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Der EVZ verliert auch daheim gegen Ajoie mit 2:4 und kassiert wettbewerbsübergreifend die achte Pleite in Folge. Bye-bye direkte Playoff-Qualifikation, willkommen im beinharten Strichkampf um einen Play-In-Platz!
Die Zuger schütteln die Verunsicherung zunächst mit Vorwärtsdrang ab und werden dafür durch das 1:0 von Tatar belohnt. Doch für mehr Ruhe kann diese Führung nicht sorgen, der Tabellenletzte hat durchaus auch seine Momente, und so ist der Ausgleichstreffer von Nättinen nicht wirklich eine Überraschung.
Die Zuger werden nun chaotischer, können ihre Topchancen zum 2:1 in Überzahl nicht nutzen und laufen anschliessend in einen Konter von Honka. Immerhin: Der EVZ zeigt da sogleich eine Reaktion, Hofmann, der schon am Donnerstag gegen Lugano zweimal getroffen hatte, gelingt das 2:2. Doch es bleibt chaotisch: Als die Zuger mit ihrem Kopf offenbar schon in der Garderobe sind, können Honka und Nättinen vor Genoni schalten und walten wie sie wollen, und 1,2 Sekunden vor der zweiten Drittelpause die erneute Führung an sich reissen.
Die Zuger werden von ihrem Publikum mit einem Pfeifkonzert in die Katakomben entlassen. Vor zweieinhalb Monaten hatte der EVZ die Jurassier in der OYM Hall noch mit 8:3 abgefertigt, Künzle kam zu einem Hattrick und Kubalik zu einem Doppelpack – die Erinnerung daran erscheint wie aus einer anderen Welt. Jetzt rennt der EVZ gegen Ajoie einem Rückstand hinterher.
Nättinen gelingt das zunächst noch vermeintliche 4:2 und die Pfiffe werden noch massiver. Aber die Zuger greifen nach dem letzten Strohhalm – ihre Coach's Challenge ist erfolgreich, dem Treffer der Jurassier ging ein Offside hervor. Die Hoffnung auf eine Wende bleibt zumindest so lange erhalten, bis Senteler eine dämliche Strafe einzieht. Während dieser wird der EVZ durch Honkas zweiten Streich dann definitiv versenkt. Da pfeift das Zuger Publikum dann nicht einmal mehr, sondern applaudiert hämisch.
Jetzt wird es in der Zentralschweiz so richtig ungemütlich. Wie geht es weiter? Bis anhin hat sich die sportliche Führung bedingungslos hinter Trainer Michael Liniger gestellt. Aber eine Heimpleite gegen Ajoie ist starker Tobak. Allerdings ist der Handlungsspielraum klein. Am Samstag haben die Zuger bei Servette anzutreten und anschliessend reisen sie am Sonntag von Genf aus direkt nach Schweden zum CHL-Rückspiel gegen Lulea weiter. Es gibt angenehmere Geschäftsreisen.
Fans: 7251.
Tore: 9. Tatar (Kubalik) 1:0. 21. Nättinen 1:1. 37. Honka (Fischer) 1:2. 38. Hofmann (Senteler) 2:2. 40. Nättinen (Honka) 2:3. 57. Honka (Nättinen/PP) 2:4.
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Der neue SCB-Kanadier Mike Sgarbossa sitzt beim Spiel gegen seinen Ex-Klub auf der Tribüne. Nicht weil es eine Abmachung mit Lugano geben würde, dass er nicht spielen darf, sondern weil er zunächst ein Spiel des SCB aus der Vogelperspektive schauen und erst tags darauf sein Debüt in Zürich geben soll.
Was er zu sehen bekommt, dürfte ihm zunächst zwar noch gefallen. Sein neuer Klub übernimmt die Initiative. Topchancen kann sich der SCB aber nicht erspielen. Und in Führung geht dann Lugano. Bei seinem 15. Saisontreffer hat Topskorer Luca Fazzini das Glück, dass sein Abschluss gleich doppelt von Samuel Kreis abgelenkt wird. Kurz darauf klingelt es wieder im Tor von Adam Reideborn, als Verteidiger Michael Carrick mit einem Weitschuss trifft. Mit fünf Torschüssen kommt das beste Auswärtsteam der Liga zu zwei Toren.
Auch im Mitteldrittel zeigt sich Lugano kaltblütig. Als Miro Aaltonen und Reideborn die Übersicht verlieren, schlägt Dario Simion zu. Auf eine Reaktion des SCB wartet man vergebens. Ohne Emotionen spult das Team von Heinz Ehlers sein Programm ab. Den temperamentvollen Sgarbossa hätte man gegen seinen Ex-Klub besser spielen lassen. Lugano trifft derweil erneut. Jiri Sekac stellt auf 4:0.
Schwacher Trost für den SCB: Victor Ejdsell kann im Powerplay vermeiden, dass der SCB zum siebten Mal in dieser Saison zu Hause ohne Tor bleibt. Über 187 Minuten waren die Berner davor vor eigenem Anhang ohne Treffer geblieben. Pfiffe von den Fans gibt es am Schluss dennoch.
Fans: 14’854.
Tore: 14. Fazzini (Canonica, Sanford) 0:1. 16. Carrick (J. Peltonen, Sanford) 0:2. 25. Simion (Thürkauf, Alatalo) 0:3. 46. Sekac (Perlini, Mi. Müller) 0:4. 56. Ejdsell (Lehmann, Loeffel/PP) 1:4.
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Natürlich fällt der Jubel der Lausanner nach dem 3:2-Siegtreffer in der Overtime ausgelassen aus. Was hat der LHC zuletzt leiden müssen: Seit dem 7:0-Kantersieg gegen Zug zum Jahresauftakt ging bei den Waadtländern nichts mehr. Jetzt ist die Durststrecke beendet – dank Erik Brännström, der in Kloten in der 62. Minute bei einer Zwei-gegen-eins-Situation das Zuspiel von Ahti Oksanen eiskalt verwertet. Oksanen bereitet auch Damien Riats 2:1 vor.
Lausanne musste nicht nur mit einer Niederlagenserie (fünf Stück hintereinander) klarkommen, sondern auch den Offensiv-Motor wieder zum Laufen bringen. Gegen Fribourg (0:4) und Servette (0:3) blieb der Vizemeister in den letzten zwei Spielen komplett torlos. Und so überrascht es nicht, dass derjenige, der den LHC-Torbann bricht, einer ist, der im Zürcher Unterland sein Comeback gibt: Ken Jäger gleicht in der 35. Minute in seinem ersten Match seit dem 30. November zum 1:1 aus.
Kloten wird sich ärgern – über die Overtime-Niederlage und speziell über diesen Ausgleich. Denn es sind die Flieger, die zu Beginn des Mitteldrittels tonangebend sind. Doch nachdem die Schiedsrichter Rafael Meiers vermeintliches 2:0 nach der erfolgreichen Lausanner Coach's Challenge nachträglich annullieren, kommts im Spiel des EHC zu einem Bruch. Dieser führt letztlich zur vierten Pleite in Serie. Und zu allem Übel kann Topskorer Robert Leino die Partie nicht zu Ende spielen.
Fans: 4467.
Tore: 22. Meyer (Ramel, Profico/PP) 1:0. 35. Jäger (Prassl) 1:1. 48. Riat (Oksanen) 1:2. 51. Morley (Lindroth, Simic) 2:2. 62. Brännström (Oksanen, Fuchs) 2:3.
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Die grandiose Genfer Serie von sieben Siegen in Folge endet an der Ilfis. Die SCL Tigers gewinnen zum zweiten Mal in dieser Saison gegen Servette. Dabei hilft es, dass sich Goalgetter André Petersson nach zehntägiger Verletzungspause zurückmeldet. Er macht da weiter, wo er vor seinem Ausfall aufgehört hatte. Es ist der Schwede, der das erste Tor erzielt. Mit einem raffinierten Distanzschuss erwischt er Goalie Stéphane Charlin kurz vor Spielmitte. Es ist bereits der 21. Saisontreffer des schussgewaltigen Stürmers, der schon seit Jahren in der Schweiz angeboten worden war, aber nie einen Abnehmer fand. Er hat nun in sieben Spielen in Folge gepunktet.
Vor dem Treffer verhindert Charlin, der letzte Saison noch im Langnauer Tor geglänzt hatte, mit einer fantastischen Parade noch einen Treffer von Verteidiger Tim Mathys. Bei Peterssons Schuss ist ihm dann die Sicht verstellt.
Das Team von Thierry Paterlini zeigt nach dem Führungstreffer seine taktische Reife und hält die formstarken Gäste in Schach. Und Goalie Luca Boltshauser verdient sich im Duell gegen seinen Ex-Kollegen mit einer tadellosen Leistung und einigen spektakulären Aktionen den dritten Shutout der Saison.
Verteidiger Santtu Kinnunen und Dario Rohrbach sorgen mit ihren Toren, dass nichts mehr anbrennen kann. So holen sich die Emmentaler den dritten Heimsieg in Folge und sitzen nun gar dem achtplatzierten EV Zug punktgleich im Nacken.
Fans: 5820.
Tore: 27. Petersson (Mathys, Kinnunen) 1:0. 43. Kinnunen (Pesonen) 2:0. 50. Rohrbach (Kinnunen, Mäenalanen/PP) 3:0.
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Nach dem 1:0-Mini-Derbysieg gegen Kloten am Sonntag, den sich der ZSC mit mehr Glück als Verstand erarbeitet hatte, will Trainer Marco Bayer neue Reize setzen. Der neue schwedische Söldner Johan Sundström kommt zu seiner Premiere, dazu werden Andrighetto/Malgin – wie auch schon in dieser Saison – getrennt.
Der Torlust von Malgin tut dies keinen Abbruch, mit der Präzision eines Chirurgen trifft der Nati-Star zum 1:0 und sorgt so in der ausgeglichenen Anfangsphase für den kleinen, aber feinen Unterschied. Die in den schwarzen Fighter-Retro-Shirts der 90er-Jahre antretenden SCRJ Lakers lassen sich dadurch jedoch nicht entmutigen und sind mit fortdauernder Spieldauer das griffigere Team. Vor allem Strömwall, der auf die nächste Saison zu den ZSC Lions wechselt und diesen offenbar zeigen will, dass er ein guter Einkauf ist, zeigt sich omnipräsent, kann aber nicht reüssieren.
Dies gelingt dann Verteidiger Larsson mit dem verdienten Ausgleich. Doch die Freude ist nur von kurzer Dauer. Denn die Zürcher drücken anschliessend rasch 44 Sekunden aufs Gaspedal und schon steht es 3:1. Zunächst nimmt Rohrer Rappis Moy den Puck an der Bande ab und bedient Malgin, der zum zweiten Mal trifft. Anschliessend trifft auch noch Balcers in Überzahl. Und so gewinnt der ZSC dieses Schlüsselspiel, schafft eine Zäsur zwischen Rang 6 und 7 und sich und den SCRJ Lakers.
Fans: 6100.
Tore: 7. Malgin (Lehtonen) 0:1. 45. Larsson (Fritz) 1:1. 50. Malgin (Rohrer) 1:2. 51. Balcers (Riedi/PP) 1:3.
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | HC Davos | 40 | 47 | 84 | |
2 | HC Fribourg-Gottéron | 40 | 34 | 74 | |
3 | Genève-Servette HC | 42 | 7 | 73 | |
4 | HC Lugano | 40 | 30 | 72 | |
5 | Lausanne HC | 42 | 20 | 70 | |
6 | ZSC Lions | 40 | 23 | 69 | |
7 | SC Rapperswil-Jona Lakers | 40 | -10 | 62 | |
8 | EV Zug | 40 | -12 | 58 | |
9 | SCL Tigers | 41 | 6 | 58 | |
10 | SC Bern | 40 | -14 | 51 | |
11 | EHC Biel | 40 | -15 | 51 | |
12 | EHC Kloten | 40 | -21 | 47 | |
13 | HC Ambri-Piotta | 40 | -37 | 46 | |
14 | HC Ajoie | 41 | -58 | 34 |










