Darum gehts
- Opferanwalt kritisiert Crans-Montana nach Brandkatastrophe und fordert Verantwortung der Behörden
- Letzte Kontrolle von «Le Constellation» fand 2019 statt
- Anwalt lehnt Darstellung der Gemeinde als Opfer entschieden ab
Nach der Brandkatastrophe in Crans-Montana und den Enthüllungen der Gemeinde über die fehlenden Kontrollen des Betriebes, hat ein Opferanwalt Stellung genommen. Anwalt Romain Jordan, Vertreter mehrerer Opferfamilien, hat sich gegenüber RTS zu den neusten Erkenntnissen geäussert.
«Die Gemeinde Crans-Montana und alle ihre Behörden müssen ihrer Verantwortung vollumfänglich nachkommen», betont er. Bei der Pressekonferenz kam heraus, dass die Gemeinde Crans-Montana den Betrieb «Le Constellation» das letzte Mal im Jahr 2019 kontrolliert hat. Jordan bedauert zudem das Ausbleiben von Entschuldigungen.
«Das ist inakzeptabel»
Auch wenn seine Mandanten die Transparenzbemühungen der Gemeinde anerkennen, hätten sie die am Dienstag übermittelten Informationen «mit Bestürzung» zur Kenntnis genommen. Angesichts der «erschreckenden Zahl an Versäumnissen und Kontrolllücken» dränge sich umso dringender die Frage auf, die Gemeinde einer Untersuchung zu unterziehen.
Er lehnt zudem «mit Nachdruck und ohne Verzögerung» den Versuch der Gemeinde ab, sich als klagende Partei zu positionieren. «Die Gemeinde als Opfer darzustellen, würde die wahren Opfer dieser Tragödie ihres Status berauben – das ist in diesen dramatischen Umständen inakzeptabel», so der Anwalt.