Worauf man achten kann
Diese Gefahr lauert im Nuschi

PFAS machen auch vor Schmusedecken nicht halt. Die Giftstoffe sammeln sich im Körper an und sind für Babys besonders gefährlich. Der Beobachter sagt, worauf Sie achten können.
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Selbst Schmusedecken für Babys sind teilweise mit PFAS versehen. Das hat ein Test von 18 Nuschi ergeben.
Foto: zVg

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Andrea M. Haefely
Beobachter

Viele Babys und Kleinkinder lieben ihr Nuschi. Sie knuddeln die herzigen Tüechli-Lumpen-Tierli, schleppen sie hinter sich her und erkunden sie auch gern mit dem Mund – insbesondere beim Zahnen kauen die Kleinen darauf herum und saugen am Stoff. So können sich daraus Chemikalien lösen, die dann in den Kinderkörper gelangen.

Dass sich in den Kuscheltüchern auch PFAS finden, ist wenig erstaunlich. PFAS, kurz für per- und polyfluorierte Alkylverbindungen, sind fett-, schmutz- und wasserabweisende Chemikalien. Eigenschaften, die bei den strapazierten Schmusedecken vorteilhaft sind.

Artikel aus dem «Beobachter»

Das ist ein Beitrag aus dem «Beobachter». Das Magazin berichtet ohne Scheuklappen – und hilft Ihnen, Zeit, Geld und Nerven zu sparen.

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Die Vorstellung, dass das Kuscheltuch ihres Kindes mit den Ewigkeitschemikalien PFAS versetzt ist, dürfte so manche Eltern aufschrecken. Denn nach Einschätzung der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (Efsa) sind gerade Kleinkinder den gefährlichen Chemikalien am meisten ausgesetzt. Die schwerwiegendste Folge gemäss den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der Efsa: eine verminderte Immunantwort auf Impfungen. 

12 von 18 waren ausreichend

«Mieux choisir», das Magazin des Westschweizer Konsumentenschutzes FRC, hat zusammen mit der Universität Lausanne 18 Produkte getestet. Das erschreckende Resultat: Alle 18 Nuschi enthielten PFAS. 12 von diesen gaben pro Quadratmeter Stoff nur wenige Mikrogramm der heiklen Chemikalien ab. Damit gelten sie als ein vernachlässigbar eingestuftes Gesundheitsrisiko und wurden deshalb von den Testern als «ausreichend» bewertet. Problematisch seien sie dennoch. Denn PFAS können sich im Körper anreichern und mit zunehmender Menge zu gesundheitlichen Problemen führen. 

Zwei Nuschi stellen ein Gesundheitsrisiko dar, das laut Studie überwacht werden sollte. Zum einen das Modell Birdee Happy Clouds Blue von Done by Deer, das bei Manor erhältlich war. Dort gibt es das Nuschi nicht mehr, dafür nach wie vor auf Brack.ch. Das zweite Modell, Milette Activity von Migros, ist nicht mehr im Verkauf. Beide Nuschi weisen höhere Konzentrationen von kurzkettigen PFAS auf, die als besonders schädlich gelten. 

Vier Produkte – Simba Stitch von Manor, Doudou Mouchoir Esmée und Ours Capuche Lapin von der auf Babyzubehör spezialisierten Kette Orchestra sowie ein Modell von Temu – enthielten PFHxA. Diese Substanz wird oft als Ersatz für die erwiesenermassen schädlichen Varianten PFOS, PFOA, PFNA sowie PFHxS eingesetzt. Ende 2026 wird der Einsatz von PFHxA für Textilien eingeschränkt. Alle vier betroffenen Nuschi sind zumindest aus den Onlinesortimenten der Anbieter verschwunden.

Hilfe beim Nuschikauf

Wer bereits vor dem nächsten PFAS-Nuschelitest eine «saubere» Kuscheldecke kaufen möchte, kann sich an gewissen Labels orientieren, die den Einsatz von PFAS in Textilien ausschliessen. Dazu zählen etwa die Umweltzeichen GOTS (Global Organic Textile Standard) und Blauer Engel. Meiden Sie zudem Waren, die mit den Eigenschaften «schmutzabweisend» oder «besonders wasserabweisend» beworben werden. Kaufen Sie, wenn möglich, Produkte, die allenfalls explizit mit dem Slogan «PFAS-frei» gekennzeichnet sind.

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