Mit der Kündigung von Christian Aldrey auf Ende März 2026 stehe nach der Frühpensionierung des langjährigen Kommandanten bereits der zweite überraschende Abgang an, heisst es im Vorstoss.
Die Mitte-Fraktion bezieht sich bei ihrer Anfrage auf einen Artikel der «St. Galler Nachrichten», in dem von einer «stark gestörten Harmonie innerhalb des Kommandos» die Rede war. Dies löse Unbehagen aus. Die Handlungsfähigkeit der Polizei müsse jederzeit gewährleistet sein.
Bruno Zanga liess sich im April 2024 nach zwölf Jahren als Kommandant der St. Galler Kantonspolizei vorzeitig pensionieren. Bis die Stelle neu besetzt werden konnte, übernahm der damals 48-jährige Christian Aldrey interimistisch das Polizeikommando.
Im folgenden Dezember löste ihn die neue Polizeikommandantin Barbara Reifler ab. Sie hatte vorher das Amt für Justizvollzug geleitet. Der Kanton hat den Abgang von Aldrey, der danach wieder Leiter des Kommandobereichs war, nicht kommuniziert.
Die Mitte-EVP-Fraktion will nun wissen, wie die Regierung die aktuelle Situation in der Führung der St. Galler Kantonspolizei beurteilt. Weiter wird nach Massnahmen gefragt, mit denen die «aktuell wahrgenommene Unruhe sowie die Unsicherheit innerhalb des Korps» abgebaut werden können. Die Regierung hat dazu noch nicht Stellung genommen.