Darum gehts
- Über 1000 Personen demonstrierten in Bern und 600 in Basel am Sonntag
- In Bern gedachten Demonstrierende mit 29 Sekunden Schrei 29 Femizid-Opfern
- Tramverkehr in Basel gestört, Läderach-Filiale von Unbekannten besprayt
Die über 2000 Teilnehmenden in der Stadt Bern versammelten sich auf dem Bahnhofplatz und starteten anschliessend den Umzug durch die Innenstadt, wie ein Reporter der Nachrichtenagentur Keystone-SDA berichtete. Die Demonstrantinnen skandierten Parolen wie «Kein Krieg, kein Staat, kein Patriarchat» und «Gegen Banken und Sexisten». Teils wurden Rauchpetarden gezündet.
Anlässlich des «queerfeministischen Kampftags» rief ein unbekanntes Kollektiv zu einer «kämpferischen Demo» auf. Ihr Widerstand galt Geschlechtergrenzen, patriarchaler Gewalt sowie dem «inneren und äusseren Grenzregime».
Schreien für 29 Sekunden
Die Demo war dem Aufruf zufolge offen für alle Geschlechter. Man wolle den Ort sicher und zugänglich für alle machen. Und: «Patriarchale Strukturen gehen uns alle an.» Zu Beginn der Kundgebung gedachten die Demonstrierenden mit einem 29 Sekunden langen Schrei der nach ihren Angaben 29 Opfer von Femiziden im Jahr 2025 in der Schweiz. «Mehr queer-Feminismus statt Faschismus - grenzenlose Solidarität» war auf einem der mitgeführten Transparente zu lesen.
In Basel haben ebenfalls rund 1000 Personen am Sonntagnachmittag demonstriert. Sie besammelten sich um 14.00 Uhr am Marktplatz zu einer unbewilligten Kundgebung, wo es Reden und Tänze gab.
«Fintas kämpfen Hand in Hand - feministisch militant» oder «Unsere Körper, unsere Leben» stand auf Transparenten geschrieben. Die Polizei war vor Ort, hielt sich aber im Hintergrund auf, wie eine Reporterin der Nachrichtenagentur Keystone-SDA beobachtete.
Die Demonstration fand zeitgleich wie der Bummelsonntag statt. Die Kundgebung setzte sich um 14.45 Uhr via Freie Strasse in Bewegung und machte Halt am Barfüsserplatz. Es kam zu Umleitungen und Verspätungen im Tramverkehr. Unbekannte besprayten eine Filiale der Confiserie Läderach. Am Centralbahnplatz verhinderte die Kantonspolizei ein Eindringen der Demonstrierenden in den Bahnhof Basel SBB, wie sie auf Instagram schreibt. Dabei habe sie einen leeren Warnschuss aus einem Reizstoffgewehr abgegeben.