Fluglotse schlägt vor: Baby soll «Kennedy» heissen
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Geburt über den Wolken:Fluglotse schlägt vor: Baby soll «Kennedy» heissen

«Ist das Baby schon draussen?»
Frau gebärt Kind auf Flug von Jamaika nach New York

Eine Passagierin bringt auf einem Flug von Jamaika nach New York kurz vor der Landung ihr Kind zur Welt. Der ungewöhnliche Fall endet glücklich – wirft aber rechtliche Fragen zur Staatsbürgerschaft des Neugeborenen auf.
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Auf einem Caribbean Airline Flug von Kingston, Jamaika, ereignete sich ein Wunder.
Foto: Shutterstock

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • In einem Flug von Jamaika nach New York wurde ein Baby geboren
  • Ein Fluglotse schlug vor, das Kind Kennedy zu nennen
  • Zwischen 1929 und 2018 wurden 74 Babys auf Flügen geboren
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Nikolina PanticRedaktorin News

Babynamen erzählen oft eine Geschichte – manchmal eine romantische, manchmal eine tragische. Und in seltenen Fällen eine, die kurz vor der Landung eines Flugzeugs beginnt. So geschehen auf einem Flug von Kingston, Jamaika, nach New York: Eine Passagierin brachte ihr Kind an Bord zur Welt, wie «Sky News» berichtet.

Noch bevor das Flugzeug den Boden berührte, fiel auch schon ein möglicher Name. «Ist das Baby schon draussen?», fragte ein Fluglotse des Zielflughafens John F. Kennedy. Als der Pilot bestätigte, witzelte er: Die Mutter solle ihr Kind doch Kennedy nennen.

Kein Flug ab Schwangerschaftswoche 35

Die Fluglinie blickt erfolgreich auf die Geburt zurück: «Bei der Ankunft wurden die Mutter und das Neugeborene von medizinischem Personal betreut und erhielten die notwendige Versorgung», heisst es in der Medienmitteilung. Das Unternehmen lobt zudem die Crew für ihre Professionalität und besonnene Reaktion.

Schwangere Frauen dürfen gemäss Airline bis zur 32 Woche einen Flug ohne Arztzeugnis antreten. Nach der 35. Schwangerschaftswoche jedoch herrscht Flugverbot. Obwohl die Geburt ein glückliches Ende nahm, wirft sie auch rechtliche Fragen auf.

Die Frage der Staatsbürgerschaft

Auf seinem Youtube-Kanal wirft der Einwanderungsanwalt Brad Bernstein die Frage auf: Ist das Baby nun ein US-Staatsbürger? Es kommt darauf an, wo sich das Flugzeug zum Zeitpunkt der Geburt befand. Findet sie laut dem Anwalt im US-amerikanischen Luftraum statt, erhält das Baby automatisch die entsprechende Staatsbürgerschaft. 

Befinde sich das Flugzeug während der Geburt ausserhalb des Luftraums von Amerika, hätte es keinen Anspruch auf die Bürgerschaft. Wenn es der Zufall so will und das Baby sich entscheidet, auf internationalem Gewässer auf die Welt zu kommen, wird es gemäss dem Migrationsexperten richtig kompliziert. Wenn das Heimatland der Eltern die Staatsbürgerschaft nicht automatisch auf das Kind überträgt, könnte dieses Baby staatenlos sein.

Flugzeug-Babys sind kein Einzelfall

Dass ein Baby im Flugzeug zur Welt kommt, ist selten. Gemäss der National Library of Medicine sind zwischen 1929 und 2018 insgesamt 74 Kinder auf kommerziellen Flügen zur Welt gekommen. Dennoch kommt es hin und wieder vor, dass Babys ihre ersten Minuten im Flieger verbringen.

Die Geburt 50 Minuten nach Abflug

Manche Babys können es kaum erwarten, auf die Welt zu kommen. So beispielsweise das Neugeborene der Indonesierin Anastasia Geavani im Jahr 2020. Rund 50 Minuten nach Abflug wurde sie Neu-Mutter. Glücklicherweise war auch da ein Arzt an Bord, der bei der Geburt half. 

Evakuationsflug-Baby aus Afghanistan

Eigentlich transportierte der Flug von Afghanistan nach Birmingham im Jahr 2021 afghanische Helfer zurück nach England. Während des Fluges tauchte ein zusätzlicher Passagier auf: Auf dem Evakuationsflug erblickte ein kleines Mädchen das Licht der Welt. Weil kein Arzt zur Verfügung stand, half das Flugpersonal bei der Geburt aus. Das Neugeborene erhielt den Namen Havva, was übersetzt Luft bedeutet.

Die etwas ungeplante Geburt

Als Lavinia Mounga 2021 nach Honolulu flog, wurde sie von heftigen Bauchkrämpfen überrascht. Auf dem Flugzeug-WC stellte sich heraus: keine Magenprobleme, sondern Stosswehen. Mounga wusste nicht, dass sie schwanger war. 

Die ausserordentliche Situation forderte einen speziellen Namen. Raymond Kaimana Wade Kobe Lavaki Mounga heisst der kleine Überraschungsgast. 

Geburt auf 11-Stunden-Flug

Der Flug von Ghana nach Washington D. C. dauert rund elf Stunden. Für eine Passagierin verlief er anders als geplant. Eigentlich hätte ihr Baby erst in einigen Wochen zur Welt kommen sollen. Doch während des Flugs im Jahr 2022 setzten die Wehen ein. Eine Notlandung kam nicht mehr infrage, sodass das Kind an Bord zur Welt kam. Zufällig befanden sich zwei Krankenschwestern und ein Arzt im Flugzeug, die bei der Geburt halfen.


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