Darum gehts
- Ein Erdrutsch verschüttete ein Haus in Maladers, keine Verletzten
- Zwei Bewohner wurden von der Feuerwehr aus dem Haus gerettet
- Die Arosastrasse war für zwei Stunden vollständig gesperrt
In der Nähe von Chur geriet am Samstagabend ein Hang in Bewegung. Ein Haus in Maladers wurde dabei teilweise verschüttet. Verletzt wurde niemand, wie die Stadtpolizei Chur mitteilte.
Der Erdrutsch habe sich im Hang hinter dem Haus gelöst und dieses erfasst, schrieb die Stadtpolizei. Die Meldung dazu sei kurz nach 21.30 Uhr eingegangen.
Keine Gefahr für weiteren Rutsch
Zwei Personen konnten ihre Wohnung nicht mehr selbstständig verlassen. Sie wurden von der Feuerwehr der Stadt Chur aus ihrem Haus gerettet. Die Feuerwehr war mit 15 Personen angerückt.
Nach den Arbeiten können die Bewohner zurück in ihr Zuhause, sagte ein Sprecher der Stadtpolizei Chur auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Es bestehe keine Gefahr für einen weiteren Rutsch.
Der Erdrutsch habe das Dach eines Anbaus weggerissen, sagte der Sprecher. Auf einem von der Polizei zur Verfügung gestellten Bild ist zu sehen, wie der Rutsch zwei Wohnhäuser erreichte. Die Häuser seien nicht beschädigt, sagte der Sprecher.
Kaputte Wasserleitung als Grund?
Weshalb der Hang in Bewegung geriet, sei noch unklar, sagte der Sprecher. Mutmasslich sei Wasser aus Leitungen ausgetreten. Erst eine Untersuchung der Wasserleitung werde jedoch zeigen, ob dies der Grund für den Erdrutsch war.
Der Wasseraustritt konnte durch Mitarbeitende der IBC Energie Wasser Chur gestoppt werden. Rund 20 Haushalte sind derzeit ohne Wasser.
Auch die Arosastrasse, die durch die Gemeinde führt, wurde nach Angaben der Polizei teilweise verschüttet. Zur Räumung und Sicherung sei die Strasse während rund zwei Stunden vollständig gesperrt gewesen.