Video zeigt das Feuer in Bellach SO
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Mögliche Brandserie
Feuer in Bellach SO – Verdächtiger verhaftet

Ein Brand an der Langendorfstrasse in Bellach SO sorgte am Donnerstag für einen Grossalarm. Ein unbewohnter Schopf stand in Flammen – es ist einer von zahlreichen Bränden in der Region in den letzten Monaten. Jetzt wurde ein Verdächtiger verhaftet.
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Ein Feuer brach am Montagnachmittag an der Langendorfstrasse in Bellach SO aus.
Foto: Leserreporter

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Brand am Donnerstagnachmittag in Bellach SO, Langendorfstrasse, unbewohnter Schopf betroffen
  • Feuerwehr und Polizei kontrollierten das Feuer, keine Verletzten gemeldet
  • Brandmeldung erfolgte um 17 Uhr, umfangreicher Einsatz von Rettungskräften
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Am Donnerstagnachmittag ist es an der Langendorfstrasse in Bellach SO zu einem Brand gekommen. Betroffen war ein unbewohnter Schopf. Im Nachgang gab die Polizei bekannt, einen 24-jährigen Mann wegen mutmasslicher Brandstiftung festgenommen zu haben. In der Nachbargemeinde gab es in den vergangenen Wochen mehrere mutmassliche Brandstiftungen.

Der Schweizer sei im Zuge der eingeleiteten Ermittlungen angehalten und vorläufig festgenommen worden, teilten die Behörden am Freitag mit. Ob der tatverdächtige Mann in Zusammenhang mit weiteren Brandfällen stehe, sei Gegenstand laufender Ermittlungen.

Mutmassliche Brandserie

Der Brand des leerstehenden Holzschopfes war der Kantonspolizei am Donnerstag kurz vor 17.00 Uhr gemeldet worden. Die Feuerwehr löschte den Brand rasch. Der Schopf steht neben einem unbewohnten Firmengebäude sowie einem Wohnhaus. Niemand wurde verletzt.

Seit dem vergangenen Oktober kam es in den Nachbargemeinden von Bellach zu insgesamt sieben Bränden. Die Kantonspolizei ging in den meisten Fällen von Brandstiftung aus und nahm nach eigenen Angaben umfangreiche Ermittlungen auf.

Personen wurden jeweils nicht verletzt. Es brannte meistens in leerstehenden Gebäuden – zwei Mal war das gleiche Firmengebäude betroffen. Auch ein Auto und eine mobile Toilette gingen in Flammen auf. Bei den Bränden entstand grosser Sachschaden.

Vorfall weckt in der Region Erinnerungen

Es wäre nicht die erste Brandserie, die die Region rund um die Stadt Solothurn in letzter Zeit erschüttert. Bereits vor knapp vier Jahren trieb ein Feuerteufel im Wasseramt sein Unwesen. Insgesamt zwölf Grossbrände soll er im Jahr 2022 gelegt haben. Unter anderem traf es einen Bauernhof und eine alte Schreinerei.

Die Brandserie sorgte im Wasseramt für viel Empörung. «Ich kann es einfach nicht begreifen, dass man so etwas machen kann. Dieser Brand ist hirnverrückt und tut weh», meinte damals der ehemalige Inhaber der Schreinerei, der das Feuer hautnah miterlebte. «Das ist tragisch! Es gab wohl einen Totalschaden», erzählte der Besitzer eines BMWs, der bei diesem Brand ebenfalls zerstört wurde.

Die Polizei konnte schliesslich den Ex-Feuerwehrmann Martin Z. verhaften. Im September 2024 wurde er wegen mehrfacher Brandstiftung zu über elf Jahren Haft verurteilt. Erstmals hörte man von der Anklage auch ein mögliches Motiv: Ein Feuerwehrkumpel, der die Liebe von Z. nicht erwidert haben soll. Deshalb habe Z. die Brände gelegt, um ihm jeweils nahe zu sein. Der Verurteilte bestritt diesen Vorwurf allerdings.

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