Darum gehts
- Gefahr durch Absturz des Plateaus Ost und Schutthalde besteht nicht mehr
- Evakuierung bleibt bestehen, temporäre Zutritte zum Dorf bald möglich
- Über 100 Felsstürze gingen aus der instabilen Felsmasse nieder
Die Gefahren oberhalb des Dorfes Brienz/Brinzauls GR durch einen Absturz des ehemaligen «Plateau Ost» und durch die Schutthalde oberhalb bestehen aktuell nicht mehr. Die Schutthalde habe sich seit dem Abbruchereignis der vergangenen Woche stark beruhigt und sei grösstenteils zum Stillstand gekommen, teilte die Gemeinde am Samstag mit.
Bis die Gefährdung durch die neu geschaffenen Verhältnisse am Berg neu beurteilt werden könne, müsse die vorsorgliche Evakuierung aber weiter bestehen bleiben, schrieb die Gemeinde in ihrem Informationsbulletin weiter. Temporäre Zutritte zum Dorf würden tagsüber voraussichtlich noch vor den Festtagen wieder möglich sein.
Über 100 Felsstürze
Im Verlaufe des Novembers hatte sich das «Plateau Ost» hoch über dem Dorf immer stärker beschleunigt. Dieses ging vergangene Woche in einem mehrtägigen Abbruchereignis ab. Aus der instabil gewordenen Felsmasse gingen laut der Gemeinde über 100 Felsstürze auf die darunterliegende Schutthalde nieder.
Eine Vielzahl von Messpunkten wurde dabei zerstört. Am Donnerstag hätten daher mit einem Helikopter in der neuen Schutthalde, auf dem Plateau West und im Gebiet «Pro Fop» neue Messpunkte installiert werden müssen, so die Gemeinde.