Am Dienstag informierte Nicolas Féraud, Gemeindepräsident von Crans-Montana, seinen Gemeinderat offiziell über die Ermittlungen gegen ihn. Das heisst es in einer Mitteilung des Gremiums. Er könnte laut der Walliser Staatsanwaltschaft mitschuldig am Tod von 41 Menschen sein. Féraud tritt für den Verlauf der Ermittlungen in den Ausstand und ist nicht mehr für das Dossier der Brandkatastrophe verantwortlich. Er bleibt aber vorerst im Amt.
An seiner Stelle hat der Gemeinderat Sébastien Rey für das Dossier verantwortlich gemacht. «Diese Wahl fiel aufgrund seiner soliden Führungserfahrung als Stabsoffizier und Unternehmensleiter», heisst es in der Mitteilung.
Féraud wird aussagen
Laut dem Gemeinderat wird Féraud bei der nächsten Anhörung der Behörden im Rahmen der Strafuntersuchung zu Brandkatastrophe angehört werden. «Die Anhörung von Nicolas Féraud in seiner Eigenschaft als Gemeindepräsident wird es der Justiz ermöglichen, die für ihre Ermittlungen notwendigen Antworten zu erhalten.» Weiter lässt sich Féraud in der Mitteilung folgendermassen zitieren: «In diesem Zusammenhang werde ich uneingeschränkt mit der Staatsanwaltschaft zusammenarbeiten, damit die Fakten festgestellt werden können.»