«Die zweite Frau war zu Besuch»
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Polizeisprecher gibt Update:«Die zweite Frau war zu Besuch»

Türke Mehmet T. (23) tötet Mutter und Grossmutter – und verletzt Mädchen
Das ist der Killer von Urnäsch

Eine schwere Gewalttat erschüttert die Säntisregion. In Urnäsch AR tötete der 23-jährige Mehmet T. mutmasslich eine 48-jährige Russin und deren Mutter. Im Dorf herrschen Verzweiflung, Ratlosigkeit und blanke Wut.
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Das ist der mutmassliche Täter von Urnäsch: Mehmet T. liegt aktuell mit Verletzungen im Spital.
Foto: zVg

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • In Urnäsch AR soll ein Türke (23) eine Russin (†48) und deren Mutter getötet haben
  • Die Tochter der Russin (7) wurde verletzt, mutmasslicher Täter im Spital
  • Mehmet T. war polizeibekannt, sein Motiv ist unklar
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Das Tötungsdelikt in Urnäsch AR trifft das Appenzellerland. Im Osten der Gemeinde, direkt am Fluss, der denselben Namen trägt, kommt es bei einer kleinen Siedlung zu einer schrecklichen Tat.

Ein 23-jähriger Mann aus der Türkei tötet mutmasslich eine Russin (†48) in ihrer Wohnung und eine weitere Frau. Am Freitag wird klar: Die zweite verstorbene Person ist die Mutter der 48-jährigen Frau aus Russland. Die formelle Identifizierung ist noch nicht abgeschlossen. Sie war bei Tochter und Grosskind auf Besuch – und überlebte diesen nicht.

Hier passierte das Tötungsdelikt in Urnäsch AR
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Vier Personen involviert:Hier passierte das Tötungsdelikt in Urnäsch AR

Siebenjähriges Mädchen verliert Mutter und Grossmutter

Die beiden Frauen erlitten tödliche Stich- und Schnittverletzungen, denen sie noch vor Ort erlagen. Die Tochter der Russin, ein siebenjähriges Mädchen, wurde mit unbestimmten Verletzungen ins Spital gebracht. Es hat auf einen Schlag nicht nur seine Mutter, sondern auch seine Grossmutter verloren.

Die Siebenjährige konnte das Spital mittlerweile wieder verlassen und «befindet sich in der Obhut eines sicheren Umfelds», schreibt die Kantonspolizei am Freitag.

Dafür verantwortlich ist gemäss Kantonspolizei Appenzell Ausserrhoden Mehmet T.* (23). Auch er liegt mit Schnittverletzungen im Spital. Zwischenzeitlich wurde er operiert. In welcher Beziehung er zu den beiden toten Frauen und zum siebenjährigen Mädchen stand, ermittelt die Polizei aktuell. Klar ist: Er wohnte in der Nachbarschaft der Opfer. 

Mehmet T. war polizeibekannt

Was in diesem Haus in Urnäsch genau passiert ist, liegt ebenfalls noch im Dunkeln. Die Beamten arbeiten mit Hochdruck an der Aufklärung des Falles. Mehmet T. war polizeibekannt, das bestätigte Mediensprecher Anton Sonderegger bereits am Tag der Tat. Am Freitag heisst es seitens Polizei: «Der Mann ist wegen geringfügigen Delikten polizeilich bekannt, jedoch nicht aufgrund von Gewaltdelikten.»

Blick-Recherchen vor Ort zeigen nun: Der junge, mutmassliche Täter Mehmet T. wird gleichermassen geschützt und verurteilt im Dorf. Ein Nachbar, der in der Nähe des Tatorts wohnt, hat Mehmet am Donnerstagmorgen nach der Tat noch kurz gesehen. Er habe das Land eines benachbarten Bauern überquert.

Mehmet T. habe einen schlechten Ruf in der Region, sagt der Nachbar. Er sei vorbestraft – wegen Diebstahls. Überdies habe der junge Mann zwei Lehren abgebrochen und arbeite jetzt in einem Heim.

Schulkollegin nimmt Täter in Schutz – Journalisten müssen flüchten

Ganz anders sieht das eine junge Frau, die neun Jahre lang mit dem mutmasslichen Täter in die Schule ging. Sie traut Mehmet T. eine Messerattacke überhaupt nicht zu. «Er ist ein supernetter Typ. Er war nicht einmal aggressiv gegenüber irgendjemandem.» Sie habe erst kürzlich Kontakt zu ihm gehabt und er meinte, bei der Arbeit würde alles «super» laufen. 

Als sie gehört hatte, dass Mehmet T. verhaftet worden war, habe sie gezittert. Die junge Frau habe auch Kontakt mit der Tante des Verhafteten. Die Familie von Mehmet T. sei sehr aufgebracht und fühle sich ausgestellt.

Das merken auch die Journalisten vor Ort. Am Donnerstagnachmittag wurden mehrere Medienschaffende, darunter Blick, von der Polizei angewiesen, «zügig» beim Ort des Geschehens vorbeizufahren. Ein Medium wurde gar von Menschen aus dem Umfeld des mutmasslichen Täters angehalten und bedroht.

Auch Blick wurde vor Ort nicht nur angeschrien und beschimpft – sondern auch aufgefordert, eine Recherche zu unterlassen.

* Name geändert

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