Darum gehts
- Genfer Feuerpolizei kontrolliert seit Brandkatastrophe unangekündigt Bars und Diskotheken.
- Zehn von elf kontrollierten Lokalen wiesen Sicherheitsmängel auf.
- Genf hat rund 250 Bars, 40 Diskotheken, Kontrollen gehen weiter.
Seit der Brandkatastrophe von Crans-Montana hat die Genfer Feuerpolizei unangekündigte Kontrollen in Bars und Diskotheken durchgeführt. Eines der Lokale entsprach vollständig den Vorschriften, zehn von elf wiesen Mängel auf. Eine sofortige Schliessung wurde nicht angeordnet.
Damit bestätigte die Sprecherin des Departements für Raumplanung (DT), Pauline de Salis-Soglio, am Freitag eine Meldung der Zeitung «Le Temps». Die Betreiberinnen und Betreiber werden in einem Schreiben dazu aufgefordert, die aufgelisteten Mängel innerhalb einer Frist zu beheben. Ausserdem wurde ihnen erneut mitgeteilt, wie viele Gäste in ihren Lokalen maximal zugelassen sind. Diese Zahl müsse gut sichtbar ausgewiesen werden.
Nicht normgerechte Dekorationsmaterialien
Zu den festgestellten Unregelmässigkeiten gehörten nicht normgerechte Dekorationsmaterialien. Diese wurden sofort entfernt. Einige Einrichtungen hätten ausserdem Sitzplätze entfernen müssen, damit die Zahl zulässiger Gäste eingehalten werden kann. Gemäss «Le Temps» mussten eine Diskothek und zwei Tanzbars so lange ihre Kapazität reduzieren, bis die geforderten Änderungen umgesetzt wurden.
Die Kontrollen werden fortgesetzt. In Genf gibt es etwa 250 Bars und 40 Diskotheken.