Das Projekt starte im kommenden Jahr. Die Gelder dafür müssen im Rahmen des Budgets 2026 vom Parlament bewilligt werden. Es werde damit gerechnet, dass auch im Kanton Thurgau landwirtschaftliche Nutzflächen mit zu hohen PFAS-Werten ermittelt werden.
Das Projekt zur «Erfassung, Koordination und Begleitung der PFAS-Situation im Kanton Thurgau» soll aufzeigen, in welchem Ausmass Per- und polyfluorierte Alkylverbindungen (PFAS) in Thurgauer Böden und Gewässern vorkommen und welche Massnahmen ergriffen werden müssen.
In den dafür vorgesehenen Mitteln von rund einer halben Million Franken ist kein Sonderkredit für eine allfällige finanzielle Unterstützung stark betroffener Landwirtschaftsbetriebe enthalten, hielt der Kanton weiter fest.
Im Kanton St. Gallen sind bereits zahlreiche mit PFAS belastete Flächen entdeckt worden. Als erste Massnahme wurde in einigen Landwirtschaftsbetrieben der Verkauf von Fleisch gestoppt. Als Grund für die Belastung der Böden wird das Austragen von mit den Chemikalien belastetem Klärschlamm aus Abwasserreinigungsanlagen vermutet.
PFAS sind langlebige Chemikalien, die seit Jahrzehnten in grossem Umfang industriell genutzt werden. Wasserabweisende Regenjacken, Zahnseide, Skiwachs und Löschschaum beinhalten entsprechende Chemikalien. Sie konnten in der Nahrungskette sowie im Gewebe von Menschen nachgewiesen werden und können gesundheitsgefährdend sein.