Dass der bewährte Zuger «Ostblock» mit Topskorer Kubalik (Tsch), Captain Kovar (Tsch) und Tatar (Slk) gegen Leader Davos aufläuft, ist erst kurz vor dem Aufwärmen klar. Eigentlich rechnet der gezähmte tschechische Rumpler Vozenilek mit einem Einsatz – doch er muss Tatar weichen. Der Grund für den Wechsel auf den letzten Drücker: Der Slowake ist im Spital bei seiner hochschwangeren Frau Veronika gewesen, die in diesen Tagen das erste gemeinsame Kind erwartet. Offenbar muss sich der Ex-NHL-Stürmer noch gedulden.
Stattdessen rückt er mit seinen Söldner-Kollegen den Bündnern auf die Pelle. Die gehen es vor dem Spengler-Cup-Spektakel nicht übertrieben wild an, überlassen die Spielmache dem EVZ. Die Zuger müssen in ihrem sechsten Match innerhalb von acht Tagen ziemlichen Aufwand betreiben, um vor Aeschlimanns Kasten für Wirbel zu sorgen. Ein harmloser Lindemann-Schuss, den Senteler noch abgelenkt haben könnte, landet im Netz. Ähnlich ungefährlich ist Foras flacher Abschluss, der jedoch EVZ-Keeper Genoni gerade noch so unter dem Schlittschuh hindurch flutscht. Davor hat es der zu passive Verteidiger Geisser verpasst, Davos-Schwede Asplund gnadenlos von der Scheibe zu trennen.
Die Stimmung des Duells passt zur besinnlichen und friedlichen Weihnachtszeit. Auf den Schlips wird lange niemandem getreten. Die erste Strafe des Spiels (gegen HCD-Dahlbeck) nützt der Zuger «Ostblock» zur 2:1-Führung. Wenig überraschend tritt auch Haudegen Lemieux in Erscheinung, als es emotionaler wird. Seine beiden Strafen aber überstehen die Davoser unbeschadet. In den Schlussminuten reisst der US-Stürmer im Slot die Arme in die Höhe, aber nicht, um sich jemanden zu greifen – sondern um zu jubeln. Angeblich hat Lemieux Dahlbecks Schuss noch entscheidend zum 2:2-Ausgleich berührt. Weil Kubaliks Knaller nur zweimal am Gehäuse klingelt – er prallt von der Latte über Aeschlimanns Schlittschuh an den Pfosten – fällt die Entscheidung trotz knackiger Verlängerung erst im Penaltyschiessen. Dort trifft bei den Bündnern nur der im Spiel blasse Tambellini, weil Leonardo Genoni einmal mehr in Topform ist. Beim EVZ beweisen Hofmann und Captain Kovar ein feines Penalty-Händchen. Der werdende Vater Tatar hämmert an den Pfosten.
Fans: 7450 (ausverkauft)
Tore: 10. Lindemann (Stadler, Senteler) 1:0. 13. Fora (Asplund) 1:1. 35. Kovar (Kubalik,
Tatar/PP) 2:1. 52. Lemieux (Dahlbeck, Stransky) 2:2. – Penalties: Senteler –, Kessler –; Tatar –, Tambellini 0:1; Hofmann 1:1, Stransky –; Kovar 2:1, Frehner –; Bengtsson –, Asplund –.
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | HC Davos | 46 | 61 | 102 | |
2 | HC Fribourg-Gottéron | 47 | 42 | 88 | |
3 | HC Lugano | 46 | 34 | 81 | |
4 | ZSC Lions | 46 | 27 | 80 | |
5 | Genève-Servette HC | 46 | 3 | 77 | |
6 | Lausanne HC | 46 | 21 | 76 | |
7 | SC Rapperswil-Jona Lakers | 46 | -14 | 67 | |
8 | EV Zug | 46 | -16 | 67 | |
9 | SC Bern | 46 | -4 | 64 | |
10 | SCL Tigers | 46 | 4 | 64 | |
11 | EHC Biel | 46 | -22 | 59 | |
12 | EHC Kloten | 46 | -23 | 53 | |
13 | HC Ambri-Piotta | 46 | -44 | 52 | |
14 | HC Ajoie | 47 | -69 | 39 |



