Tötungsdelikt in Buchs ZH – Sohn und Schwiegertochter sitzen in U-Haft
Wer hat Grosi Drita G.* (†71) an Heiligabend umgebracht?

Drita G. ist an Heiligabend getötet worden. Im Visier der Kantonspolizei Zürich: ihre eigene Familie. Inzwischen sitzen ihr Sohn und ihre Schwiegertochter in U-Haft
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Die Kosovarin Drita G.* (†71) aus Buchs ZH ist tot.
Foto: zVg

Darum gehts

  • Drita G. (71) aus Buchs ZH wurde an Heiligabend tot aufgefunden
  • Ihr Sohn (51) und Schwiegertochter (48) sitzen weiterhin in U-Haft
  • Die 71-Jährige wurde am 30. Dezember in Kamenica, Kosovo, beerdigt
Die künstliche Intelligenz von Blick lernt noch und macht vielleicht Fehler.
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Drita G.* (†71) aus Buchs ZH ist tot – und ihre eigene Familie soll gemäss ersten Erkenntnissen dafür verantwortlich sein. An Heiligabend kurz nach Mitternacht ging bei der Kantonspolizei Zürich die Meldung ein, dass in einem Wohnhaus eine leblose Person angetroffen wurde. Die ausgerückten Rettungssanitäter konnten nur noch den Tod der Frau feststellen. Die Polizei sprach von einem Gewaltdelikt. Heisst: Das Grossmami wurde getötet.

Zunächst wurden drei Schweizer verhaftet. Laut Blick-Recherchen: ihr Sohn (51), ihre Schwiegertochter (48) und ihr Enkel (27).

Laut Erich Wenzinger, Sprecher der Oberstaatsanwaltschaft Zürich, sitzen inzwischen nur noch zwei Personen in U-Haft. Er bestätigt Blick: Sie stehen im familiären Verhältnis zur Toten. Während der Enkel entlassen worden ist, sitzen seine Eltern – also der Sohn und die Schwiegertochter von Drita G. – weiterhin im Knast.

Wie die 71-Jährige genau gestorben ist, lässt die Oberstaatsanwaltschaft offen. Wenzinger verweist auf das laufende Verfahren. Es stellt sich auch die Frage: Weshalb musste das Grossmami sterben? Doch Wenzinger erklärt: «Der genaue Tathergang sowie ein allfälliges Motiv für das Tötungsdelikt sind Gegenstand des laufenden Strafverfahrens der Zürcher Staatsanwaltschaft.»

Gesundheitliche Probleme

In ihrem Buchser Quartier war die Familie laut einer Anwohnerin wenig bekannt. Gegenüber Blick erklärte diese, dass die verstorbene Frau unter gesundheitlichen Problemen gelitten habe.

Wie Blick weiss, stammt die gesamte Familie ursprünglich aus dem Kosovo. Wie aus einem Facebook-Post eines weiteren Sohnes hervorgeht, wurde der Leichnam der 71-Jährige in die Heimat überführt. Drita G. wurde am 30. Dezember beerdigt.

Aus dem Facebook-Beitrag des Sohnes geht nicht hervor, dass Drita G. getötet worden ist. Es heisst lediglich, dass sie verstorben ist. Darunter finden sich zahlreiche Beileidsbekundungen. Gemäss Blick-Recherchen lebte auch der Ehemann der Toten – ein ehemaliger Fahrer der VBZ – im gleichen Haushalt. Wo sich dieser aktuell befindet, ist bisher unklar.

Bis zu einem rechtskräftigen Verfahrensabschluss gilt für alle Involvierten die Unschuldsvermutung.

* Name geändert

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