Jeanette Egli aus Nenzlingen BL
Sie ist das Ersatzmami für 19 Kängurus

Sie ist in der Schweiz die erste Anlaufstelle, wenn ein Känguru in Not ist. Kein Wunder gleicht ihr Garten eher dem australischen Outback als den hier üblichen Grünflächen.
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Von Jessica von Duehren

Die meisten Menschen haben in ihrem Garten Liegestühle, Blumen und einen Grill. Jeannette Egli hat das australische Outback hinter ihrem Haus.

19 Kängurus leben bei der 57-Jährigen auf 1000 Quadratmetern Wiese! Fliegt ein illegaler Halter auf, stirbt eine Kängurumutter, oder ist ein Zoo mit der Aufzucht überfordert, ist Jeannette Egli seit 25 Jahren die erste Anlaufstelle.

Ihr neustes Familienmitglied heisst Whitey, ist sieben Monate alt und ein Albino-Wallaby. «Er wurde von seiner Mutter verstossen», sagt Egli. Seit drei Monaten ist sie deshalb Whiteys Ersatzmami.

Und der Kleine hält Egli ganz schön auf Trab. «Alle drei Stunden muss ich ihn mit spezieller Kängurumilch füttern.» Auch nachts.«Da bleibt mir nicht viel Zeit zum Schlafen.» Ein Kilo fehlt Whitey noch, dann ist er gross genug, um an die Herde gewöhnt zu werden.

Bis dahin geniesst das weisse Wallaby aber seine Sonderbehandlung. Whitey ist überall mit dabei. Beim Kochen, Fernsehen, Zähneputzen. Sogar ins Bett folgt das herzige Tier seinem Ersatzmami. «Die Nacht verbringt Whitey im Schlafzimmer. Aber nur neben meinem Bett», sagt Egli.

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