Experte Wehrli erklärt: Schiris klauen Fribourg Tor, weil sie zu früh abpfeifen(02:03)

Dubé nach Tor-Klau gelassen
Schiri-Boss Fischer: «Pfiff war zu schnell»

Fribourg verliert gegen Lausanne mit 0:2, obwohl es durch Nathan Marchon einen korrekten Führungstreffer erzielt hatte. Gottéron-Trainer Christian Dubé zeigt nach dem folgenschweren Schiri-Fehler aber Grösse.
Publiziert: 07.04.2024 um 09:20 Uhr
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Aktualisiert: 07.04.2024 um 11:13 Uhr
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Nathan Marchon (in Blau) trifft, aber das Tor wird annulliert.
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Grégory Beaud und Marcel Allemann

Aufregung gehört in der Halbfinal-Serie zwischen Fribourg und Lausanne zur Tagesordnung. Das war auch in der dritten Partie nicht anders. Da wird Fribourg für seinen dominanten Auftritt in der 37. Minute endlich belohnt, schiesst durch Nathan Marchon das 1:0 – doch dann klaut ihnen der Schiri das eigentlich korrekte Tor. Denn nach einem Schuss von Mauro Jörg und der Parade von Lausanne-Goalie Connor Hughes, hatte Ref Daniel Stricker zu voreilig abgepfiffen. Dabei hatte Hughes den Puck gar nie unter Kontrolle, sondern er rutschte hinter ihm durch, wo Marchon stand und ihn versenkte.

Schiri-Boss Andreas Fischer gibt zu: «Der Pfiff war zu schnell. Aber sobald das Spiel unterbrochen wird, können wir nicht mehr darauf zurückkommen». Deshalb sei die Entscheidungsfindung trotz des Fehlers letztlich korrekt gewesen.

Dubé spricht lieber über eigene Fehler

Bei MySports meint Schiri-Experte Tobias Wehrli: «Es ist ein Fehler, nicht schön in einem Playoff-Halbfinal und der Schiedsrichter ist der Erste, der das weiss.» In der Tat: Es war Stricker anzusehen, dass er sich massiv über sich selbst ärgerte – er dürfte in der Nacht auf Sonntag nicht sonderlich gut geschlafen haben.

Fribourg – Lausanne HC 0:2: Hier klauen die Schiris Fribourg das Führungstor(05:19)

Im Lager der Fribourger ist man über Strickers voreiligen Pfiff natürlich nicht erfreut. Doch statt zu poltern, legt Trainer Christian Dubé in seiner Analyse sein Hauptaugenmerk, lieber auf die eigenen Fehler. Die zu vielen verpassten Torchancen und das Powerplay, das nicht funktioniert habe. Zum Tor-Klau erklärt er lediglich: «Die Schiedsrichter haben uns gesagt, dass sie zu schnell abgepfiffen haben – und so ist es nun einmal.»

«Dann wäre es eben 2:1 ausgegangen»

Ein Hauptbeteiligter bei der Aktion war Connor Hughes. «Ich hatte Glück, dass die Schiedsrichter so schnell gepfiffen haben», gesteht er. «Manchmal pfeifen sie aber auch nicht schnell genug und dann bekomme ich mehrere Schläge auf meinen Fanghandschuh», so der Lausanne-Goalie weiter. Grund, wegen dieser Szene, den Lausanner Sieg anzuzweifeln, sieht Hughes aber keinen: «Wir zweimal getroffen. Dann wäre das Spiel eben 2:1 ausgegangen.»

Nun ja: So einfach wäre es dann möglicherweise nicht gewesen. Denn nach dem Tor-Klau und dem späteren Lausanner Führungstreffer durch Damien Riat verloren die zuvor krass überlegenen Fribourger das Momentum. Und erlebten ein bitteres Ende eines Abends, an dem sie lange so vieles richtig gemacht haben. Mit 1:2 liegen sie nun in der Serie zurück und haben den Heimvorteil verloren.

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