Heisse Romandie-Serie geht in die nächste Runde
Diese fünf stehen im Rampenlicht

Die Halbfinal-Serie zwischen Fribourg und Lausanne ist ein hitziges Spektakel. Alles ist angerichtet für Spiel 4 – wir werfen einen Blick auf fünf Protagonisten im Rampenlicht dieser Serie.
Publiziert: 08.04.2024 um 16:57 Uhr
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Aktualisiert: 08.04.2024 um 17:30 Uhr
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Michael Raffl (r.) ist der perfekte Playoff-Spieler.
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Marcel AllemannReporter Eishockey

Michael Raffl (35, Stürmer, Lausanne)
Würde man den perfekten Playoff-Spieler backen, ist die Wahrscheinlichkeit gross, dass dabei Michael Raffl herauskommt. Der Österreicher ist ein richtiger Kracher, geht den Gegnern mit seiner Physis unter die Haut, gewinnt die entscheidenden Zweikämpfe, ist ein prächtiger Leader und daneben auch noch ein richtiges Schlitzohr sowie ein guter Skorer. Raffl ist Lausannes wichtigster Einzelspieler.

Chris DiDomenico (35, Stürmer, Fribourg)
Dass der Hitzkopf der Unterschiedsspieler sein kann, ist bekannt. In den Viertelfinals gegen Lugano hat er dies eindrücklich unter Beweis gestellt und sich auch auf den Nebenschauplätzen im Griff gehabt. Doch jetzt nähert sich die hitzige Halbfinal-Serie gegen Lausanne der entscheidenden Phase, während gleichzeitig die Müdigkeit immer mehr zum Faktor wird. Was macht dies mit dem Kanadier? Lausannes Mentalitätsmonster Raffl sucht auffällig oft die Nähe zu ihm – verliert «DiDo» irgendwann die Nerven?

Connor Hughes (27, Goalie, Lausanne)
Eine richtig coole Socke. Scheint die ersten Playoffs seiner Karriere in vollen Zügen zu geniessen, hebt er zwischendurch mal seine Maske, ist ihm der Spass an der Sache im Gesicht anzusehen. Der Druck perlt an ihm ab wie Duschwasser –, es ist grosses Kino, was der frühere Schattenmann seines Gegenübers Reto Berra bislang zeigt. Mittlerweile ist Hughes seit 121 Minuten ohne Gegentor. Kann er sein aktuelles Niveau halten, ist Lausanne auf dem Goalie-Posten im Vergleich zur Konkurrenz mindestens gleichwertig besetzt.

Fribourg – Lausanne HC 0:2: Hier klauen die Schiris Fribourg das Führungstor(05:19)

Andrei Bykov (36, Stürmer, Fribourg)
Nachdem es mit einem neuen Vertrag nicht mehr geklappt hat, befindet sich der Sohn des grossen Slava Bykov (63) im letzten Tanz seiner Karriere. Dieser emotionale Umstand wirkt sich offensichtlich leistungsfördernd aus. War er während der Saison oft nur noch ein Ergänzungsspieler, ist sein Einfluss in der entscheidenden Phase nochmals gestiegen. Zuerst das Siegestor in Halbfinal-Spiel 1, dann das Upgrade in die Linie mit Sörensen und Wallmark, neben denen er sich richtig gut in Szene setzte. Kaum zu sehen ist in dieser Serie dagegen sein langjähriger Weggefährte Julien Sprunger (38), der im Gegensatz zu Bykov nochmals einen neuen Vertrag erhalten hat.

Andrea Glauser (28, Verteidiger, Lausanne)
Hat sich zu einem Schweizer Verteidiger der Businessklasse entwickelt – smart, beweglich, zweikampfstark und viel offensiver Output. Der Fribourger im Lausanne-Dress ist aufgrund seiner Zuverlässigkeit fast noch wichtiger als die ausländischen Top-Verteidiger Pilut und Djoos. Durch den heftigen Zusammenstoss mit seinem Schwager Christoph Bertschy in Spiel 2 rückte er zusätzlich in den Fokus. Es ist ein Geschenk für diese Serie, dass Glauser sich dabei nicht gravierend verletzt hat und weiterspielen konnte.

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