Schick Blick deine Schnee-Videos – es lohnt sich!
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Wo ist es weiss in der Schweiz:Schick Blick deine Schnee-Videos – es lohnt sich!

Warnstufe 4
Keine Entwarnung – Lawinengefahr bleibt hoch

Wintercomeback in der Schweiz! In wenigen Tagen fällt in manchen Alpenregionen so viel Schnee wie im ganzen bisherigen Winter. Bereits am Montag gab es vielerorts ein weisses Wunder. Der Schnee soll teilweise bis Dienstag anhalten. Die aktuellen Entwicklungen im Ticker.
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Obergesteln VS erwachte am Montagmorgen unter einer dicken Schneedecke.
Foto: Leserreporter

Darum gehts

  • Starkschneefälle bis Dienstag: Bis zu einem Meter Neuschnee in Alpenregionen
  • Starke Winde mit bis zu 120 km/h gefährden Bergregionen und Flachland
  • Lawinengefahr steigt: Gefahrenstufe 4 für Wallis, Alpennordhang und Graubünden
Die künstliche Intelligenz von Blick lernt noch und macht vielleicht Fehler.
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Blick Newsdesk
17.02.2026, 13:56 Uhr

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vor 55 Minuten

Lawinenabgang Goppenstein VS: Zugstrecke weiterhin gesperrt

Wegen eines Lawinenniedergangs am Montagmorgen bei Goppenstein VS bleibt die Bahnstrecke Frutigen–Brig weiterhin gesperrt. Die SBB rechnen damit, dass der Zugverkehr erst am Samstagmorgen um 5.30 Uhr wieder aufgenommen werden kann. Betroffen ist der Abschnitt zwischen Goppenstein und Brig auf der Linie RE1 – Züge fahren dort derzeit nicht.

Alternative Verbindungen:

  • Reisende zwischen Visp Süd und Goppenstein nutzen die bereitgestellten Ersatzbusse.

  • Zwischen Lalden und Visp stehen die Busse der Linie B511 zur Verfügung.

  • Für die Strecke Ausserberg–Visp verkehren Busse der Linie B522.

  • Zwischen Hohtenn und Gampel-Steg verkehrt die Linie B592.

  • Reisende zwischen Eggerberg und Visp können die Busse der Linie B523 nehmen.

Foto: keystone-sda.ch


07:11 Uhr

Warmfront im Anmarsch – Lawinengefahr bleibt hoch

Bis zu einem Meter Neuschnee gab es am Dienstag in den Schweizer Bergen. Nun legt der Winter nach – doch nur noch in einem Teil des Landes. Denn nach dem Kälteeinbruch ist eine Warmfront im Anmarsch: Im Westen steigt die Schneefallgrenze deshalb rasch an, während es im Osten noch länger bis in tiefe Lagen schneit. Die Temperaturen liegen zwischen 2 bis 7 Grad. Im Süden bleibt es freundlich und trocken. In den Alpen bleibt die Lawinengefahr erhöht. Abseits der Pisten wird weiterhin zur Vorsicht geraten.

Bevor die Temperaturen zumindest im Westen etwas steigen, warnt der Bund vor glatten Strassen. Betroffen sind das ganze Flachland und Teile der Voralpen. Die Warnung gilt bereits seit Dienstagabend und vorerst bis 8 Uhr.

Das WSL-Institut für Schnee und Lawinenforschung SLF hat um ausserdem sein Lawinenbulletin erneuert. In vielen Regionen gilt weiterhin die zweithöchste Lawinenwarnstufe 4 (gross).

17.02.2026, 19:23 Uhr

Am Mittwoch erreicht uns die nächste Schneewalze

Von Westen kommt am Mittwoch neuer Schneefall auf uns zu.

Schluss mit Schnee? Nicht am Mittwoch, wie das Niederschlagsradar vom Bundesamt für Meteorologie und Klimatologie (MeteoSchweiz) zeigt. «Im Laufe des Vormittags aus Westen verbreitet aufkommender Schneefall, Schneefallgrenze am Nachmittag auf 1000 bis 1300 Meter steigend», prognostiziert die Behörde in ihrer Vorhersage für Mittwoch. Womöglich finden einige Flocken auch ihren Weg ins Flachland. 

Der Niederschlag lässt am späteren Nachmittag und Abend nach. Nord- und Mittelbünden dürften nur wenig Niederschlag verzeichnen.

Selbst im Flachland könnte es schneien.

Die Temperaturen liegen am Morgen in den Niederungen bei -1 Grad, am Nachmittag bei um die 3 Grad. Auf den Voralpengipfeln pfeift zudem ein kräftiger Südwestwind. «In den Bergen 5 bis 15 cm, in Nord- und Mittelbünden 1 bis 5 cm Neuschnee», schreibt MeteoSchweiz weiter.

17.02.2026, 19:15 Uhr

Auch Migros von Wetterchaos betroffen

Neben Coop ist auch der Voi Migos-Partner in Saas-Fee von Lieferverzug betroffen, wie die Migros auf Nachfrage von Blick erklärt. «Wir sind stark von den Wetterbedingungen abhängig und beobachten die Situation sowie deren Entwicklung aufmerksam, um so rasch wie möglich reagieren zu können.» Und weiter: «Dabei arbeiten wir eng mit der Verantwortlichen des lokalen Geschäfts zusammen, um die Versorgung bestmöglich sicherzustellen, sobald es die Bedingungen erlauben.»

Foto: Migros Valais/Linkedin
17.02.2026, 17:26 Uhr

So kann man der Schneesituation auch begegnen

Sie lassen sich vom Schnee nicht die Laune verderben.

Muss man wegen der Schneesituation gleich verzweifeln? Nein, findet eine Gruppe Leserreporterinnen und Leserreporter. «Wir sitzen auf der Lauchernalp im Lötschental fest und machen das Beste daraus», meldet die Gruppe und sendet Bilder vom Anstossen in der selbstgebauten Schnee-Bar. Bier und Wein sind so besonders kühl.

Herrlich: Vom Schnee gekühltes Bier.
17.02.2026, 17:14 Uhr

SLF-Update: Keine sehr grosse Lawinengefahr mehr

Um 17 Uhr hat auch das WSL-Institut für Schnee und Lawinenforschung SLF sein Lawinenbulletin upgedatet. Die gute Nachricht: In keiner Region gilt mehr die höchste Lawinenwarnstufe 5 (sehr gross). Aber: In vielen Regionen gilt weiterhin die zweithöchste Lawinenwarnstufe 4 (gross). 

Hier die nun überholte Lawinenwarnkarte:

Bis 17 Uhr galt teils noch sehr grosse Lawinengefahr.

Und hier die aktuelle Lawinenwarnkarte:

Die Lawinengefahr ist vielerorts immer noch gross.
17.02.2026, 17:07 Uhr

Saastal weiterhin von der Aussenwelt abgeschnitten

«Saastal Tourismus» hat für Dienstag, 17 Uhr, ein weiteres Update zur Verkehrslage rund um das Saastal versprochen und Wort gehalten. Die Nachrichten sind aber keineswegs positiv. Das Saastal ist weiterhin von der Aussenwelt abgeschnitten. «Aufgrund von Lawinenniedergängen und stürmischen Winden bleibt die Strasse zwischen Stalden und Saas-Balen bis auf Weiteres geschlossen», liest man auf der Webseite von «Saastal Tourismus». 

Für Mittwochmorgen wurden Rekoflüge und Sicherheitssperrungen angekündigt. Die nächste Information soll am Mittwoch um 11 Uhr erfolgen.

17.02.2026, 16:33 Uhr

Frischwarenabteilung im Coop Saas-Fee VS leergefegt

Blick-Leser Benedikt Bähler trifft bei seinem Einkauf am Dienstag im Coop in Saas-Fee VS fast der Schlag: Die Frischwarenabteilung ist komplett leergefegt. Bereits um drei Uhr Nachmittags gibts kein frisches Gemüse und keine Früchte mehr. «Aber auch bei den Milch- und Fertigprodukten waren einige Waren vergriffen», schildert Bähler gegenüber Blick die Lage. Ebenso bei den Teigwaren. Seine Vermutung: Die Einwohner decken sich während der starken Schneefälle noch mit genügend Lebensmitteln ein. Damit ihnen nicht dasselbe droht wie Familie Käser: Diese ist zurzeit in ihrem Ferienhaus in Arbaz VS eingeschneit – und hat keine Lebensmittel mehr.

Trotzdem ist Bähler der Ansicht, dass Hamsterkäufe wegen des Schneegestöbers nicht nötig seien. «Ich habe es an den völlig überfüllten Körbli und Wägeli gesehen. Die Leute hamstern jetzt alles weg, und am Wochenende, wenn sie wieder ins Unterland fahren, schmeissen sie es weg», ärgert er sich.

Eine Coop-Mitarbeiterin bestätigt die teilweise leeren Regale. Man habe am Morgen wegen der gesperrten Strasse keine Lieferung erhalten, deshalb fehle es an Frischprodukten wie Früchte, Gemüse und Milch. «Heute war viel los, schliesslich sind Sportferien», so die Mitarbeiterin gegenüber Blick. Man hoffe nun, dass die Strasse bald wieder befahrbar ist. «Dann bekommen wir wieder frische Produkte.»

Auf Nachfrage von Blick erklärte Coop, dass eine Anlieferung in Saas-Fee, Saas-Grund und Münster am Dienstag aufgrund gesperrter Strassen nicht möglich gewesen sei. «Einige Frischprodukte sind derzeit nicht oder nur eingeschränkt verfügbar.» Die Verfügbarkeit von Grundnahrungsmitteln sei jedoch gewährleistet. Man stehe mit den verantwortlichen Behörden vor Ort in Kontakt.

<p>Fast kein Obst und Gemüse mehr am Dienstag im Coop in Saas-Fee VS.</p>
Foto: Leserreporter
17.02.2026, 13:50 Uhr

Riesige Staublawine in Grindelwald BE

Eine riesige Staublawine geht in Grindelwald BE nieder. Am Mittag legte eine ähnliche Staublawine die Zugstrecke nach Zermatt VS lahm. Ein Blick-Leser kann den Augenblick mit seiner Kamera festhalten.

Lawine am Wetterhorn in Grindelwald
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Leservideo zeigt:Lawine am Wetterhorn in Grindelwald

Personen waren laut dem Blick-Leser keine in Gefahr. Für Grindelwald gilt die Lawinen-Gefahrenstufe 4 von 5.

17.02.2026, 12:35 Uhr

Die Lawinen-Gefahrenstufen und ihre Bedeutung

Es schneit unaufhörlich – und damit steigt auch die Lawinengefahr deutlich. In weiten Teilen der Schweiz gilt derzeit die höchste Gefahrenstufe 5. Aber was bedeutet das konkret? Und welche Konsequenzen hat es für Skifahrer und Snowboarder?

Hier findest du eine Übersichtsgrafik zu den Lawinenwarnstufen und ihrer Bedeutung:

Für viele sollte der Winter längst vorbei sein, jetzt erhalten einige Alpenregionen noch den grössten Schneefall dieses Winters: Nach zu trockenen Wochen fällt bis zu ein Meter Neuschnee – und das bis Dienstagabend. Wetterexperten warnen gar vor einem Starkschneefall-Ereignis. Die Schneefälle werden von stürmischen Böen begleitet.

Viel Schnee in Laax GR
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Videos zeigen Schneemassen:Schweizer Bergregionen sind total eingeschneit

Besonders betroffen ist das Glarnerland bis über die Urner Alpen zum westlichen Berner Oberland hin und östlich bis zum Rätikon. Oberhalb von 1500 Metern könne es dort 70 bis 100 cm Neuschnee geben, schrieb Meteo Schweiz am Sonntagnachmittag. Bis Dienstagnacht sinke die Schneefallgrenze auf 600 Meter.

Zudem fegt stürmischer West- bis Nordwestwind über die betroffenen Regionen. Oberhalb von 2000 Metern erwartet Meteo Schweiz Böen mit bis zu 120 Kilometer pro Stunde. Auch im Flachland wird es stürmisch mit Windstärken von bis zu 90 km/h.

Ende der Trockenheit, grosse Lawinengefahr

Seit Dezember war es viel zu trocken in der Schweiz. Ein Hochdruckgebiet über Skandinavien blockierte die Wolken. Jetzt bringt ein Wetterumschwung endlich Niederschlag.

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Der Grund für den extremen Schneefall: Zwischen einem Hoch vor Portugal und einem Tief über der Nordsee wird feuchte Luft Richtung Schweiz gedrückt. Die Strömung dreht dabei von West auf Nordwest. Diese Luft staut sich an den Alpen und regnet bzw. schneit sich dort ab.

Das Lawinenbulletin des Instituts für Schnee- und Lawinenforschung (SLF) warnt vor erhöhter Lawinengefahr. Die zweithöchste Gefahrenstufe 4 (gross) wird für das Wallis, den Alpennordhang und Graubünden vorausgesagt.

Jubel bei Wintersportlern

Für Wintersportorte sind die Schneemengen hingegen ein Segen: Nach einem ungewöhnlich milden und zu trockenen Januar können Skigebiete nun mit besseren Pistenbedingungen und einer längeren Saison rechnen – vor allem in den westlichen und zentralen Alpen.

Ein Beispiel: In Gebieten wie Engelberg OW, Adelboden BE und Davos GR könnten die Schneeverhältnisse innerhalb weniger Tage von «grün-braun» zu «tiefwinterlich» wechseln – ideal für Tourismusbetriebe, herausfordernd für Lawinensicherung und Verkehr.

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