100'000 neue Wohnhäuser im Gazastreifen
Kushner stellt das nationale Komitee der palästinensischen Autonomiebehörde vor. Natürlich dabei: Experten für die Entwicklung von Immobilienwerten. Zur Demilitarisierung ergänzt Kushner: «Wir haben keinen Plan B.»
Mehr als 100'000 Wohnhäuser sollen im Gazastreifen entstehen. Zudem könnten 200 Bildungsstätten und 75 Spitäler in «New Rafa» realisiert werden. Das zeigt eine Folie von Kushners Präsentation.
Auch sollen an der gesamten Küste des Gazastreifens Hotels und weitere touristische Unterkünfte gebaut werden. Dadurch sollen auch 100 Prozent der Palästinenser in Arbeit kommen. Die palästinensische Regierung werde mit der Hamas an der Demilitarisierung arbeiten. «Wenn die Hamas sich nicht demilitarisiert, wird das den Friedensprozess aufhalten», bemerkt Kushner.
Weiter umfassen die Pläne den Bau industrieller Zentren, in denen unter anderem Datenzentren einen Platz finden sollen. Auch Grünflächen und Sportplätze sind in Planung.
Friedensrat wird zur Show
US-Präsident Donald Trump (79) will seinen Friedensrat als Gegenentwurf zur Uno positionieren. Bei einer ersten feierlichen Zusammenkunft der Gründungsmitglieder des Rats am WEF in Davos fällt schnell auf: Er hat noch einen langen Weg vor sich. Wirkliche Schwergewichte fehlen neben den USA bislang. Stattdessen dabei: Ungarns Premier Viktor Orban, Vertreter mehrerer Staaten aus dem Nahen Osten und Länder wie Indonesien und die Mongolei. Trumps Behauptung, dass fast jedes Land teilnehmen wolle, wirkt hohl.
Anders als bei seiner Rede am Mittwoch polterte Trump nicht, stattdessen gab es zarte Worte für die Anwesenden im Raum. «Jeder in diesem Raum ist ein Star», sagte Trump.
Das Spektakel ist vorbei
Nachdem er allen auf der Bühne abermals die Hand geschüttelt hat, verlässt Trump die Bühne. Damit ist die Friedensrat-Zeremonie beendet.
Trump hält zweite Rede
Der US-Präsident Donald Trump darf nochmals ans Mikro. Er lobt die gute Lage des Gazastreifens mit Blick auf Immobiliengeschäfte. «Wir machen weiter. Die USA waren niemals grösser und besser», kündigt Trump an.
Zum Friedensrat sagt er: «Dies wird keine Zeitverschwendung sein.» Anschliessend bedankt er sich erneut bei allen Anwesenden. Es gibt Applaus.
«Der Krieg ist vorbei»
«Dieser Deal ist nur passiert, weil wir mit Israel, der Türkei, Katar, Ägypten und den Vereinigten Arabischen Emiraten gesprochen haben», betont Kushner. Er ruft alle Beteiligten dazu auf, sich zu entspannen. «Der Krieg ist vorbei.»
Er fährt fort: «Wir haben mehrere unmögliche Dinge in Gaza möglich gemacht.» Anschliessend bedankt er sich erneut für Trumps Führung in dieser Sache.
«Ohne Sicherheit wird niemand investieren»
Nun darf Jared Kushner eine Rede halten. Der Trump-Schwiegersohn bedankt sich zunächst bei Steve Witkoff für die gute Zusammenarbeit. Anschliessend zeigt er eine Präsentation. Nach 20 Jahren der Hoffnungslosigkeit will die Trump-Regierung den Nahen Osten verändern, macht Kushner deutlich. Auch er schmiert Trump Honig ums Maul.
Nach einem kurzen Recap des Friedensprozesses unterstreicht Kushner die Wichtigkeit des Punktes Sicherheit im Gazastreifen. «Ohne Sicherheit wird niemand investieren», sagt er.
Witkoff ergreift das Wort
Die Show der Trump-Administration geht weiter. Der Sondergesandten Steve Witkoff und Trump-Schwiegersohn Jared Kushner betreten die Bühne. Witkoff ergreift das Wort. Witkoff wirkt sichtlich berührt.
Er bedankt sich bei Trump, Scheich Mohammed von Katar, dem türkischen Aussenminister Hakan Fidan, Ägyptens Präsident Al-Sisi, Israels Premier Benjamin Netanyahu und weiteren Persönlichkeiten. Weiter spricht er auch dem britischen Ex-Premier Tony Blair und der Trump-Administration seinen Dank aus.
Grenzübergang Rafah wird nächste Woche geöffnet
Ali Shaath von der palästinensischen Autonomiebehörde kündigt jetzt in einer Videobotschaft an, dass der Grenzübergang Rafah in der kommenden Woche geöffnet wird. Den Palästinensern gibt er mit, in die Zukunft und nicht zurückzublicken. Dafür brauche es die Anstrengung aller.
Marco Rubio hält Rede
US-Aussenminister Marco Rubio hält nun eine Lobrede auf Donald Trump. Niemand habe gedacht, dass der Gaza-Konflikt gelöst werden könnte. «Präsident Trump hatte die Vision und den Mut, um zu glauben, dass es möglich ist», schmeichelt er seinem Chef. Ausserdem lobt er Trump-Schwiegersohn Jared Kushner und den Sondergesandten Steve Witkoff. Der Friedensrat stehe für Aktion, Trump ebenso.
Der Friedensrat werde ein Beispiel sein für das, was auch an anderen Orten auf der Welt möglich sein werde. «Weitere Nationen werden beitreten. Viele wollen Teil der Bemühungen sein», behauptet Rubio.
Letzter Premier unterzeichnet Charta
Mit dem Premierminister der Mongolei unterzeichnet der letzte Regierungschef die Charta. Die Moderation übernahm die Pressesprecherin des Weissen Hauses, Karoline Leavitt (28).
Kosovo-Präsidentin flüstert Trump etwas zu
Als die kosovarische Präsidentin Platz nimmt, flüstert sie Trump eine Zeit lang etwas ins Ohr. Geht es vielleicht um einen Konflikt auf dem Balkan?