angeln gehoben ist. Was ist passiert?

EVZ-Schwede Wingerli trifft den Pfosten, es kommt zum Gerangel, Tigers-Verteidiger Kinnunen fällt auf den eigenen Torhüter und versucht irgendwie, die Scheibe aus der Gefahrenzone zu bugsieren. Doch Wingerli erreicht sie irgendwie mit dem Stock und stochert sie dahin, wo das Tor eigentlich stehen würde. Die Refs geben den Treffer auf dem Eis und auch nach der Video-Konsultation.

Die Zuger gehen dahin, wo es weh tut, das bekommt Boltshauser zu spüren, als ihn Hofmann vor dem Kasten checkt (21.). Bei der fatalen Szene ist es allerdings Teamkollege und Topskorer Petersson, der unglücklich auf sein Knie fällt (25.). Der Keeper verletzt sich offenbar in dieser Szene und muss sich auswechseln lassen. Der erst 20-jährige Neckar springt ein, weil Ersatz Meyer krank ist.

Die Emmentaler kommen immer zu besseren Chancen, denn plötzlich lassen die Zuger Konter um Konter zu. Nur mit halb schlechtem Gewissen, weil sie wissen: Keeper Genoni macht mal für mal die Schotten dicht, die Emmentaler vergeben beste Chancen. Bis die Tigers im Powerplay ran dürfen und Pesonen und Flavio Schmutz beim Ausgleich alleine vor Genoni schalten und walten dürfen.

Erschreckend: Die hochkarätig besetzte EVZ-Offensive hatte in elf Spielen in diesem Jahr (inklusive CHL) noch nie mehr als zwei Tore erzielt. Bis zu diesem Spiel: Kubalik kann davonziehen und düpiert den jungen Neckar mit einem kecken Lupfer zum 2:1. Und weil Kinnunen bei einem Feldspieler mehr als hinterster Mann den Puck an den Topskorer verliert, gelingt dem Tschechen das Doppelpack.

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Tore: 20. Wingerli 1:0. 39. Pesonen (F. Schmutz, Riikola/PP) 1:1.55. Kubalik 2:1. 59. Kubalik (Tatar, Stadler) 3:1 (ins leere Tor).

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2
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3
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3
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6
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24
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-9
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-1
24
7
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3
23
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-2
22
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