Wohlwend schmeisst mit Flaschen um sich
0:21
HCD-Coach tobt:Wohlwend schmeisst mit Flaschen um sich

Künstliche Intelligenz im Sport
Werden Trainer bald durch KI ersetzt?

Ist die künstliche Intelligenz (KI) in der Lage, einen Trainerwechsel-Effekt zu erzielen? Rudi Völler hat da jedenfalls was dagegen. Und wie sieht das beim Eishockey aus?
Kommentieren
1/6
Rudi Völlger und Sandro Wagner (rechts) jubeln über das 2:0 gegen die Franzosen.
Foto: Getty Images
RMS_Portrait_AUTOR_504.JPG
Dino KesslerLeiter Eishockey-Ressort

Wann kommt der Trainerbot? Übernimmt die künstliche Intelligenz (KI) bald auch die Trainerjobs im Profigeschäft? Die Hoffnungen der Technokraten auf die bevorstehende Machtergreifung haben allerdings gerade einen heftigen Dämpfer erhalten, nachdem Rudi Völler (63) als Interims-Nachfolger von Hansi Flick (58) beim DFB den psychologischen Effekt des Trainerwechsels in seiner reinsten Form demonstriert hat. 

Vor dieser Partie gegen Vizeweltmeister Frankreich hatten wohl nur Berufsoptimisten oder blindwütige Quotenjäger auf Deutschland gesetzt, das zu erwartende Ergebnis (ein Kollege fragt bei dieser Formulierung jeweils: «Erwartet von wem?») war ja: vernichtender Sieg der Franzosen. Ein Trainerbot hätte den Deutschen vermutlich asymmetrische Abwehrketten und ein 4-1-1-2-2-System befohlen, weil eine KI (noch) nicht in der Lage ist, die mentale Verfassung der Profis zu erfassen. Auch wenn diese durch den Einsatz der Statistik-KI längst gläsern sind. Völler war dann einfach Völler und die Profis plötzlich Superhelden. 

Ist der Trainerbot schon in der Lage, Flaschen zu werfen?

Nicht mal der krisengeschüttelte Schweizer Eishockeygigant SC Bern war desperat genug, seinen Trainerposten einer künstlichen Intelligenz anzuvertrauen. Der Neue ist ebenso aus Fleisch und Blut wie seine zuvor gescheiterten Berufskollegen, und dazu erst noch Finne wie sein direkter Vorgänger. Dabei hätte man den SCB irgendwie verstanden, die menschliche Trainerzunft hat sich in Bern zuletzt regelrecht an sich selbst aufgerieben: Sieben Coaches haben ebenso verzweifelt wie vergebens versucht, etwas auszurichten.

Ist der Trainerbot nur ein Hirngespinst durchgedrehter Kolumnisten? Darauf sollte man sich nicht verlassen. Diese KI wird bestimmt schon bald in der Lage sein, Schiedsrichter zu beschimpfen oder Flaschen zu werfen.

Externe Inhalte
Möchtest du diesen ergänzenden Inhalt (Tweet, Instagram etc.) sehen? Falls du damit einverstanden bist, dass Cookies gesetzt und dadurch Daten an externe Anbieter übermittelt werden, kannst du alle Cookies zulassen und externe Inhalte direkt anzeigen lassen.
National League 25/26
Mannschaft
SP
TD
PT
1
HC Davos
HC Davos
41
50
87
2
HC Fribourg-Gottéron
HC Fribourg-Gottéron
41
39
77
3
Genève-Servette HC
Genève-Servette HC
43
10
76
4
HC Lugano
HC Lugano
41
31
74
5
Lausanne HC
Lausanne HC
43
19
71
6
ZSC Lions
ZSC Lions
41
22
70
7
SC Rapperswil-Jona Lakers
SC Rapperswil-Jona Lakers
41
-9
64
8
SCL Tigers
SCL Tigers
42
5
59
9
EV Zug
EV Zug
41
-15
58
10
SC Bern
SC Bern
41
-13
53
11
EHC Biel
EHC Biel
41
-20
51
12
EHC Kloten
EHC Kloten
41
-18
50
13
HC Ambri-Piotta
HC Ambri-Piotta
41
-40
46
14
HC Ajoie
HC Ajoie
42
-61
34
Playoffs
Qualifikationsspiele
Relegation Play-Offs
Was sagst du dazu?
Heiss diskutiert
    Meistgelesen