Nomen est omen. Der Basler David Nippel ruft zu einer Facebook-Aktion auf und sucht Fotos von Müttern, die in der Öffentlichkeit stillen. Hintergrund ist eine Kolumne in der «Basler Zeitung», in der die kinderlose Autorin das Stillen in der Öffentlichkeit kritisiert und verlangt, stillende Mütter sollen zu Hause bleiben.
David Nippel, Geschäftsführer des Kinderladens «Dreikäsehoch» in Basel, unterstützt die empörten Mütter: Er lanciert einen Wettbewerb und ruft sie dazu auf, ein Bild von sich und dem trinkenden Kind auf Facebook hochzuladen. Unter den Teilnehmerinnen werden drei Kinderwagen verlost.
«Wer nicht hinsehen will, muss ja nicht»
«Man darf die stillenden Mütter doch nicht diskriminieren», sagt Nippel. «Eltern sein soll Freude machen.» In seinem Laden bietet er eine Ecke an, in der die Mütter ihre Babys diskret stillen können. «Wir sind fast immer ausgelastet. Sowas spricht sich rum.»
Nippel kann nicht nachvollziehen, wie sich jemand am Stillen stören kann. «Meistens ist die Brust ohnehin bedeckt. Und wer nicht hinsehen will, der muss ja auch nicht.» (ct)