Es war ein spektakulärer Raub, bei dem viele den Atem anhielten. Im Februar 2024 überfielen drei maskierte Männer am helllichten Tag ein Taxi im Parkhaus P2 am Flughafen Genf und entkamen mit zwei blauen Koffern voller Uhren und Schmuck im Wert von mehreren Millionen Franken.
Ihr Vorgehen dabei war äusserst dreist: Sie blockierten mit einem weissen Wagen die Strasse, schlugen die Scheiben des Taxis ein, griffen den Fahrer mit Reizgas an und verschwanden schliesslich mit der Beute.
Neue Spur führt nach Belgien
Trotz Überwachungskameras konnten die Täter flüchten und die Ermittler tappten lange im Dunkeln. Nun führt eine neue Spur offenbar nach Belgien, wie die «NZZ» berichtet.
Im Juni 2024, vier Monate nach der Tat, veröffentlichte die belgische Bundespolizei im Auftrag der Genfer Staatsanwaltschaft einen Fahndungsaufruf. Es stellte sich heraus: Das Fluchtauto mit belgischem Nummernschild war gestohlen.
Genfer Anwaltskanzlei setzt Millionen-Belohnung aus
Im September folgten Videoaufnahmen aus dem Parkhaus, die die mutmasslichen Täter mit Hygienemasken zeigten.
Eine Genfer Anwaltskanzlei setzte eine Belohnung von bis zu einer Million US-Dollar für Hinweise aus, die zur Wiederbeschaffung der Beute führen könnten. Die Eigentümer der gestohlenen Diamanten und Juwelen stellten diese Summe zur Verfügung.
Spezialeinheiten durchsuchen Juweliergeschäfte
Jetzt gab es eine Polizeiaktion in Antwerpen, wie die «NZZ» berichtet. Spezialeinheiten durchsuchten offenbar fünf Juweliergeschäfte im Diamentenviertel. Einige dieser Geschäfte seien auch wegen Geldwäsche bekannt gewesen, schreibt die «Gazet van Antwerpen».
Bisher gab es keine Festnahmen. Die Ermittlungen werden jedoch fortgesetzt. Auch in diesem Fall seien die Razzien auf Anfrage der Genfer Staatsanwaltschaft erfolgt. Mehrere Quellen hätten der Zeitung bestätigt, dass die Durchsuchungen mit dem Raub am Flughafen zusammenhängen.
Auf Anfrage der «NZZ» äussert sich die Genfer Staatsanwaltschaft nicht zu dem laufenden Verfahren.