Hier treibt der Onanist sein Unwesen im Garten der Nachbarn
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Überwachungskameras zeigen:Hier treibt der Onanist sein Unwesen im Garten

Grüsel onaniert in fremden Gärten und klaut Kleider in Niederönz BE
«Wir haben einen Unhold im Dorf!»

Grüsel-Alarm im bernischen Oberaargau: Ein junger Mann schleicht seit Monaten in der Nachbarschaft in Gärten rum und treibt ein unappetitliches Spiel. Vierfach-Mutter Sandra W. glaubt, ihn zu kennen.
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Sandra W. leidet unter dem Gedanken, dass der Mann sich heimlich in ihr Haus geschlichen hatte und Kleider der Kinder gestohlen hat, nun in der Nachbarschaft öffentlich onaniert.
Foto: Beat Michel

Darum gehts

  • Ein Mann begeht obszöne Handlungen in Niederönzer Gärten
  • Sandra W. fand Kinderkleidung ihrer Tochter in Zimmer
  • Ermittlungen laufen, Abschluss der Untersuchung bis Februar 2026 erwartet
Die künstliche Intelligenz von Blick lernt noch und macht vielleicht Fehler.
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Beat MichelReporter

Grüsel-Alarm in Niederönz BE! Als ob es nichts Besonderes wäre, läuft ein Mann in der Nacht in einen fremden Garten. Eine Sicherheitskamera filmt ihn. Der junge Mann trägt eine Skijacke und eine Mütze mit Ohrschützern, die sein Gesicht teilweise verdeckt. Die Aufnahme, die Blick vorliegt, zeigt, wie sich der Mann in Richtung des Hauses der sechsköpfigen Familie W.* dreht. Er öffnet die Hose und legt Hand an sich selbst.

«Unhold im Dorf»

Nach ein paar Sekunden geht der Mann über den verschneiten Rasen und hält am Zaun zum Grundstück der Familie W. an. Dort treibt er sein unflätiges Spiel weiter. Auch als die Aussenbeleuchtung ihn anstrahlt, lässt er sich nicht abschrecken. Erst als ein Nachbar ihn anschreit, flüchtet er aus dem Garten. Was ist in Niederönz los?

In diesem Haus gab es im Juli 2024 bereits einen Vorfall. Kinderkleider wurden aus dem Wintergarten gestohlen und später bei einem jungen Mann in der Nachbarschaft entdeckt. Die Hausbewohnerin und vierfache Mutter Sandra W. (36) hat einen Verdacht: Sie glaubt, den Kleiderdieb von damals im aktuellen Grüsel-Video zu erkennen. Sie sagt: «Auch wenn er versucht, sich zu verkleiden, auf dem Video erkenne ich ihn.»

Im Gespräch mit Blick wird Sandra W. emotional. «Wir haben einen Unhold im Dorf! Ich kann fast nicht mehr schlafen. Ich habe Angst, ich schrecke beim kleinsten Geräusch auf.»

Der skandalöse Fund

Die erste Anzeige machten Sandra W. und ihr Mann Frank am 22. August 2024. Sandra W. erinnert sich: «Ich arbeitete in der Nachbarschaft bei einer Familie als Putzfrau. Normalerweise durfte ich nicht in das Zimmer des erwachsenen Sohnes. Die Tür war abgeschlossen.»

Eines Tages machte sie trotzdem einen üblen Fund. «Ich entdeckte Kleider von meinen Kindern! Unterhosen, Röckli. Auch einen BH der damals 14-jährigen Tochter», erzählt sie. Sandra W. war schockiert. Speziell: «An dem Tag war die Zimmertür verschlossen. Sein Vater öffnete mir mit einem Zweitschlüssel.»

Die Frau nahm die Kleider ihrer Kinder mit und ging nach Hause. Sie sprach mit ihrer ältesten Tochter. Darauf gingen sie zurück zum Haus und sprachen mit den Eltern des jungen Mannes. «Sie reagierten panisch, als ich sagte, dass ich zur Polizei gehen würde», erinnert sich Sandra W. und fügt an: «Sie wollten, dass ich bei ihnen weiterarbeite, als ob nichts passiert sei.»

100 Franken und Kündigung

Ein paar Tage später erhielt Sandra W. 100 Franken per Twint, um die Kinderkleider zu ersetzen. Die Mutter des Beschuldigten schrieb dazu per Whatsapp: «Er will Geld geben für die Kleider – nicht als Entschuldigung, sondern weil er versteht, dass ihr die auch nicht mehr haben möchtet.»

Danach schrieb der junge Mann doch noch einen Entschuldigungsbrief. Als Sandra W. trotzdem Anzeige erstattete, wurde ihr als Putzfrau gekündigt.

Nach dem neusten Vorfall in diesem Januar veröffentlichten Sandra W. und ihr Mann auf der Facebook-Gruppe «Du bisch vo Buchsi, wenn ...» eine Warnung. Prompt antworteten zwei weitere betroffene Familien. Eine davon hat auch ein Überwachungsvideo, auf dem sich ein gleich aussehender Mann auf ihrem Gartensitzplatz befriedigt. Diese Aufnahme stammt vom 12. April 2025. Das Video liegt Blick ebenfalls vor.

Bei einer weiteren Familie soll er auf Kinderspielzeug onaniert haben, die Polizei habe DNA-Proben genommen. Die betroffenen Familien wollen nicht öffentlich über die Vorfälle sprechen, solange die Untersuchungen laufen.

Eltern streiten alles ab

Die zuständige Staatsanwaltschaft Emmental-Oberaargau schreibt auf Blick-Anfrage, dass in diesem Fall die Untersuchung noch laufe, aber weit fortgeschritten sei. «Sie wird – vorbehaltlich neuer Fälle – bis etwa Ende Februar abgeschlossen werden können», heisst es. Es sei vorgesehen, den neuen Vorfall in die laufende Untersuchung zu integrieren. Und: Bis zu einer Verurteilung gelte die Unschuldsvermutung.

Blick hat versucht, den Beschuldigten und seine Eltern mit den Vorwürfen zu konfrontieren. Während die Eltern alles abstreiten, schotten sie ihren Sohn ab.

Was wirklich geschehen ist, wird die Untersuchung der Polizei zeigen. Sandra W. sagt: «Jetzt wird hoffentlich etwas passieren!»

* Name bekannt

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