Damoklesschwert bleibt
Prognosen zeigen bereits die nächsten Gewitter

Nach dem Misox wurde nun auch das Tessin von heftigen Unwettern heimgesucht. Für die kommenden Tage gibt der Wetterexperte zwar vorsichtige Entwarnung – das Damoklesschwert schwebt aber weiterhin über uns.
Publiziert: 30.06.2024 um 12:10 Uhr
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Aktualisiert: 02.07.2024 um 06:38 Uhr
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Heftige Gewitter haben Freitag vor einer Woche eine Gerölllawine im Misox ausgelöst.
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Jessica von DuehrenCo-Ressortleiterin Desk/Teamlead News

Gerölllawine im Wallis, Land unter in Baselland, Erdrutsch im Tessin – Unwetter haben in den letzten Tagen schweizweit für Zerstörung gesorgt. 

Allein im oberen Maggiatal fielen in den letzten 24 Stunden zwischen 150 und 200 Liter Regen pro Quadratmeter. «Das ist extrem viel – vor allem auf diesen kurzen Zeitraum», sagt Meteorologe Klaus Marquardt zu Blick. Sind die Böden zudem bereits vorbelastet, kommt es zu solch dramatischen Szenen. 

Für die nächste Woche gibt der Experte von Meteonews allerdings erst einmal Entwarnung – wenn auch vorsichtig: «Es wird in den kommenden Tagen weiterhin lokale Gewitter im Tessin und im Wallis geben. Allerdings nicht mehr so grossflächig wie in den letzten Tagen.»

Europäische Prognosen zeigen bereits nächste grosse Gewitter

Zudem erreicht eine Kaltfront die Schweiz. Die ist laut dem Experten zwar nicht wahnsinnig aktiv, ein wenig kühlt es aber trotzdem ab. «Die Temperaturen liegen in der nächsten Woche schweizweit bei 20 bis 23 Grad, im Tessin bis 25 Grad.»

Das grosse Problem: Seit November letzten Jahres ist es zu nass bei uns. «Das kommt dann dabei raus. Im Juni erst in der Ostschweiz, dann folgten die Westschweiz, das Misox und nun das Tessin», fasst Marquardt die Situation zusammen.

Auch, wenn die Prognosen noch sehr vage sind, schwebt das Damoklesschwert weiter über uns. Denn: Die Modelle des Europäischen Zentrum für mittelfristige Wettervorhersage (ECMWF) zeigen für das nächste Wochenende bereits wieder grössere Gewitter. 

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