Darum gehts
- EU-Chefdiplomatin Kaja Kallas spricht an der Universität Zürich am Donnerstag
- Studenten planen Protest mit Slogan «Kallas Kills, UZH Hosts»
- Mehrere Polizeiwagen und Personenschützer sichern die Veranstaltung ab
Am Donnerstag ist EU-Chefdiplomatin Kaja Kallas (48) für einen Vortrag an der Universität Zürich zu Gast. Die Veranstaltung, die um 17.15 Uhr beginnt, ist ausgebucht, wie man auf der Webseite der Universität liest.
Doch neben Kallas könnten auch ungebetene Gäste auftauchen: Studenten haben eine Spontankundgebung angekündigt. Der vielsagende Titel der Demonstration: «Kallas Kills, UZH Hosts.»
Polizei beschützt Kallas
Der Slogan bezieht sich offenbar auf den Konflikt im Gazastreifen, denn auf einem Plakat zur Kundgebung liest man auch: «From Zurich to Gaza: Kallas out».
Ein Blick-Reporter fotografiert vor Ort mehrere Einsatzwagen der Polizei. Ausserdem hat Kallas offenbar Personenschützer mitgebracht.
Eine kleine Gruppe Demonstranten tauchte auf, wurde jedoch kurz nach Beginn der Veranstaltung weggewiesen.
Kallas beschuldigt Russland
Kallas äusserte sich laut dem Sender Al Jazeera bei der Veranstaltung auch zum aktuellen Krieg im Nahen Osten. Dieser sei eine direkte Folge der Aushöhlung des Völkerrechts.
Die internationale Ordnung sei durch das einseitige Handeln der Grossmächte untergraben worden. Kallas beschuldigte insbesondere Russland, übte aber auch Kritik an China und den USA. Russlands Einmarsch in die Ukraine habe andere Staaten dazu ermutigt, ungestraft zu handeln.